Mit Umfragen Geld verdienen – Was ist für mich drin?

Marktforschungsinstitute beschäftigen sich damit, herauszufinden, welche Meinungen und Vorstellungen zu einem Produkt, einer Dienstleistung oder auch einem bestimmten Thema in der Bevölkerung bestehen. Doch lässt sich mit Deiner Meinung in Umfragen Geld verdienen?

Die durch Meinungsumfragen zustande kommenden Daten bilden die Grundlage dafür, ob und wie etwas den Wünschen des Kunden oder auch allgemein der Bevölkerung entspricht.

Natürlich können nicht alle Menschen zu einem der Themen befragt werden. Darum erfolgt eine Auswahl anhand bestimmter Kriterien.

Diese Auswahl stellt einen Querschnitt der jeweiligen Zielgruppe dar.

Eine der Methoden, um diese Daten zu erheben, sind Online-Umfragen.

Dafür können sich Internet-Nutzer in verschiedenen Portalen anmelden, sich registrieren lassen und grundlegende Basisinformationen zur Person angeben.

Daraufhin werden Ihnen zum Profil passende Umfragen zugesandt beziehungsweise es erfolgen Einladungen, auf Webseiten an Online-Umfragen teilzunehmen.

Im Gegenzug erhalten die registrierten Personen eine Vergütung für die Beantwortung der Fragen.

Auf diese Weise lässt sich mit Umfragen Geld verdienen. Und dies ist eine durchaus beliebte Variante beim Arbeiten von zu Hause.

Wie viel Geld dabei herausspringt und ob es sich lohnt, an Umfragen teilzunehmen, erfährst Du in diesem Artikel.

Mit Umfragen richtig Geld verdienen

Mit Umfragen richtig Geld verdienen

Gu​​​​t bezahlte Umfragen?

Zu dieser Frage lohnt sich zunächst ein Blick auf den Markt der Marktforschungsinstitute.

Diese sind ja größtenteils selbst Dienstleister und bieten ihre Arbeit Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern an.

Aktuell arbeiten in Deutschland 113 Institute daran, festzustellen, wie der einzelne Mensch tickt.

Statistisch gesehen befindet sich die Anzahl der Marktforschungsinstitute damit fast wieder auf dem Stand vor der Einführung des Internets.

Im Jahr 1986 gab es 100 Marktforscher.

Deren Zahl stieg in den folgenden 15 Jahren rapide an.

Der Höhepunkt wurde mit 251 Instituten im Jahr 2000 erreicht. Seitdem sinkt die Zahl kontinuierlich.

Durchschnittlich haben in den letzten 16 Jahren pro Jahr 7 Marktforscher ihre Pforten geschlossen

Das bedeutet nun keineswegs, dass sich die Marktforschung auf dem absteigenden Ast befindet.

Vielmehr ist eine Marktbereinigung zu beobachten.

Das lässt sich aus den Umsatzzahlen schließen, denn diese sind im gleichen Zeitraum, von 1986 bis 2016, in die Höhe geschnellt.

Waren es im Jahr 1986 noch 351 Millionen Euro (umgerechnet aus der D-Mark) so machten die Marktforscher im Jahr 2016 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro, allein in Deutschland.

Dabei ist gerade in den letzten Jahren eine markante Veränderung der Umsatzverteilung zu erkennen.

Bis in das Jahr 2015 lag der Schwerpunkt der Marktforschung in der Konsumgüterindustrie. Ein Viertel aller Umfragen bezog sich auf Haushaltsgeräte oder Lebensmittel. Das hat sich zum Jahr 2016 gewandelt.

Ab diesem Zeitpunkt lagen Umfragen zur Informationstechnologie und Telekommunikation mit 20 % Anteil knapp vor der Konsumgüterindustrie, die nur noch 18 % des Umsatzes ausmachte.

Weltweit setzen Marktforschungsinstitute übrigens mehr als 44 Milliarden US-Dollar um, Stand 2015.

Was bedeutet das für Dich?

Die Schlussfolgerung daraus wäre, dass die Marktforschungsinstitute vermehrt nach Menschen suchen, die Ihnen etwas zu Handys, Mobilfunkverträgen, Internetverbindungen und den passenden Endgeräten, wie Tablets oder Smartphones, erzählen können.

Tatsächlich ist die Bandbreite an Themen jedoch so groß, das sich die Veränderungen im Anspruch an das Profil des Einzelnen nur marginal verändern.

