Crowdfunding – 2018 mit der Schwarmfinanzierung beginnen

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Das digitale Zeitalter bringt in vielen Bereichen Veränderungen mit sich, die zuvor schlicht nicht vorstellbar waren. Dazu gehört ohne Zweifel das Crowdfunding. Es hat sich inzwischen neben der klassischen Finanzierung, etwa über Geldinstitute, etabliert.

Gerade für Unternehmen, Projektoren und Initiatoren, die sich den Regularien der Finanz-Industrie nicht anpassen wollen oder können, bietet das Crowdfunding einen anderen, oftmals günstigeren und einfacheren Weg.

Crowdfunding Vergleich

Crowdfunding Vergleich

Crowdfunding ohne den Verbreitungsweg des Internets ist praktisch nur unter speziellen Bedingungen möglich. Das soll nicht heißen, dass es unmöglich wäre.

So wurde etwa der Sockel für die Freiheitsstatue in New York durch eine Spendenaktion finanziert, die jedoch 4 Jahre dauerte, von 1882 bis 1886, und an der sich rund 120.000 Spender beteiligten, die zusammen etwas über 100.000 Dollar aufbrachten. Pro Spender also weniger als einen Dollar. Sicher ein Zeitrahmen, der heute inakzeptabel erscheint und zudem war die damalige Spendenaktion mit einem erheblichen Aufwand und Personaleinsatz verbunden.

Das zeigt jedoch das grundlegende Prinzip des Crowdfunding. Die Last und auch das Risiko werden auf viele Schultern verteilt, die es in dieser Form leichter tragen können. Gleichzeitig wird damit die Hemmschwelle zu einer derartigen Investition gesenkt, denn im Falle eines Totalverlustes ist der einzelne Beteiligte meist so gering belastet, dass daraus keine größeren Konsequenzen zu erwarten sind.

Je nach Art des Crowdfunding ist es sogar beabsichtigt, das aus der Beteiligung kein direkt zu erwartender Gewinn erfolgt. Etwa bei einem Donation-Based Crowdfunding, wie eben das zur Errichtung des Sockels für die Freiheitsstatue.

​Formen des Crowdfunding

  • Das Reward-Based Crowdfunding
  • Das Equity-Based Crowdfunding oder Crowdinvesting
  • Das Lending-Based Crowdfunding
  • Donation-Based Crowdfunding

Jedes dieser Modelle zur Schwarmfinanzierung, so der deutsche Ausdruck dafür, besitzt seine besonderen Eigenheiten, die nachfolgend kurz erklärt werden:

Reward-Based Crowdfunding

​Übersetzen lässt sich der englische Begriff am besten mit vergütungsbasierter Schwarmfinanzierung. Dabei können unterschiedliche Beträge in Projekte oder Unternehmen investiert werden. Als Gegenleistung erhält der Investor ein Geschenk, ein sogenanntes Goodie.

Eine Verzinsung des investierten Betrages oder eine Rückerstattung erfolgt nicht. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist diese Form des Crowdfunding am weitesten verbreitet.

Das hängt unter anderem mit der strengen Gesetzgebung im amerikanischen Kapitalmarkt zusammen, bei denen durch renditebehaftete Investitionen vom auflegenden Unternehmen sehr umfangreiche Vorleistungen erwartet werden.

Allgemein wird das Reward-Based Crowdfunding gerne für Projekte aus dem künstlerischen Bereich genutzt. So etwa zur Finanzierung von Musik- oder Filmproduktionen. Ebenso ist es ein geeignetes Modell für Start-ups, um etwa einen Prototyp eines Produktes realisieren zu können.

Equity-Based Crowdfunding oder Crowdinvesting

​In dieser Form des Crowdfunding geht es um die Vergabe von Risikokapital an Unternehmen oder Start-ups. Es handelt sich also dabei um ein echtes Investment, das in unterschiedlicher Form vergütet wird. So etwa, indem die Kapitalgeber eine Beteiligung am Unternehmen erhalten, wodurch sie wiederum am Gewinn oder der Wertsteigerung beteiligt sind.

Dieses Crowdfunding eignet sich am ehesten für bereits etablierte Unternehmen oder kommerziell ausgerichtete Start-ups. Die Initialisierung wie auch die Durchführung eines Projektes auf Equity-Basis erfordert einen recht hohen Aufwand, da natürlich alle Investitionen vertraglich abgesichert sein müssen.

