TRADEofficer – Wertpapierhandel mit System

Das Münchner FinTech-Start-Up TRADEofficer hat sich als Ziel gesetzt, Privatanlegern dabei zu helfen, bessere Wertpapierkaufentscheidungen treffen zu können. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Namen TRADEofficer? Womit hebt sich TRADEofficer von anderen Anbietern ab und welche Kosten kommen auf Anleger bei der Inanspruchnahme der Services zu?

Auf der Invest 2018 traf ich die Geschäftsführerin und Gründerin Stephanie Wißmann. In diesem Interview beantwortet Sie uns alle Fragen und berichtet ​auch darüber, wie es zur Gründung von TRADEofficer kam und für welchen Anlegertyp TRADEofficer gedacht ist.​

TRADEofficer - Mit System durch die Aktienmärkte navigieren

TRADEofficer - Mit System durch die Aktienmärkte navigieren

Frau Wißmann,  wie kamen Sie auf die Idee, TRADEofficer ins Leben zu rufen?

Wie oft bei guten Ideen. Aus der Unzufriedenheit heraus, dass es so etwas nicht gab und weil ich mir selbst so einen Service gewünscht hätte.

Ich habe nach einer sehr guten Bonuszahlung vor ein paar Jahren mit Aktienhandel begonnen und mich unter anderem mit technischer Analyse beschäftigt. Ich fand die Finanzmärkte unglaublich spannend, war seit Jahren für ein Finanztechnologieunternehmen tätig, aber habe gemerkt, dass die meisten Angebote nicht mit einer Berufstätigkeit vereinbar waren.

Da kamen Handelssignale, die, wenn ich den Einstiegskurs erreichen und den Wert handeln wollte, sofort umzusetzen waren. Wie ich das machen sollte, während ich in einem wichtigen Meeting saß, ist mir bis heute schleierhaft. Und dass das schnelle Absetzen eines Trades von der Toilette aus, nicht das ist ,was ich unter reflektiertem Tun verstehe, war mir auch schnell klar.

Beim Handeln auf eigene Faust nach Feierabend habe ich gemerkt, dass sich die Märkte nicht nach mir richten und nur weil ich jetzt gerade vor dem PC sitze, sich nicht zwangsläufig auch eine gute Kursgelegenheit ergibt. Und dass nur weil ich möglichst viele Linien in ein Chart ziehe, es die Analyse nicht besser macht. Dass ich oft zu spät verkauft habe, weil Wunsch, Glaube und Hoffnung mitgespielt haben, sicher aber nicht klare, emotionsfreie Überlegungen.

Aus meinem Berufsalltag wusste ich, welche Analysetools, Datenversorgung und Herangehensweisen die Großen im Markt nutzen und mir war klar, dass ich mit meinem eigenen Tun meilenweit davon entfernt war.

Irgendwann habe ich mir alles aufgeschrieben, was mich stört an herkömmlichen Börsenbriefen, Signaldiensten, Robo-Advisern und Copytrading und überlegt, was mir als Anleger denn wirklich helfen würde und überlegt, ob man nicht die Arbeitsweise der großen Fonds, Finanzportfolioverwalter und Family Offices auch auf Privatanleger übertragen kann. Eben einen Service für Menschen, die  stets über ihr Anlagevermögen verfügen und es nach eigenen Vorstellungen verwalten möchten.
 
Das war die Blaupause für TRADEofficer.

Was genau können Anleger erwarten, die TRADEofficer nutzen?

Mit TRADEofficer erhalten Anleger Zugriff auf ein Handelssystem, das auf zehn Handelsstrategien besteht. Es basiert auf einem quantitativen Ansatz, der auf erprobten mathematischen, statistischen Verfahren beruht, die mit objektiver technischer (Indikatoren)-Analyse ergänzt und um fundamentalen Aspekte erweitert wurde.

Die zehn Strategien, die größtenteils (semi)-automatisiert, computerisiert und teils diskretionär sind, ergänzen sich gegenseitig. Trend-, Gegentrend- als auch Seitwärtstrendstrategien und sind kombiniert mit Dividenden- und Fundamentalstrategien sowie Absicherungsmechanismen.

Über dem Ganzen liegt dann noch ein eigen entwickelter Algorithmus, der sich an die jeweilige globale Aktien-Marktverfassung anpasst und so die einzelnen Strategien innerhalb des Handelssystems monatlich gewichtet und damit eigenständig adaptiv auf Bullen-, Bären, als auch Seitwärtsmärkte reagieren kann.

Dadurch korreliert das gesamte System deutlich geringer mit den Indizes wie z.B. S&P500 und DAX.