​Zudem wächst die Anzahl der Menschen mit Kenntnissen in diesem Segment proportional zur Verbreitung.

Bei solchen Umsätzen, wie im vorhergehenden Absatz zu sehen, könnte erwartet werden, das Teilnehmer an Online-Umfragen doch gut bezahlt werden, oder?

Genau da ist jedoch der Haken.

Im Verhältnis zum Aufwand lohnt es sich eigentlich nicht, mit Umfragen Geld verdienen zu wollen, im folgenden Absatz wird erklärt, warum dies so ist.

Warum bezahlen die Marktforscher nicht besser?

Die Marktforschungsinstitute stehen vor dem Problem, das bezahlte Meinungsumfragen oft nicht die tatsächliche Meinung der gewünschten Zielgruppe wiedergibt.

Zu gut bezahlte Umfragen lassen einen neuen Berufszweig entstehen, den des professionellen Umfragen-Beantworters.

Eines der führenden, wenn nicht das führende Marktforschungsinstitut in Deutschland ist „Forsa“.

Um an Forsa Umfragen teilnehmen zu können, braucht es nur eines, einen Festnetzanschluss.

Dann heißt es jedoch warten, denn Forsa sucht die Personen, die befragt werden, nach dem Zufallsprinzip aus und Geld gibt es auch nicht.

Für die Forsa-Leute ist dies die Gewähr, dass der oder die Befragte ihnen nicht nach dem Munde redet.

Also sich so verhält, das eventuell weitere Umfragen und damit Gelder zu erwarten sind.

Das Anschwellen und wieder abschwellen der Anzahl an Marktforschungsinstituten zwischen 1986 und 2016 ist ein Beleg für eine Blase, die sich in diesem Zeitraum gebildet hat.

Viele Start-ups wollten auf den Zug der Online-Umfragen aufspringen

Technisch gesehen ist der Aufwand zur Erstellung einer Online-Umfrage heute fast schon ein Kinderspiel.

Im Internet finden sich entsprechende Seiten, auf denen sich Online Umfragen kostenlos und ohne Anmeldung erstellen lassen.

Das alles macht es für die professionellen Marktforschungsinstitute nicht leichter.

Zum einen finden sie oft nicht genügend Menschen mit einem entsprechenden Profil für ein bestimmtes Thema, zum anderen verursacht eine zu hohe Belohnung für die Beantwortung von Fragen eine Verfälschung der Daten.

Da kann natürlich auch die Frage gestellt werden, wofür denn überhaupt Umfragen nützlich sind

Wenn es entweder zu wenige Befragte sind oder eben Befragte, deren Antworten nicht ganz deren tatsächlichen Meinung entspricht.

Die Antwort darauf lautet: die Masse macht es.

Die Umfragen werden so lange durchgeführt, bis eine bestimmte Anzahl Teilnehmer mit passendem Profil erreicht wurden. Das kann dauern, ist jedoch sicherer, als gut bezahlte Umfragen, denn Bezahlung ist Meinungsbildend.

Dazu lässt sich sehr einfach diese Weisheit zitieren: „wes Brot ich es, des Lied ich sing“.

Dabei geben die Meinungsforschungsinstitute keine Antworten vor.

Bei den Befragten jedoch bildet sich unbewusst die Vorstellung heraus, dass die Institute eine bestimmte Antwort gerne hören würden.

Genau diese Antwort bekommen sie dann auch.

Oder würdest Du deinem Chef sagen, was Du für eine Meinung von ihm hast?

Gemäß dem enorm gesteigerten Umsatz bei gleichzeitig schrumpfender Zahl an Unternehmen aus der Marktforschung scheint der Bedarf auf jeden Fall sehr groß zu sein. Immerhin werden die meisten Marktforschungsinstitute nur Auftragsbezogen tätig.

Gerade heute ist es für Firmen von großer Bedeutung zu erfahren, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung ankommt.

Je höher die Anzahl an Konkurrenten, desto größer wird der Aufwand, eine Ware im Markt zu platzieren.

Diese Kosten lassen sich reduzieren, wenn sich aufgrund von Umfrageergebnissen Veränderungen beziehungsweise Verbesserungen vornehmen lassen. Mitunter kann ein entsprechendes Ergebnis der Umfragen sogar dazu führen, das ein Produkt oder eine Dienstleistung erst gar nicht auf dem Markt erscheint.

Dann sind eventuell schon Gelder für die Entwicklung geflossen, nicht jedoch für die Markteinführung.