In der Regel werden aus diesem Anlass bestimmte Mindestsummen als Einlagen erwartet, da allein die bürokratische Umsetzung Kleinstbeträge nicht rentabel machen. Genauso kann der Investor erst ab einer bestimmten Summe mit einer lohnenden Verzinsung seines Kapitaleinsatzes rechnen.

Lending-Based Crowdfunding

Das Lending-Based Crowdfunding kommt in seiner Ausrichtung der klassischen Kreditvergabe beziehungsweise Kreditsuche am nächsten. In dieser Form bietet der Projekt-Initiator für die finanziellen Einlagen eine feste Verzinsung über einen zuvor festgelegten Zeitraum.

Crowdlending kann sowohl von Privat zu Privat wie auch von Privat an ein Unternehmen erfolgen. Hier können die üblichen Mechanismen des Kapitalmarktes greifen, etwa indem ein Initiator von den jeweiligen Crowdfundingplattformen auf seine Bonität hin überprüft wird.

Im Weiteren kommt es auf die Nutzungsart des Geldes an. Je nachdem kann über die Risikobewertung des Projektes auch der Zinssatz gesteuert werden, für den das Geld des „Schwarms“ angelegt wird. Je höher das Risiko, desto höher der Zins.

Donation-Based Crowdfunding

​Es ist die einfachste und vermutlich auch ursprünglichste Form der Schwarm-Finanzierung. Bei der Donation-Based Crowdfunding erfolgt für das investierte Geld keine materielle Gegenleistung.​

In vielen Fällen jedoch eine Ideelle in der Weise, ein gutes Gefühl zu bekommen, bei einer guten Sache dabei zu sein und helfen zu können. So werden auf diese Weise zum Beispiel Entwicklungshilfe-Projekte in der Dritten Welt oder ein heimischer Verein unterstützt.

Crowdfunding

Crowdfunding

Welche Crowdfunding-Plattform und warum?

​Theoretisch kann ein Crowdfunding vom Projekt-Initiator selbständig auf die Beine gestellt werden. Das ist jedoch mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden und besitzt noch weitere Nachteile. Besser ist es, eine der im Internet zu findenden Plattformen zu nutzen.

Dabei gibt es in diesem Segment sowohl Spezialisten wie Generalisten. Die Spezialisten sind meist auf eine oder zwei der Crowdfunding-Formen ausgerichtet, die Generalisten hingegen ermöglichen das Einstellen jeder Art von Crowdfunding-Projekten.

Plattformen zu nutzen, besitzt unter anderem den Vorteil, dass der oder die Initiatoren einen Vertrauensvorschuss erhalten, weil auf derselben Plattform bereits ähnliche Projekte erfolgreich abgelaufen sind. Ebenso bieten Plattformen den Geldgebern mehr Sicherheit. Etwa dadurch, dass die Einlagen erst bei Erreichen der angestrebten Summe an den Initiator ausbezahlt wird.

Für den Projekt-Ersteller bieten die Plattformen unterschiedliche Tools an, die es erleichtern, die Inhalte zur Vorstellung hochzuladen und aufzubereiten. Letztlich stellen die Plattformen für potenzielle Geldgeber einen Anlaufpunkt im Internet dar, auf denen Investoren gezielt nach für sie interessanten Projekten suchen können.

Ist es einfach, mit Crowdfunding Geld einzusammeln?

Die Antwort darauf ist: Jein. Es hängt sehr viel vom Projekt selbst ab und wie es präsentiert wird. Im Weiteren sind auch auf Plattformen eingestellte Ideen keine Selbstläufer, bei denen nur noch gewartet werden muss, bis die gewünschte Summe erreicht ist.

Der oder die Initiatoren müssen weiterhin am Ball bleiben und für eine entsprechende Verbreitung sorgen. So etwa durch die Einbindung in Social Media. Auch die einzelnen Geldgeber dürfen nicht vernachlässigt werden. Regelmäßige Updates zum Stand der Dinge sind hierbei nicht nur Pflicht, sondern lohnen sich auch.

Jeder, der in ein Projekt investierte, kann so als Multiplikator dienen und letztlich gilt auch beim Crowdfunding die Weisheit, das nichts erfolgreicher ist als der Erfolg. Das soll heißen, dass mit dem Anwachsen der gewünschten Summe gleichzeitig die Chancen steigen, die Zielsumme zu erreichen. Nutze den Vergleichsrechner, um das passende Crowdfunding-Projekt zu finden.

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