Geld gewinnen – Kann ich das auch und wenn ja, wie?

Einfacher geht es nicht. Geld gewinnen ist die vermeintlich simpelste Art, ein kleines oder großes Vermögen zu bekommen.

In Deutschland sind die Möglichkeiten, Geld zu gewinnen, relativ streng reguliert.

Trotzdem liegt der jährliche Bruttogewinn des deutschen Glückspielmarktes bei über 10 Milliarden Euro.

Das ist aber nur der legale Bereich

Die Grauzone ist riesig.

Spielen ist ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen.

Das Glückspiel ist hierbei nur eine Variante, die aber den besonderen Reiz besitzt, etwas zu gewinnen. 

Für viele Menschen ein guter Grund, diese Spielvariante auch im Erwachsenenalter beizubehalten.

Welche Möglichkeiten Geld zu gewinnen bestehen, und wie groß die Gewinnchancen sind, wird in diesem Artikel etwas näher beleuchtet.

Auch in Bereichen, die offiziell nicht als Glückspiel betrachtet werden oder deren Teilnehmer sich nicht als Glückspieler betrachten.

Es ist eine eigene Welt mit besonderen Regeln, Vorstellungen und vor allem eine Welt mit dem Traum vom großen Gewinn.

Geld gewinnen

Geld gewinnen

Bist Du ein Börsengewinner?

Das an den Handelsbörsen dieser Welt sehr oft von Gewinnern und Verlierern gesprochen wird, besitzt seinen Grund.

Viele der sogenannten Finanzinstrumente sind schlicht nichts anderes als Glückspiel.

Dabei besaßen Handelsbörsen in ihrem ursprünglichen Sinne eine völlig andere Funktion als die Gewinn- und Verlustverteilung von Firmenanteilen.

Handelsbörsen entstanden, um Händler und Produzenten zusammenzubringen. 

So konnten Angebot und Nachfrage reguliert werden. 

Allerdings kamen findige Geschäftsleute schnell darauf, dass sich aus dem Handel noch weit mehr herausholen ließ, wenn die richtigen Werkzeuge benutzt wurden.

So ließ sich beispielsweise der Preis für ein Produkt künstlich beeinflussen, indem entweder zu viel davon auf den Markt geworfen oder das Produkt absichtlich zurückgehalten wurde.

Ein Marktinstrument, das heute gerade Monopolisten gerne anwenden, um Gewinne zu erhöhen oder Konkurrenten aus dem Rennen zu werfen.

Ein spektakuläres Beispiel dafür lieferten die aus den USA stammenden Gebrüder Hunt

Die zwei Brüder versuchten zusammen mit Investoren aus dem Nahen Osten in der Zeit von 1973 bis 1980 den Silbermarkt zu kontrollieren, indem sie physisch wie in Form von Optionen an der Warenterminbörse riesige Mengen des Edelmetalls aufkauften.

Die Spekulation funktionierte sogar eine Zeitlang, bis die US-Börsenaufsicht die Gefahr erkannte und die Regeln änderte

Der Begriff Warenterminbörse bezieht sich eigentlich auf die bereits oben beschriebene Handelsbörse.

Die wurde jedoch mit der Verbreitung von Anteilsscheinen an Unternehmen zweitrangig und firmierte fortan als Warenterminbörse.

Die Aktienbörse wurde nun zur Spielwiese von Spekulanten und Glücksrittern.

Natürlich steht im Vordergrund, das Unternehmen mit der Ausgabe von Aktien Kapital erwerben, das sie für ihr Geschäft benötigen.

Um diese eigentlich sehr sinnvolle Idee hat sich jedoch ein riesiger Glücksspielmarkt entwickelt, der darauf wettet, dass Aktienkurse fallen oder steigen.

Es hat kaum noch etwas mit echten Bewertungen zu tun, sondern sehr oft mit Gerüchten, Skandalen, Falschmeldungen oder einfach dem Wunsch, das gemachte Versprechungen Wirklichkeit werden.

Auch hierzu finden sich geradezu fantastische Beispiele, im Besonderen aus der Zeit der Dotcomblase um die Jahrtausendwende herum.

In der Euphorie um die noch junge Internet-Technologie wurden Start-ups in diesem Bereich nur auf die Hoffnung hin, sie könnten sich erfolgreich etablieren, extrem überbewertet.

So waren auf einmal nur wenige Wochen alte und nur mit etwas Büro-Equipment ausgestattete Firmen mehr Wert, als Unternehmen anderer Sparten, die mitunter schon über 100 Jahre am Markt waren und Hunderte oder Tausende Mitarbeiter beschäftigten.

