Forex Trading – Währungen kaufen und verkaufen

Der größte Handelsplatz der Erde?

Das ist keineswegs eine Börse wie die New York Stock Exchange an der Wallstreet in New York oder die NASDAQ.

Es ist auch keine gigantische Hafenanlage wie die von Shanghai, in der täglich abertausende Container umgeschlagen werden.

Der größte Handelsplatz der Erde befindet sich überall dort, wo ein Computer mit Internetzugang steht.

Es wird nur eine Ware gehandelt: Geld, oder besser Devisen

Geld war lange Zeit ein ungeeignetes Handelsgut, weil der Wert oder der Wechselkurs festgeschrieben war und die Staaten den Devisenhandel unterbunden hatten.

Das besaß für die Warenhändler den Vorteil, dass sie ihre Preise im internationalen Handel genau kalkulieren konnten.

Dabei waren die wichtigsten Währungen der großen Handelsnationen an die Goldreserven des jeweiligen Landes gebunden.

Diese waren eine Art Sicherheit bezüglich des Geldwertes.

Erst mit der Aufhebung der Goldpreisbindung zu Anfang der 1970er-Jahre, zuerst in den USA, wurden die verschiedenen Währungen volatil und damit handelbar.

Zu Anfang blieb der Devisenhandel eine Sache unter Staaten, Banken, Investmentgesellschaften oder Versicherungen.

Es gab spezielle Devisenbörsen. 

Mit der Einführung des Internets verlagerte sich der Handel mit Devisen in das World Wide Web und jeder konnte und kann über entsprechende Broker daran teilnehmen.

Forex ist das Zauberwort, es ist die Kurzbezeichnung für Foreign Exchange Market.

Wie der Handel mit Devisen funktioniert und worauf Du achten solltest beim Einstieg in den Devisenhandel, erfährst Du hier in diesem Artikel.

Forex Trading lernen

Forex Trading lernen

Was ist Forex?

Jede Währung besitzt einen Wert. Dieser Wert ist von sehr vielen Faktoren abhängig. 

Die Wirtschaftskraft und der Außenhandel sind dabei bestimmend. 

Allerdings bezieht sich der Wert einer Währung immer nur auf eine andere Währung.

Denn mehr als zwei Währungen lassen sich nicht miteinander vergleichen.

Dabei bestehen jedoch im globalen Devisenhandel Leitwährungen, an denen sich andere Währungen orientieren oder sogar daran gekoppelt sind.

Die aktuell führende Leitwährung ist der US-Dollar, gefolgt vom Euro

Die beiden Staatengemeinschaften hinter den Währungen, die USA sowie die Europäische Gemeinschaft, erzeugen einen großen Teil des Welthandels und verschieben dementsprechend ihre Währungen in alle Länder der Erde.

Durch ihre Wertbeständigkeit sind es zudem Währungen, die von anderen Ländern gerne als Devisenreserven genutzt werden.

Aufgrund ihrer ähnlich starken Wirtschaftskraft sind die beiden Währungen zueinander relativ ausgeglichen.

Trotzdem treten Schwankungen auf, die dafür sorgen, dass sich der Wechselkurs im Sekundentakt ändert. 

Das sind Kursänderungen, die sich in der 4. oder 5. Kommastelle bemerkbar machen.

Es kann durchaus lange dauern, bis sich der Wechselkurs in Rahmen von nur einem Cent verändert. 

Das ist natürlich relativ zu sehen.

Für den Normalverbraucher ist etwa 1 Cent Veränderung an einem Tag nicht relevant.

In diesem Zeitraum jedoch haben sich die beiden Währungen zueinander unzählige Male im in der dritten, vierten und fünften Stelle hinter dem Koma verändert.

Dies kannst Du als Forex-Trader nutzen, indem Du auf der Plattform Deines Online-Brokers die eine oder die andere Währung kaufst oder verkaufst. 

