Scalable Capital: 1 Milliarde € Assets under Management

Ist der Robo-Advisor Scalable Capital genau die richtige Wahl für Dich? Nach dem Lesen dieses Interviews mit  Erik Podzuweit, Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital weißt Du das ganz genau!

Wann wurde Scalable Capital gegründet und wie groß ist der Umfang der vewalteten Assets?

Erik Podzuweit: Wir haben Scalable Capital im Dezember 2014 in München gegründet. Nur drei Jahre später beschäftigen wir rund 70 Mitarbeiter in München und London, wir sind in drei Märkten aktiv und gehören mit täglichen Zuflüssen von zwei bis vier Millionen Euro zu den am schnellsten wachsenden Fintech-Unternehmen in Europa. 

Mit Assets under Management von über 500 Mio. Euro sind wir sogar der größte digitale Vermögensverwalter in Deutschland.

scalable capital

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Dabei haben wir natürlich den Anspruch, das Vermögen unserer Kunden nachhaltig zu vermehren. Insofern ist unser Name auch Programm. Skalierbar war aber einer der Ansprüche an unser Geschäftsmodell.

Deshalb haben wir von Anfang an eine technische Infrastruktur gebaut, die auf mehrere Sprachen und Währungen ausgerichtet ist und diverse steuerliche und aufsichtsrechtliche Systeme abbilden kann.

Mit unserer Bafin-Erlaubnis haben wir eine EU-weite Zulassung und können unsere Dienstleistung unter bestimmten Voraussetzungen europaweit anbieten.

Mit der jüngsten Finanzierungsrunde in Höhe von 30 Millionen Euro, durch die uns nunmehr über 41 Million Euro an Kapital zur Verfügung stehen, haben wir auch die notwendige finanzielle Feuerkraft, um unsere Dienstleistung weiter für unser Kunden auszubauen und zu verfeinern.

Das Unternehmen gehört mehrheitlich den Gründern – Erik Podzuweit, Florian Prucker, Adam French und Professor Stefan Mittnik – und Mitarbeitern von Scalable Capital. Zudem halten die Investoren BlackRock, Holtzbrinck Ventures und Tengelmann Ventures signifikante Minderheitsanteile an Scalable Capital.

Scalable Capital

Scalable Capital | Florian Prucker, Erik Podzuweit, Prof. Dr. Stefan Mittnik

Welche Produkte und Dienstleistungen werden von Scalable Capital für Privatkunden angeboten?

Erik Podzuweit: Wir bieten eine Dienstleistung an, die bis dato nur sehr vermögenden Menschen offen stand: eine professionelle und individuelle Vermögensverwaltung.

Wir verwalten das Geld unserer Kunden unabhängig und abgestimmt auf ihre individuelle Risikotoleranz.

Dafür nutzen wir kosteneffiziente ETFs an Stelle von meist überteuerten aktiv gemanagten Fonds.

Wir setzen auf Technologie statt auf das Bauchgefühl eines Fondsmanagers. Bei uns muss der Kunde außerdem keine Filiale besuchen, er kann sich komplett online und papierlos für den Service anmelden.

Gleichzeitig wurde unser Kundenservice bereits für seine Qualität ausgezeichnet - digital heißt also keinesfalls “nicht erreichbar”.

Wenn man Kunde bei uns ist, läuft das Ganze dann konkret so ab:

  • ​Als von der Bafin regulierter Vermögensverwalter nehmen wir unseren Kunden das Thema Geldanlage komplett ab. 
  • ​Wir stellen jedem Kunden ein auf seine individuelle Risikoneigung zugeschnittenes, global diversifiziertes ETF-Portfolio zusammen.
  • ​Im Anschluss behalten wir jedes einzelne Portfolio mit unserer eigens entwickelten Risikomanagement-Technologie rund um die Uhr im Blick und sorgen dafür, dass die Risikokategorie des Kunden stets eingehalten wird.
  • Signalisieren unsere Risiko-Projektionen eine drohende Verletzung der Risikovorgabe, passen wir die Portfoliogewichte automatisch an. Dieses Vorgehen ist leider in der Branche immer noch nicht üblich, obwohl technologisch seit Kurzem möglich: Meistens werden die Gewichte je Anlageklasse/ETF im Zeitablauf einfach starr gehalten, was zu erheblichen Schwankungen des tatsächlichen Risikos führen kann.
  • Durch den konsequenten Einsatz von Technologie und kostengünstiger passiv gemanagter Anlageprodukte haben wir zudem die Kosten auf ein Minimum reduziert. Damit ermöglichen wir unseren Kunden einen langfristigen Vermögensaufbau.