Weltwirtschaftskrise durch Wettgeschäfte

In der Dotcom-Blase wurde viel Geld regelrecht verwettet und sie löste zumindest in den Industrieländern eine Krise aus, die praktisch die gesamte Bevölkerung in Mitleidenschaft zog.

So senkten die Zentralbanken der USA, Europas und Japans ihren Leitzins, was sich auf Sparguthaben negativ auswirkte. 

Dieses Instrument nutzten die Zentralbanken auch nach der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008. Diesmal waren die Auslöser Finanzderivate verschiedener Banken.

Vor allem US-Banken wollten mit diesen Derivaten ihre Verluste aus faulen Hypothekenkrediten wieder wettmachen, indem diese mit „guten“ Krediten vermischt und als Pakete verkauft wurden.

Die Bänker wetteten einfach darauf, dass keiner der Käufer die faulen Eier bemerken würde oder erst, wenn es zu spät ist.

Die Wette wurde jedoch verloren. Leidtragende waren wiederum alle Menschen und diesmal sogar weltweit.

Es geht im Börsenhandel aber noch wesentlich einfacher

Es gibt Finanzinstrumente, die wirklich nur Wettgeschäfte sind.

So etwa Binäre Optionen. 

Dabei wird auf einen Kurs gewettet, ob dieser in einem bestimmten Zeitraum fällt, steigt oder so bleibt. Bis in das Jahr 2008 waren binäre Optionen nur im außerbörslichen Handel zu finden.

Die US-Börsenaufsicht erlaubte ab dann den Handel mit binären Optionen an der Wallstreet. Durchaus ein Zeichen dafür, wie eng Börse und Glückspiel zusammenhängen.

Immerhin hat das Steuer- und Glückspielparadies Malta die binären Optionen noch bis 2013 unter die Aufsicht der Glückspielbehörde gestellt.

Lottogewinn – träumst Du auch davon?

Eine fantastische Vorstellung.

Die richtigen Zahlen angekreuzt und aus 5 Euro werden auf einmal 10 oder 20 Millionen Euro. 

Was lässt sich mit so viel Geld anfangen?

Der Haken ist nur, die Wahrscheinlichkeit spricht einfach dagegen.

Um in der höchsten Gewinnklasse des Lotto 6 aus 49 die richtigen Zahlen zu Tippen, also 6 richtige plus Superzahl, müssen aus über 139 Millionen Kombinationsmöglichkeiten die passenden Treffer herausgepickt werden.

Bei nur 6 richtigen ohne Superzahl sind es immer noch mehr als 15 Millionen Kombinationen.

Ein völlig utopisches Unterfangen und trotzdem spielen allein in Deutschland wöchentlich rund 24 Millionen Menschen Lotto.

Der Vorteil des Lottos liegt darin, dass es nur einen geringfügigen Einsatz benötigt, aber eine hohe Gewinnsumme verspricht.

Wesentlich chancenreicher sind dagegen die Sportwetten, so etwa das Fußballtoto oder Pferderennen 

Gerade in den Sportwetten sehen nicht wenige Teilnehmer auch die Möglichkeit, ihren eigenen Sachverstand einzusetzen, um das richtige Endergebnis vorauszusehen und darauf eine Wette abzuschließen.

Die Einsätze sind zwar höher, aber die Chancen auch wesentlich besser als etwa im Lotto. Im Fußball stehen die Chancen eigentlich 1:1, genauso wie beim Boxen.

Die Gewinnhöhe wiederum wird durch Quoten festgelegt.

Diese errechnen sich aus der Anzahl der abgegebenen Wetten. 

Je mehr Personen auf eine Mannschaft oder einen Kämpfer wetten, desto niedriger ist deren Quote. Die Festlegung, mit welcher Quote begonnen wird, liegt bei den Buchmachern.

Sie nehmen die Wetten an und schätzen zuvor ab, wie hoch die Gewinnchancen der Sportler sind. Favoriten, die zuvor schon viel gewonnen haben, werden niedriger bewertet, weil viele Menschen darauf wetten, dass die wieder gewinnen, meist mit Recht.

Außenseiter jedoch mit einer hohen Quote, also einer niedrigen Chance, den Wettkampf zu gewinnen, fahren für den Wett-Teilnehmer auch den höchsten Betrag ein, wenn sie es denn schaffen, den Favoriten zu schlagen.

Profi-Zocker – ein Beruf für Dich?

Was macht einen Berufsspieler aus?

Menschen, die das Wetten um Spiel- und Wettkampfausgänge zu ihrem Beruf machen, finden sich logischerweise nur in den Sparten, die genügend Chancen lassen, um zu gewinnen.