Um den Handel für den Endkunden attraktiver zu machen, wird durch den Broker die Möglichkeit geboten, per Hebel zu handeln. ​

Das muss auch so sein, denn aus Schwankungen in der dritten Kommastelle lassen sich keine bemerkenswerten Gewinne erzielen, wenn diese 1 : 1 realisiert werden.

Beträgt der Hebel jedoch etwa 1 : 100, zeigen sich durchaus sichtbare Ergebnisse.

Jede Veränderung in der dritten Kommastelle entspricht dann einem Euro Gewinn oder Verlust (also mit 1 Euro auf dem Konto, lassen sich dann 100 Euro handeln, mit 100 Euro auf dem Konto, lassen sich 10.000 Euro handeln... usw.).

Natürlich kannst Du im Minutenhandel tätig sein und die kurzfristigen Ausschläge einer Währung nutzen. 

Du kannst aber auch darauf setzen, dass eine Devise über einen längeren Zeitraum fällt oder steigt.

Forex Trading lernen

Im Grunde ist es relativ einfach. Der Broker, bei dem Du Dein Konto hast, stellt Dir auf der Webseite eine Oberfläche zur Verfügung (die sogenannte Trading Plattform wie z.B. den MetaTrader), auf der Du in verschiedenen Währungspaaren handeln kannst. 

Etwa „EURUSD“, dieses Kürzel stellt das Währungspaar Euro / US-Dollar dar. 

Hierbei ist die erstgenannte Währung die Basiswährung, die zweitgenannte die Kurswährung.

Dazu werden in der Regel auch Chartverläufe mit unterschiedlichen Zeitabständen angezeigt. In diesen Charts kannst Du nachvollziehen, wie sich der Kurs Euro zu US-Dollar in der jüngeren Vergangenheit verhalten hat.

Entweder im Zeitraum einer Minute oder auch einer Stunde beziehungsweise einem Tag oder einer Woche. Daraus lässt sich ein Trend ablesen, wohin die Reise der jeweiligen Währung gehen kann.

Um nun im Handel mitzumischen, kannst Du im Beispiel Euro / US-Dollar Positionen kaufen oder verkaufen.

An den Forex-Märkten ​Kaufen und Verkaufen

Wenn Du auf Kaufen klickst, erwirbst du eine Position in Euro mit der Hoffnung, dass der Kurs des Euros im Verhältnis zum US-Dollar steigt.

Klickst Du jedoch auf Verkaufen, gehst Du davon aus, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar im Wert sinken wird.

Die Konten sind so aufgebaut, das sich Käufe und Verkäufe mit einem oder zwei Klicks realisieren lassen.

Angenommen, Du hast eine Order ausgelöst, in der Du Euro kaufst, also auf einen steigenden Euro setzt.

Dann muss nun erst einmal abgewartet werden. 

Zunächst wird Dir der Kaufbetrag von Deinem Kapital abgezogen. Du hast also einen unrealisierten Gewinn bzw. Verlust.

​Wandert nun der Kurs nach oben ​und überschreitet der aktuelle Kurs den Kurswert, an dem Du den Eurobetrag geordert hast, wechselt er in die Gewinnzone. 

Das kann unterschiedlich lange dauern, je nachdem wie volatil das Währungspaar gerade ist.

Ein nicht unerheblicher Faktor ​beim Forex Trading ist die jeweilige Tageszeit

​Oft handelt es sich um Währungspaare, die auf zwei verschiedenen Kontinenten mit sehr unterschiedlichen Zeitzonen liegen.

Die Ostküste der USA besitzt zu Deutschland eine Zeitdifferenz von 5 Stunden, im Sommer von 6 Stunden.

Wenn also an der Wallstreet morgens um 9 Uhr der erste Kaffee getrunken wird, ist es in Mitteleuropa 15 Uhr und damit Zeit für den Mittagskaffee. 

Die Handelsaktivitäten sind folglich sehr unterschiedlich, was sich auf den Devisenkurs auswirkt.