Welche Kosten kommen auf Kunden zu, die Ihre Produkte und Dienstleistungen nutzen?

​Erik Podzuweit: Auch in diesem Punkt sind wir absolut transparent. Wir erheben für alle Portfoliogrößen eine jährliche All-in-Gebühr von 0,75 Prozent auf das tagesdurchschnittlich verwaltete Vermögen.

Unsere AGBs schließen versteckten Kosten, Ausgabeaufschläge oder sonstige Provisionen komplett aus. Und auch für Sparpläne oder einzelne Ein- oder Auszahlungen erheben wir keine weiteren Kosten.

Hinzu kommen lediglich die Kosten für die ETFs; diese summieren sich im Jahr auf rund 0,25 Prozent. Diese Kosten werden direkt durch den ETF-Anbieter vom Fondsvermögen abgezogen und sind im Kurs des ETF berücksichtigt.

Wie gut sind die Kundengelder abgesichert?

​Erik Podzuweit: Unsere Kundengelder sind genauso sicher wie bei einer deutschen Bank. Zum einen werden die Kundengelder von unseren Partnerbanken, der Baader Bank oder der ING-DiBa, als Sondervermögen verwahrt.

Selbst im Falle einer Insolvenz von Scalable Capital oder einer seiner Partnerbanken sind die Gelder geschützt und fallen nicht in die Insolvenzmasse.

Für Gelder, die aktuell nicht in ETFs investiert sind (Restbeträge) gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunde. Auch die greift natürlich bei einer Insolvenz der Banken.

Das schlimmste, was unseren Kunden passieren kann, ist, dass sie sich einen neuen Vermögensverwalter suchen oder die Bank anweisen müssten, ihr Geld auszuzahlen.

Durch welche Alleinstellungsmerkmale unterscheidet sich Scalable Capital von anderen Anbietern am Markt?

Erik Podzuweit: Das Herzstück unserer Dienstleistung ist unsere Risikomanagement-Technologie, mit der wir Privatanlegern erstmals Zugang zu einem risikobasierten Ansatz geben, den institutionelle Investoren bereits seit vielen Jahren nutzen.

Damit tragen wir der Tatsache Rechnung, dass sich Kursentwicklungen nicht vorhersagen lassen. Das zeigen etliche empirische Studien.

Eine aktuelle Yale-University-Studie zeigt darüber hinaus, dass ein risikobasierter Ansatz bessere risikoadjustierte Renditen erzielt als eine simple, für Anleger aber oft mental nicht durchhaltbare, Buy & Hold-Strategie.

Deshalb versuchen wir uns erst gar nicht in der recht aussichtslosen Übung, Kursentwicklungen zu prophezeien. Wir managen Risiken.

Die lassen sich nämlich sehr viel besser vorhersagen. Wir haben eine Technologie entwickelt, mit der wir die Risiken in unseren Kundenportfolios konstant halten können.

Dafür füttern wir unser Anlagesystem laufend mit einer Flut an historischen und aktuellen Marktdaten, damit es die gegenwärtige Marktsituation – wie aktuelle Marktrisiken, Risikodynamiken, Abhängigkeiten und Momentum – einschätzen kann.

Daraus leitet das System Projektionen über künftige Marktzustände und optimale Allokationsentscheidungen ab und setzt diese um – für jedes Portfolio individuell. 

Das heißt, dass wir ein Portfolio automatisch anpassen, wenn eine Verletzung der individuellen Risikovorgabe eines Anlegers droht.