Das Anlageuniversum umfasst Aktien (hauptsächlich Europa und USA), ETFs, Future und Optionen am Terminmarkt.
Handelsspektrum, d.h. der durchschnittlich gehaltene Anlagezeitraum ist von kurzfristig (14-90 Tage) über mittelfristig (3 bis 12 Monate) hin zu langfristig (über ein Jahr).

Anleger können Ihr Anlegerpräferenz auswählen, sehen in der Timeline aber alle Handelssignale. Das ist eine bewusste Entscheidung um zum diversifizierten Handeln anzuregen und eben nicht im eigenen Muster zu verharren.

Die Handelssignale daraus erhalten Anleger dann in Form einer App mit Push-Nachrichten für das gute Gefühl nichts zu verpassen. Zudem einen Web-Zugang um sich alles ausführlich anzusehen und am Ende der Woche als Robo-PDF nochmals zusammengefasst.

Timeline | TRADEofficer

Timeline | TRADEofficer

Wer möchte kann sich auch die täglichen Opening-Bell-Videos ansehen, in denen die Marktlage und ausgewählte Signale nochmals erklärt werden. Also ein Rundum-Paket für systematisches, strategisches und emotionsfreies Handeln.

Können Sie uns an einem Beispiel erklären, wie der Signaldienst von der Handelssignalgenerierung bis hin zum Schließen der Position funktioniert?

Ja, ich nehme da immer das Beispiel der US Aktie „Waste Management Inc.“ aus den USA. Anhand dessen erklären wir die Vorgehensweise auch in unseren Unterlagen. Erstens weil es ein gutes Beispiel für eine Aktie ist, die die meisten Anleger wahrscheinlich nicht auf dem Schirm gehabt hätten.

Große Namen fallen immer, was übrigens auch einer der beliebten Anlegerfehler darstellt. „Daimler kenne ich“ und schon regiert Emotion und Glaube die Investmententscheidung statt klarer Analyse.

Zweitens weil er zeigt, wie ausreichend Zeit zur Selbstanalyse, Bewertung und somit reflektiertem Handeln bleibt und wie effizient das Ganze abläuft.

Und drittens, weil „Waste Management Inc.“ ein gutes Beispiel dafür ist, wie ein Anleger durch die weiteren Anlegerhürden geleitet wird. 

Am 18. Oktober hat eine der zehn semi-automatisierten Strategien aus unserem Handelssystem frühzeitig in einer größeren Korrektur das Einstiegssignal ermittelt: Eine Ankündigung wurde versendet mit dem Hinweis, dass es in den nächsten Tagen zu einem Einstieg kommen könnte einschließlich aller Details wie Einstiegskurs, Stopp, maximales Kursziel, ISIN. 7 Tage später, am 25. Oktober dann die Nachricht, dass diese Marke nun erreicht ist. 7 Tage Zeit um sich selbst ein Bild zu machen, die Order beim Broker seiner Wahl einzugeben.

Am 22.November erfolgte dann das Update, dass der Stopp versetzt werden kann. Am 12. Dezember wurde dann abermals mitgeteilt, dass der Stopp versetzt werden kann und am 13. Dezember, dass Teilgewinne realisiert werden können.

Dieser Punkt ist uns wichtig: Nicht nur ein Einstiegssignal zu versenden, sondern über den gesamten Verlauf zu begleiten. Denn gerade an der Entscheidung Gewinne mitzunehmen oder zu verkaufen scheitern die meisten Anleger.

Am 10.Januar schlussendlich die Abschlussmeldung, dass der nachgezogene Gewinnstopp erreicht wurde und auch die verbliebene Teilposition mit Gewinn ebenfalls erfolgreich aus dem Markt genommen werden kann.

Waste Management Chart

Waste Management Chart

Für die Kunden hieß das: Zwei Teilgewinnmitnahmen zu 12,8 % und 10,8 %, bei einem minimalen Zeitaufwand. Vom 18. Oktober der ersten Ankündigung bis zum 10. Januar des Abschlusses eines erfolgreichen Trades. Und zu jeder Minute das beruhigende Gefühl, dass das Investment genau beobachtet wird, alles in guten Händen ist.

Gibt es bereits Erfahrungswerte hinsichtlich bisheriger Renditen, die nach Abzug von Gebühren erwirtschaftet und unter echten Marktbedingungen erreicht werden konnten?

Ja, uns war und ist Transparenz immer sehr wichtig. Auch hier wieder der Wunsch es ganz anders zu machen. Wie in der Branche mit Performancezahlen umgegangen wird, hat mich immer gestört. Aber auch die unrealistischen Vorstellungen mancher Anleger, die auf den einen Super-Trade hoffen und unverhältnismäßige Renditevorstellungen haben.