Rund um den Forex-Handel gibt es noch eine ganze Reihe an Hilfsmitteln und Werkzeugen, die Dich unterstützen können.

So kann für jeden Kauf und Verkauf eine Ober- und Untergrenze gesetzt werden. Der sogenannte Stopp Loss. Erreicht der Kurs eine dieser Grenzen, wird automatisch eine Auflösung der Position ausgelöst. Auf diese Weise lassen sich Verluste begrenzen oder Gewinne machen, bevor der Kurs wieder fällt.

Es bestehen noch weit komplexere Werkzeuge, etwa der Expert-Advisor, ein Software-Programm, das selbstständig Trends analysiert und auch Kaufen und Verkaufen kann.

Doch dazu später mehr.

Zunächst einmal benötigst Du ein Training, denn das Forex-Trading ohne Vorkenntnisse beginnen zu wollen, ist genauso vom Erfolg gekrönt wie der Sprung eines Nichtschwimmers in das Tiefwasserbecken des Schwimmbades.

Demokontos für das Forex Trading

Bei der Recherche zu diesem Artikel fiel auf, dass viele Anbieter des Forex-Tradings durchaus ein kostenloses Demo-Konto anbieten.

Die meisten jedoch nur in Zusammenhang mit der Eröffnung eines Echtgeld-Kontos.

Letztlich ließ sich ​ein Anbieter eruieren, die ein Demokonto zur Verfügung stellt, ohne dafür zuerst ein Echtgeld-Konto eröffnen zu müssen.

Es genügt die Angabe eines Namens sowie der Email-Adresse zur Verifizierung.

Auf der Startseite von ​FXFlat findet sich der Link zur Eröffnung eines Demokontos ​hinter dem leuchtend grünen Button, während das Echtgeldkonto über den magentafarbenen Button eröffnet wird. ​

FXFlat Demokonto eröffnen

FXFlat Demokonto eröffnen

Bei der Suche nach einem Demokonto wurde ein Betrachtungspunkt mit einbezogen, der für Dich ebenso von Bedeutung ist.

Welche Erfahrungen haben andere Nutzer mit den jeweiligen Forex-Anbietern gemacht.

Im Internet finden sich zu jedem Anbieter in verschiedenen Foren entsprechende Einträge, wie gut oder wie schlecht eine Plattform für das Forex-Trading ist. Ein „muss“ für jeden Einsteiger. 

Im Fall ​von FXFlat hat bei den Erfahrungen mit dem Demokonto beispielsweise ​​gut abgeschnitten.

Nach der Eröffnung eines Trainingskontos lassen sich nach Belieben Trockenübungen vollziehen.

Die Plattform stellt hierfür Spielgeld zur Verfügung, mit dem in die verschiedenen Währungspaare investiert werden kann.

Eine sehr gute Möglichkeit, um die einzelnen Werkzeuge kennen zu lernen, aber vor allem um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich die Währungspaare verhalten.

Genauso wie dafür, wo die Grenzen sind, welche Ordergrößen mit dem später angedachten Kapital möglich sind und natürlich auch, ob Dir das Forex Trading liegt.

Was ist ein Expert Advisor?

Im Vorfeld wurde das Werkzeug Expert Advisor genannt.

Diese sind zum Beispiel für MetaTrader 4 und MetaTrader 5 verfügbar.

Und die MetaTrader Software ist z.B. die unter Forex-Brokern meist verwendete Trading Plattform überhaupt.

Dabei handelt es sich um eine Software, die, vereinfacht ausgedrückt, an Dein Forex Konto gekoppelt wird und dann nach einer festgelegten Strategie Positionen öffnet oder schließt.

Aber nicht nur das.

Der EA kann so eingestellt werden, dass er Spitzen in den Kursverläufen nutzt, um Gewinne zu erzielen. Also automatische Käufe und Verkäufe nach festgelegten Kriterien vornimmt.