Die jedoch sind erheblich höher als die Investition in eine Meinungsumfrage.

In der Marktforschung Geld verdienen seriös

Wer nicht selbst in der Marktforschung oder in einem artverwandten Beruf tätig ist, kann an Online-Umfragen teilnehmen und dabei ein bisschen Geld verdienen.

Wie in einem anderen Artikel zum Thema ​Online Geld verdienen bereits ausgeführt, gehören Online-Umfragen zu den Verdienstmöglichkeiten, die praktisch keine Vorkenntnisse, Qualifikationen oder ein aufwendiges Equipment erfordern.

Der Einsatz ist gering, der Verdienst dementsprechend auch.

Nachfolgend nun ein paar der Marktforschungsinstitute mit den wichtigsten Fakten für Dich, damit Du sehen kannst, ob sich die Sache lohnt:

Meinungsort

Auf Meinungsort können sowohl am Desktop wie auf dem Handy Umfragen bearbeitet werden. Laut eigenen Angaben sind bereits 700.000 Menschen auf dem Portal registriert.

Im Gegensatz zu manch anderen Portalen erlaubt Meinungsort die Teilnahme an bezahlten Umfragen schon ab einem Alter von 14 Jahren.

Ideal für Jugendliche mit viel Freizeit, um das Taschengeld aufzubessern. Allerdings erfolgt die Barauszahlung nur auf ein Paypal-Konto, das wiederum die Volljährigkeit voraussetzt.

Dafür ist die Auszahlungsgrenze bereits bei 2,50 Euro erreicht.

Die angesammelten Punkte durch beantwortete Umfragen lassen sich aber auch in Amazon-Gutscheine oder iTunes-Geschenkkarten umwandeln.

Im Durchschnitt dauert eine Umfrage rund 10 Minuten und bringt 20 Meinungspunkte beziehungsweise 1 Euro ein.

Vielmehr als etwa 3 Umfragen werden aber pro Woche kaum zu bekommen sein.

Immerhin lässt sich so das Auszahlungsziel von 2,50 Euro innerhalb von 7 Tagen erreichen.

MySurvey

Hinter dem Portal MySurvey steht das niederländische Unternehmen Lightspeed, das international einen guten Ruf besitzt.

Auch bei MySurvey lassen sich Umfragen am Smartphone oder am PC beantworten. Auszahlungen in bar erfolgen ab 10 Euro ausschließlich auf ein PayPal-Konto.

Eine weitere Option ist die Auszahlung als Gutschein, die bereits bei einem angesammelten Betrag von 5 Euro möglich ist.

Durchschnittlich lassen sich pro Monat etwa 10 Umfragen beantworten.

Die Bearbeitungsdauer pro Umfrage beläuft sich auf rund 15 Minuten.

Zwar liegen die Beträge für die Beantwortung der Umfragen zwischen 50 Cent und 5 Euro, aber im Wesentlichen eher bei 50 Cent als beim Höchstbetrag.

Es kann also gut 1 Monat dauern, bis das Auszahlungsziel erreicht ist.

GFK Marktforschung

Die Hamburger Firma GFK besteht bereits seit 75 Jahren.

GFK beschäftigt etwa 13.000 Mitarbeiter, die rund um den Globus tätig sind.

GFK erlaubt wie Meinungsort die Teilnahme an Umfragen ab 14 Jahren.

Neben den Online-Umfragen können bei GFK auch telefonische Befragungen oder TV-Bewertungen durchgeführt werden.

Der deutsche Marktführer in der Meinungsforschung zahlt grundsätzlich nur auf ein angegebenes Bankkonto aus.

Es gibt weder PayPal noch Prämien als Optionen.

Die Mindest-Auszahlungsgrenze liegt bei 20 Euro.

Im Verhältnis bietet GFK einen angemessenen Betrag zum Arbeitsaufwand.

Allerdings sind pro erledigter Umfrage, im Durchschnitt nicht mehr als 1,50 bis 2,50 Euro zu erreichen.

Dazu kommt, dass die Anzahl der zur Verfügung stehenden Umfragen recht gering ist.

Die zu erreichende Auszahlungsgrenze von 20 Euro kann deshalb oft erst nach 2 bis 3 Monaten erreicht werden.

Marktagent

Aus Österreich kommt Markagent, der nach eigenen Angaben rund 400.000 registrierte Mitglieder zählt und seit 10 Jahren sein Portal betreibt.