Kapitalerhalt war und ist uns wichtig. Wir streben eine Zielrendite von 10 % pro Jahr an, nach Transaktionskosten und Slippage. Wir haben seit Programmierung des Handelssystems ein Musterdepot mit 100.000 EUR laufen und liegen damit aktuell bei Netto 15 ,85% (also nach Abzug aller Transaktionskosten und unter Beachtung von Slippage).

qTRADEofficer - Transparent und nachvollziehbar

TRADEofficer - Transparent und nachvollziehbar

Diese Rendite wurde beim geringstmöglichen Risikoansatz und bei Beachtung aller Signale generiert. Im Musterdepot, das eine Realtime-Datenversorgung hat, werden wir so ausgeführt wie der Markt tatsächlich den Einstieg ausführt. Das kann auch eine schlechtere Kursausführung sein.

Wir teilen immer mit, wie hoch die Abweichung war, rechnen immer mit der tatsächlichen Ausführung und kommunizieren diese auch an unsere Kunden. Ich erinnere mich noch gut an die verwunderte Mail eines Kunden, dass er einen besseren Ausstieg geschafft hat und es nicht glauben konnte, dass wir so ehrlich waren und unseren tatsächlichen und damit schlechteren Kurs zur Berechnung des Gewinns in dieser Aktie benutzten.

Wie oft werden Signale generiert und wie lange haben Anleger Zeit, den Kauf bzw. Verkauf der jeweiligen Aktien durchzuführen?

Hier ist zwischen Ankündigung, Signal und Updates zu unterscheiden. Und dass es nicht die Anzahl der Signale, sondern die Qualität zählt (viel Hin und Her, macht die Taschen leer). Die Tradehäufigkeit liegt bei rund 2 abgeschlossenen Trades im Durchschnitt pro Woche; zurzeit aktuell seit rund 2 Jahren bei 222 abgeschlossenen Trades.

Die Ankündigung sind immer mit mindestens zwei Tagen Vorlauf versehen und sind so detailliert, dass eine genaue Einstiegsmarke, Stopps und Kursziele angegeben werden und zugleich immer eine Abbruchbedingung mitgeteilt wird, bei welcher das mögliche Einstiegssetup nicht mehr gültig wäre. Somit haben Anleger ausreichend Zeit das Handelssignal selbst zu reflektieren. Es kann dadurch auch sein, dass eine Ankündigung nicht ausgelöst wird, weil die entsprechenden Marken nicht erreicht werden.

Zu jedem Signal gibt es dann regelmäßige Updates, wenn Handlungsbedarf besteht. Das heißt, wenn ein Stopp nachgezogen werden kann, um Gewinne zu sichern und mitzunehmen. Eben all das, was ein Anleger braucht um nicht emotional zu agieren. Der Anleger wird solange begleitet, bis das abschließende Signal zum Ausstieg erfolgt.

Ankündigungen, Stoppversetzungen sowie Mitteilungen zu besonderen möglichen marktbewegenden Ereignissen wie Brexit-Referendum, Trump-Wahl oder der Kurssturz an bekannten Indizes Anfang dieses Jahres ergeben dann nochmals ca. 10 Mitteilungen.

Also alles in allem im Schnitt 12 Aktionen pro Woche innerhalb unserer Plattform, die jedoch nie zeitkritisch sind, da durch die Vorlaufzeit von 7 bis 90 Tage der Kunde immer ausreichend Zeit hat und agieren, statt reagieren kann.

Auch bei Stoppversetzungen ist es so für den Kunden möglich auch mal länger in den Urlaub zu fahren. Es ist genug Zeit Ankündigungen, Stoppversetzungen und dergleichen zu bewerten und seine Positionen anzugleichen. 

Auch beim Ausstieg gilt: Niemals Market , damit immer Zeit ist, einen Trade auch handeln zu können und seine Position in dem Falle schließen zu können. Dies gelingt uns mit der bereits vor Eröffnung stets mitgeteiltem maximalen Kursziel einer Position.

Ist es geplant, TRADEofficer auch per API an Trading-Plattformen anbinden zu können?

Das gibt es schon. Als FinTech ist das quasi Pflicht. Wir haben von Anfang an auf eine Technologie gesetzt, die es Partnern ermöglicht mittels API sämtliche Funktionalitäten von TRADEofficer an ihre eigenen Plattformen anzubinden oder zu integrieren. Alles was dafür nötig ist wie beispielsweise Authentifizierungsstandards, wird von uns geliefert. Wir bieten auch White-Label-Lösungen an.

Durch welche Alleinstellungsmerkmale unterscheidet sich TRADEofficer von vergleichbaren Anbietern am Markt?