Im herkömmlichen Lotto werden sich keine Profis finden, dafür nicht wenige Menschen, die einen erheblichen Teil ihrer normalen Einkünfte in Lottoscheine stecken, obwohl sich selbst bei tausend ausgefüllten Kästchen die Gewinnchancen nur im Promillebereich verbessern.

Im Segment der Pferde- und Hunderennen besteht eine recht hohe Anzahl an Profis, die sich damit ihren Lebensunterhalt verdienen.

In gewisser Weise ist das Wort „verdienen“ hierbei durchaus angebracht, denn die Spieler wählen nicht einfach auf gut Glück, sondern werten vorhergehende Rennergebnisse aus.

Sie beachten, wer Trainer und Reiter eines Tieres ist, ob es vor dem Rennen geregnet hat oder es schon lange trocken ist.

Dazu kommen noch weitere Punkte. 

All dies kombinieren sie zu einem Ergebnis, das ihnen verdeutlicht, mit welcher Wahrscheinlichkeit eines der Tiere das Rennen gewinnen oder zumindest einen der ersten drei Plätze einnehmen wird.

Ganz so schwierig ist es für den Berufsspieler am Roulettetisch im Casino oder Online nicht

Er oder Sie setzt in der Regel auf die einfachen, höchstens die zweifachen Chancen. 

Rot oder schwarz, Gerade oder Ungerade. Echte Profis jonglieren dabei übrigens nicht mit irgendwelchen Systemen oder dem berühmten Verdopplungsprinzip.

Sie setzen vielmehr darauf, eine Serie zu erwischen. Also etwa 5 Mal hintereinander Rot oder 6 Mal hintereinander ungerade Zahlen.

Das kommt durchaus häufig vor. Es kommt nur darauf an, den richtigen Zeitpunkt und die richtige Seite zu erwischen.

Was jedoch jeden Profi vom Amateur und Gelegenheitsspieler auszeichnet, egal ob im Casino, auf der Rennbahn oder am Monitor, ist Selbstdisziplin.

Einfach zu wissen, wann es Zeit ist aufzuhören.

Dies gilt sowohl bei Verlusten wie bei Gewinnen.

Ein bisschen lässt sich dies wieder mit den Börsen vergleichen.

Auch dort gibt es ein Instrument, um Gewinn und Verlust zu begrenzen, indem für steigende wie fallende Kurse eine Stop-Order gesetzt wird.

Ist dieser Schwellenwert erreicht, wird ausgestiegen.

Pokerprofi werden?

Über ein Spiel mit hohen Einsätzen und hohen Gewinnen lässt sich trefflich streiten, ob es nur vom Glück abhängt oder auch „Können“ dazugehört.

Die Rede ist vom Poker.

Das Spiel, das es in den letzten Jahren zu erstaunlicher Popularität brachte, sehen gerade die Profispieler eben nicht als ein Glückspiel an. ​

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung gibt ihnen, den Profis, jedoch nicht Recht. Es ist reiner Zufall, welcher Spieler einer Pokerrunde welche Karten und damit das beste Blatt erhält.

Daran ändern auch verschiedene Kombinationsmöglichkeiten nur wenig, denn diese sind wiederum davon abhängig, welche Karten nachfolgen.

Ebenso reiner Zufall.

Wenn es im Poker überhaupt so etwas wie eine Technik gibt, dann die des Bluffs

Die Täuschung der Mitspieler über das eigene Blatt ist jedoch eine Frage der persönlichen Schauspielkunst, nicht mehr.

Dass sich dies so verhält, zeigen auch die Gewinn-Verlust-Listen der Topspieler im Poker. Das Pokerspiel hat schon viele Millionäre hervorgebracht, die sich perfekt auf Bluff und Gegenbluff verstehen.

Wer einmal ein großes Turnier gewann, wird als Aushängeschild immer wieder zu großen Turnieren eingeladen und steigert damit seine Chancen.

Andere müssen hingegen teilweise horrende Startgebühren hinlegen.

Es ist ohne Zweifel ein sehr lohnendes Business für einige wenige, aber es ist und bleibt ein Glücksspiel.

Es gibt den Poker-Profi inzwischen längst auch im Online-Poker. Jüngst hat sich sogar künstliche Intelligenz beim Poker spielen gegen seine menschlichen Gegner durchsetzen können.

Da hier der Profi mit einem Bluff nur verhältnismäßig wenig ausrichten kann, macht sich der Berufsspieler auf den unzähligen Online-Tischen im Web auf die Suche nach Anfängern. Mitunter schließen sich hierzu mehrere Profis zusammen, um das Opfer auszunehmen.