Wenn Du zum ersten Mal selbst Positionen eröffnest, wirst Du feststellen, dass es manchmal recht lange dauern kann, bis sich eine Währung in die gewünschte Richtung bewegt.

Auf der anderen Seite können plötzliche Kursbewegungen entstehen, die Dir entgehen, weil die Betrachtung des Chartverlaufes über einen längeren Zeitraum schlicht langweilig ist.

Nur mal kurz für 10 Minuten auf Facebook gesurft und nachher feststellen müssen, das Du mit deiner Position in der Gewinnzone warst, Du es aber nicht mitbekommen hast.

Durch die Einschaltung eines EA können solche Fehler vermieden werden.

Zudem erlaubt der EA für Dich den 24-Stunden-Handel und Du kannst ihn so einstellen, dass bei voreingestellten Schwellwerten die Position aufgelöst wird.

Das minimiert Dein Risiko erheblich.

Aber auch hierbei gilt es, den richtigen EA zu finden.

Glücklicherweise lassen sich Expert Advisors ebenso an Demokonten testen wie an Echtgeldkonten.

Wird viel Geld wird für den Einstieg in das Forex Trading benötigt?

​Über Geld lässt sich ja bekanntlich streiten.

Die Meinungen dazu, wie viel Geld für den Einstieg in das Forex Trading notwendig ist, gehen weit auseinander.

Theoretisch ist der Einstieg mit 20 Euro möglich.

Verschiedene Anbieter von Forex-Konten erlauben den Handel im Cent-Bereich. Allerdings lassen sich mit 20 Euro Einstieg auch bestenfalls Centbeträge als Tagesgewinn erzielen.

Mit 100 Euro sieht es schon besser aus.

Erfahrene Trader gehen von 1000 Euro aus, um anständige Tagesgewinne zu erzielen. 

Zudem arbeiten einige Expert Advisors erst mit Kontoständen von 1000 Euro und darüber. Immerhin bieten sich schon Kleinstbeträge an, um in einen Markt einzusteigen, der noch vor Jahrzehnten einem exklusiven Kreis vorbehalten war.

Vielleicht kann das Forex Trading anfangs auch nur als Freizeitbeschäftigung betrachtet werden.

In Asien übrigens ein durchaus gebräuchlicher „Sport“.

Fazit zu Forex Trading

Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein.

Dieser Reim eines unbekannten Verfassers kann sehr gut auf das Forex Trading bezogen werden. 

Obgleich sich der richtige Einstieg in den Handel mit Devisen durchaus als Arbeitsintensiv erweisen kann.

Mehrere Wochen Training mit dem Demokonto sollten es schon sein, bevor es daran geht, echtes eigenes Geld einzusetzen.

Diese Zeit kann gut genutzt werden, um sich nach dem passenden Konto umzusehen und verschiedene Tools zu testen.

Forex Trading bietet sich zudem sehr gut für den automatisierten Handel mittels Expert Advisor an.

Denn abgesehen von Kursausschlägen, die auf ungewöhnlichen Ereignissen basieren, zeichnet sich der Handel mit Geld durch wiederkehrende Trends aus.

Diese lassen sich berechnen und besitzen eine durchaus hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie wiederholt eintreten.

Als Trader muss dabei eben auf Anzeichen ungewöhnlicher Aktivitäten geachtet werden. 

Das Geschehen in Politik und Wirtschaft aufmerksam zu verfolgen, gehört deshalb auch zum Forex Trading.

Wenn alle wichtigen Punkte bei der Auswahl des Kontos und der Kontoeröffnung beachtet werden und ein ausreichendes Training absolviert wird, kann Forex Trading durchaus zum lukrativen Nebenverdienst ​werden. 

Ob es dazu reicht, Millionär zu werden und ein Garant für die finanzielle Unabhängigkeit wird, bleibt jedoch stark zu bezweifeln.

​Erfahre als nächstes, welche Erfahrungen ich mit meinem ersten Aktiendepot gemacht habe.

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