Je nachdem, in welche Richtung eine Verletzung der Risikovorgabe droht, schichten wir die Kundengelder in risikoreichere oder risikoärmere Anlageklassen um. 

Damit bleibt das Risiko im Portfolio unabhängig von Marktentwicklungen konstant und unsere Kunden wissen jederzeit, was bei ihnen auf dem Spiel steht.

Unsere Wachstumsdynamik zeigt, dass Menschen immer mehr Vertrauen in technologiegetriebene Ansätze haben.

Mit täglichen Zuflüsse von zwei bis vier Millionen Euro zählen wir zu den am schnellsten wachsenden Fintechs in Europa. Für unsere ersten 100 Millionen an verwaltetem Vermögen haben wir elf Monate gebraucht.

Nur weitere elf Monate später konnten wir das Volumen bereits auf eine halbe Milliarde Euro verfünffachen. Das zeigt, wie viel Dynamik der Markt hat und dass ein risikobasierter Ansatz den Nerv vieler Anleger trifft.

Was schätzen Ihre Kunden ganz besonders an Scalable Capital?

Erik Podzuweit: Das ist ganz unterschiedlich. Ein Softwareentwickler schätzt unseren technologiegetriebenen Ansatz. Der ist nämlich davon überzeugt, dass Technologie Geld besser verwalten kann als der Mensch.

Einen Banker hingegen überzeugen wir mit unseren geringen Gebühren und unserer Unabhängigkeit. Dem Banker ist nämlich klar, dass Gebühren die entscheidende Stellschraube für einen erfolgreichen Vermögensaufbau sind.

Und er weiß, dass Banken ihre Produkte provisionsgetrieben und nicht immer kundendienlich verkaufen.

Jüngere Anleger gewinnen wir mit unserem Online-Only-Ansatz. Die haben keine Lust mehr auf Besuche in einer Bankfiliale.

Einen Aspekt schätzen alle Kunden gleichermaßen, das hören wir auch sehr häufig auf unseren Infoabenden. Das sind unsere Transparenz und unser individuelles Service-Angebot. Zu dem Ergebnis kommen im Übrigen auch umfassende Tests von Capital und Extra-Magazin, die Scalable Capital als besten digitalen Vermögensverwalter auszeichneten.

Viele unserer Kunden schätzen unsere inhaltlich fundierten Informationen zum Finanzmarkt, die wir auch an Tagen wie der Wahl von Donald Trump oder dem Brexit-Votum verschicken.

Damit machen wir das Ereignis und die Entwicklungen im Portfolio verständlich. Wir nennen das gerne auch „digitales Händchenhalten“.

Andere Kunden kommen zu uns, weil sie keine nervigen Anrufe von Bankberatern mehr erhalten möchten.  Die lassen wir dann natürlich in Ruhe.

Genau das ist eben der Vorteil einer digitalen Lösung: Wir können unseren Kunden ein ganz individuelles Service-Angebot machen. Ein Bankberater wäre dazu niemals in der Lage.

Welche Gründe sprechen dafür, noch heute Kunde bei Scalable Capital zu werden

Erik Podzuweit: Privatanleger sollten ihr Geld keinen Tag länger auf einem Tagesgeld- oder Sparkonto liegen lassen. Denn durch die schleichende Geldentwertung der Inflation vernichten sie ihr eigenes Vermögen und bringen sich um finanziellen Spielraum im Alter.

Viele Menschen wissen das auch, sie trauten sich aber bisher nicht an den Kapitalmarkt, vor allem aus Angst vor hohen Verlusten. Andere wiederum wussten, dass sie keine Zeit finden würden, sich ausreichend um ihr Portfolio zu kümmern. Genau für diese Probleme bieten wir unseren Kunden eine Lösung.