Dadurch, dass wir versucht haben alles anders zu machen: Viele.

Oder um ein häufiges Kundenfeedback zu zitieren: „Das ist ja wirklich etwas Neues. In dieser Form habe ich so etwas noch nie gesehen.

Konkret ist es die Transparenz in der Kommunikation was z.B. Trefferquote, Performance, Drawdown, Transaktionskosten und Slippage angeht.

  • Ausreichend Vorlauf zur Selbstreflektion und Verbesserung des eigenen Handelns. Wir haben eine durchschnittliche Vorlaufzeit von fünf bis 90 Tage (je nach Anlagehorizont, kurzfristig 7 bis 14 Tage, mittelfristig 5 Tage bis zwei Monate, langfristig zwei Monate bis 6 Monate Vorlaufzeit).  Das gibt die Möglichkeit die Order beim Broker in Ruhe einzugeben.
  • Keine Abos oder das klassische Fitnessstudio-Modell, bei dem man als Anbieter hofft, dass der Kunde vergisst, dass er es irgendwann abgeschlossen hat, sondern die Möglichkeit flexibel bei Bedarf zu buchen und die Tatsache, dass der Service stets nach dem gebuchten Zeitraum automatisch ausläuft und so es am Kunden liegt, ob er verlängern möchte.
  • Design und Nutzerfreundlichkeit. Wir haben uns von modernen Services inspirieren lassen. Das Finanzservices entweder bieder oder „BILD-Zeitung-reißerisch“ aussehen müssen, hat sich mir nicht erschlossen. Modernes Format, aber dennoch seriöse und ehrlich.
  • Selbstverantwortliches Handeln. Copytrading, das Folgen des nächsten Guru… die meisten Services sind nicht dazu gemacht, Menschen zu besseren Anlegern zu machen. Wir hingegen schon.

Für welche Anleger ist TRADEofficer ganz besonders gut geeignet, und wie sieht der typische Tage eines TRADEofficer Nutzers aus?

Ich fange andersherum an. Für wen wir nicht sind: Daytrader, Trader, die gehebelte Zertifikate, Optionsscheine, Forex oder CFDs nutzen, die glauben über Nacht reich werden zu können oder mit einem Trade über 500% zu machen.

Für Anleger ab mindestens 25.000 Euro (vorzugsweise ab 100.000 EUR freies verfügbares Vermögen). Für Anleger, die Ihr Geld nicht einfach nur in einen Robo-Adviser stecken möchten, sondern selbst beeinflussen, was damit geschieht. Die die Sache gerne selbst in die Hand nehmen. Die intelligent genug sind zu wissen, dass sie fehlbar sind, Biases haben, Anlagefehler begehen.

Wir haben ein Manifest (www.tradeofficer.de/manifest) geschrieben. Wer sich darin wiederfindet, ab und an wissend nickt, der ist bei uns goldrichtig.

Welche Kosten kommen auf Anleger zu, die sich für TRADEofficer entscheiden?

Die ersten zehn Tage sind kostenlos. Sie können sich einfach unverbindlich über die Website einen Account anlegen oder die App herunterladen.

Nach elf Tagen sehen Sie die eingehenden Signale einfach als ausgegraut und wissen nicht, was sich dahinter verbirgt.

Sie können dann entweder für 30, 60 oder 90 Tage einen Service-Pass buchen. Der kostet 29,99 Euro, 54,99 oder 79,99 Euro. Das ist umgerechnet weniger als eine Tasse Espresso am Tag.

Auf Wunsch schalten wir Sie auch für 360 Tage frei. Das haben wir gerade neu auf Nachfrage von Kunden eingeführt. Die Videos können Sie sich übrigens über YouTube immer kostenlos ansehen.

Was schätzen Ihre Kunden ganz besonders an TRADEofficer

Gestern kam eine Mail eines Kunden aus der Schweiz (die ja nicht fürs überschwängliche Loben bekannt sind): „Mein Fazit zu TRADEofficer bis jetzt: Super Service mit hohem Lerneffekt.“

Das trifft die wichtigsten zwei Punkte. Verbesserung des eigenen Handelns und Möglichkeit den Service in den Alltag zu integrieren.

Oder ein Kunde, den wir auf der Fachmesse Invest 2018 getroffen haben und der es ganz einfach ausdrückte: „Ich bin Fan. Was Ihr macht und wie Ihr es macht ist einfach nur gut.“


TRADEofficer CEO Stephanie Wißmann

TRADEofficer CEO Stephanie Wißmann

Frau Wißmann, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meine Fragen ausführlich zu beantworten. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Unternehmen weiterhin viel Erfolg.

#TRADEofficer – Wertpapierhandel mit System

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