Es bestehen sogar ganze Wohngemeinschaften von Pokerprofis, die zunächst jeder für sich am jeweiligen Bildschirm suchen, bis ein Neueinsteiger gefunden wurde.

Diese lassen sich hauptsächlich durch ihr Verhalten beim Setzen der Beträge in den einzelnen Runden erkennen sowie den Hintergrundinformationen.

Wenn nun zwei oder mehr Profis in einer Runde zusammenspielen, vielleicht sogar jeder das Blatt des anderen kennt, hat der Einsteiger keine Chance.

Online-Glückspiele – ein unglaublicher Wachstumsmarkt

Sind schon herkömmliche oder reale Plätze zum Wetten regelrechte Goldgruben, so ist es der Online-Markt in diesem Segment erst Recht.

Am Bildschirm zu Hause auf dem Sofa sind die Hemmschwellen dank der Anonymität noch viel geringer und verleitet auch Menschen zum Glückspiel, die sonst nie auf den Gedanken gekommen wären.

In Deutschland beträgt der Zuwachs an Online-Glückspielen etwa 8 % jährlich, wobei der Löwenanteil auf illegale Angebote fällt. Und bei legalen Online-Glückspielen hält der Fiskus die Hand auf.

Geld gewinnen - eher ungewöhnlich

Nun noch etwas zu einem Volk, das in Europa für seine Wettleidenschaft und ebenso für sehr skurrile Wetten bekannt ist: Die Engländer.

Hier ein paar verrückte Wetten für das Jahr 2017, auf die noch gesetzt werden kann:

  1. Donald Trump wird der nächste James Bond. Quote 1 Euro zu 1001 Euro im Gewinnfall.
  2. Außerirdische werden entdeckt. Quote 1 Euro zu 34 Euro
  3. Auch die Farbe des Hutes der englischen Königin beim nächsten öffentlichen Auftritt ist ein Wettgrund. Quote je nach Farbe unterschiedlich, gelb wird favorisiert.
  4. Der Nachweis, dass Elvis Presley noch lebt. Quote 501 zu 1. Für jeden eingesetzten Euro also 501 Euro zurück, wenn der King noch singt.

Noch eine tolle Sportwette, die bereits 1908 stattgefunden hat. Zwei englische Adlige wetteten, dass es ein Mensch nicht schaffen würde, die Erde zu Fuß zu umrunden.

Zusätzlich durfte derjenige den Kurs nur einmal ändern, musste ständig einen Metallhelm tragen, einen Kinderwagen schieben, eine Frau finden und heiraten und Postkarten von sich verkaufen, auf denen er eine Metallrüstung trägt.

Einer nahm die Wette an und brach in westlicher Richtung auf.

Nach 6 Jahren kam er in Italien an, nachdem er alle auf der Route liegenden Kontinente wie beschrieben durchwandert hatte.

Dann brach der Erste Weltkrieg aus. 

Wette verloren, aber eine unglaubliche Leistung und ein Trostpreis von 4000 Pfund.

Hätte er es geschafft, bis England zu kommen, wären es 21.000 Pfund gewesen.

Fazit zu Geld gewinnen

Die ersten archäologisch nachweisbaren Funde bezüglich Glückspiels waren Würfel, die aus Asien und Kleinasien stammten und schon vor 5000 Jahren zum Spiel genutzt wurden.

Das Glückspiel durchzieht die menschliche Entwicklung wie ein roter Faden und ist vielleicht sogar ein notwendiger Bestandteil unserer geistigen Ausstattung.

Natürlich wird nicht jeder zum Spieler, aber ohne Zweifel hat zumindest jeder Erwachsene schon einmal eine Wette mit sich selbst abgeschlossen, ob etwas so kommt, wie er oder sie es erdachte oder erhoffte.

Geld gewinnen durch Wetten wird einfach auch als Abkürzung gesehen, statt es durch Arbeit zu verdienen.

Dabei wird das Risiko, den Wetteinsatz zu verlieren, durchaus in Kauf genommen.

Es winkt auf der anderen Seite schließlich eine entsprechende Belohnung.

All dies kann normale Arbeit nicht bieten.   

Wie stark nun wieder die staatliche Kontrolle über das Glückspiel sein muss oder sein soll, steht auf einem anderen Blatt.

Hinsichtlich der Einnahmen wird wohl kein Finanzminister klagen. 

Ob sich Spielsucht durch staatliche Sanktionen eindämmen lässt, ist sehr fragwürdig.

Mit dem Internet als neuem interaktiven Medium erst recht.

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