Erstens arbeiten wir nicht mit schwammigen Risiko-Begriffen wie „chancenorientiert“ oder „konservativ“. Wir brechen Risiko auf eine konkrete Zahl herunter und halten das Risiko im Portfolio dann auch konstant. Unsere Anleger wissen also zu jedem Zeitpunkt, was für sie auf dem Spiel steht – so bewahren wir sie vor emotionalen Fehlentscheidungen wie Panikverkäufen.

Zweitens bieten wir einen umfassenden All-Inclusive-Service an, der den Kunden alle Entscheidungen und Umschichtungen abnimmt - und das gleichzeitig  zu wirklich geringen Kosten.

Auf diese Weise wird der Vermögensaufbau nicht durch unnötig hohe Gebühren belastet oder sogar nivelliert. Und drittens bieten wir absolute Transparenz.

Die Kontoeröffnung, die Performance, die aktuelle Portfoliozusammensetzung oder eine Auflistung aller Gebühren – bei Scalable Capital ist alles online und per App durchführ- bzw. einsehbar.

Wer kann bei Ihnen Kunde werden?

Erik Podzuweit: Bei uns können alle Menschen Kunden werden, die mindestens 10.000 Euro am Kapitalmarkt anlegen wollen und keine Zeit haben, sich selbst um ihre Kapitalanlage zu kümmern.

Deshalb ist unser Kundenspektrum auch ziemlich bunt und spiegelt alle Alters- und Vermögensklassen wider.

Selbst für Kinder haben wir sogenannte Kinderkonten im Angebot, denn Eltern wollen gerne gleich bei der Geburt vorsorgen und wenn sie clever sind, nutzen sie natürlich auch die Steuerfreibeträge aus, die heutzutage bereits einem Kind zustehen.

Die Kontoeröffnung ist ganz einfach, sie erfolgt in nur 15 Minuten, komplett online oder über unsere App (https://de.scalable.capital/registrierung).

  1. Zunächst müssen interessierte Anleger zehn Fragen zu ihrer persönlichen und finanzielle Situation beantworten. Auf dieser Grundlage empfehlen wir ihnen eine unserer 23 Risikokategorien. 
  2. In einem zweiten Schritt legen interessierte Anleger die finale Risikokategorie sowie ihre Anlagesumme und ggf. einen Sparplan fest. Letzteren haben übrigens rund die Hälfte unserer Kunden abgeschlossen.
  3. Abschließend erfolgt dann die Kontoeröffnung bei unserer Depotbank, der Baader Bank AG. Das umfasst die persönliche Legitimation per Post- oder VideoIdent-Verfahren, die Erlaubnis für eine Lastschrift zu Ihrem Hauskonto etc.

Für Kunden der ING-DiBa entfällt die separate Kontoeröffnung inklusive persönlicher Legitimation, für sie geht es also noch schneller.

Können Sie meinen Lesern ein ganz besonders Angebot machen?

Erik Podzuweit: Wir laden interessierte Anleger herzlich zu unseren deutschlandweiten Infoabenden ein. Zudem geben wir regelmäßige Webinare rund um das Thema Geldanlage, bei denen wir unseren Anlageprozess und das Investment-Universum noch einmal detailliert vorstellen und sämtliche Fragen ausführlich beantworten (https://de.scalable.capital/events).

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​Herr Podzuweit, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meine Fragen ausführlich zu beantworten. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Unternehmen weiterhin viel Erfolg.


​Scaleable Capital Erfahrungen & News

​Im Frühjahr 2018 hat Scalable Capital erstmals die Hürde von 1 Millarde Euro verwalteter Kundengelder übersprungen. Durch ​die Kooperation mit der ING DiBa wurde dieses Wachstum ermöglicht. Bei bankingcheck.de wird Scaleable Capital derzeit mit 4,1/5 Punkten und einer durchschnittlichen Weiterempfehlungsrate von 76% bewertet. Bei Trustpilot.de ​wird Scalable bei derzeit über 250 Bewertungen mit "gut" beurteilt. Der TrustScore von Trustpilot.de liegt bei 8,8/10. Als derzeit größter Robo Advisor im Deutschland, hat Scalable Capital derzeit alle Fäden in der Hand, den Markt zu dominieren.


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