Marktagent sticht unter den Umfrageplattformen durch zwei Besonderheiten heraus.

Einmal sind die Webseiten des Portals an der ISO Norm 26362 orientiert und zum anderen bietet Markagent die Auszahlung auf das Bankkonto, Paypal, Moneybookers oder auch den Umtausch in Prämien beziehungsweise Gutscheine an.

Auszahlungen erfolgen bereits ab 2 Euro.

Der Verdienst pro Umfrage liegt bei 1 bis 2 Euro. Mit Umfragen Geld verdienen sieht anders aus.

Die Zeit, um eine der Umfragen zu beantworten, liegt bei durchschnittlich 10 Minuten.

Allerdings stehen meist nicht mehr als 2 bis 4 Umfragen pro Monat und Proband zur Verfügung.

Moviepanel

Als letztes Portal der beispielhaften Kurzvorstellungen eine Besonderheit. Moviepanel beschäftigt sich ausschließlich mit dem aktuellen und zukünftigen Kinoprogramm.

Jeder und jede ab 14 Jahren kann mitmachen und Fragen zu Filmen beantworten.

Barauszahlungen erfolgen jedoch nicht, sondern nur Prämien und Gutscheine, die ab einer Höhe von 5 Euro auf dem eigenen Moviepanel-Konto verfügbar sind.

Die Umfragen dauern etwa 10 bis 15 Minuten und werden mit Beträgen von 50 Cent bis 2 Euro vergütet.

​Auch hier muss man sagen, dass einzeln betrachtet mit Umfragen Geld verdienen eher nicht das Gelbe vom Ei ist. Eines haben alle Anbieter gemeinsam. Die Auszahlungen sind recht überschaubar.

Die Anzahl der dem User zur Verfügung stehenden Umfragen beläuft sich bei Moviepanel übrigens auf etwa 1 bis 5 pro Monat.

Lässt sich mit Umfragen Geld verdienen?

Die oben gezeigten Beispiele zeigen es. Mehr als ein Taschengeld wird nicht zusammenkommen.

Dabei gilt es auch noch zu beachten, dass es unter den Portalen schwarze Schafe gibt, die beispielsweise nur darauf aus sind, die Daten der Nutzer zu sammeln oder die angesammelten Guthaben verzögert oder nicht auszahlen.

Wer überhaupt so etwas wie einen Verdienst erzielen möchte, muss sich bei mehreren, möglichst seriösen Portalen anmelden.

Die 5 hier vorgestellten Portale überzeugen natürlich durch ihre Seriosität und Zuverlässigkeit

Fazit zu mit Umfragen Geld verdienen

Eigentlich ist der Begriff „verdienen“ bei dieser Form der Online-Jobs zu hoch gegriffen.

Werden Zeit und Ertrag ernsthaft gegenübergestellt, bleibt unter dem berühmten Strich nur ein Minus.

Auf der anderen Seite besitzen nicht wenige Menschen genügend Freizeit, um dieser Beschäftigung nachzugehen.

Zumal die eine oder andere Umfrage ja auch Spaß machen kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich viele der Umfragen am Smartphone erledigen lassen.

Gerade auf Fahrten im Zug, der S-Bahn oder im Bus kann so zumindest ein Teil der Fahrtkosten wieder rein geholt werden.

Auch der vermeintliche Nachteil, dass manche der Portale nur in Form von Prämien oder Gutscheinen auszahlen, ist unter Umständen ein Vorteil. Wer das ganze Jahr über kräftig Umfragen beantwortet, verfügt im Dezember über genügend Gutscheine für den kleinen Weihnachtseinkauf.

Im Großen und Ganzen kommen Umfrage-Portale dem heutigen Freizeit-Verhalten entgegen.

Etwa 25 % der zur Verfügung stehenden Freizeit wird im Jahr 2017 durchschnittlich im Internet verbracht.

Bei der klassischen Aufteilung von 8 Stunden Schlaf, 8 Stunden Arbeit und 8 Stunden Freizeit sind dies pro Tag rund 2 Stunden, in der mit Umfragen Geld verdienen möglich ist.

Lassen sich in diesen 2 Stunden beispielsweise 5 Euro mit Umfragen verdienen, kann dies kaum als verlorene Zeit angesehen werden. Viel Besseres gibt es meist so oder so nicht zu tun.

Mit Umfragen lässt sich online Geld verdienen, für eine finanzielle Unabhängigkeit wird es jedoch nicht reichen.

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