Dein Auto kostet dich jeden Monat Geld: Benzin, Versicherung, Reparaturen. Wie wäre es, wenn dein Fahrzeug stattdessen Geld für dich verdient? Mit Autowerbung kannst du dein Auto als rollende Werbefläche nutzen und dir ein Nebeneinkommen aufbauen. Aber lohnt sich das wirklich? In diesem Artikel erfährst du alles über Autowerbung, die wichtigsten Anbieter und was du beachten musst.
💡 Was du wissen solltest
Bei Autowerbung stellst du dein Auto als Werbefläche zur Verfügung. Unternehmen bringen Folien oder Aufkleber an deinem Fahrzeug an und zahlen dir dafür monatlich zwischen 50 und 300 Euro – je nach Größe der Werbefläche. Der Verdienst hängt davon ab, wie viele Kilometer du fährst und wo du unterwegs bist. Die Anmeldung bei Vermittlern ist kostenlos, aber es ist nicht garantiert, dass du tatsächlich einen Werbepartner findest. Für kontinuierlichere Einnahmen eignen sich andere Formen der Heimarbeit oft besser.
Was ist Autowerbung?
Autowerbung ist eine Form der Außenwerbung, bei der Autobesitzer ihr Fahrzeug als mobile Werbefläche zur Verfügung stellen. Das Prinzip ist einfach: Werbetreibende Unternehmen zahlen dafür, dass ihre Werbung auf privaten PKW angebracht wird. Als Fahrer oder Fahrerin verdienst du Geld, während du ohnehin mit deinem Auto unterwegs bist.
Die Werbung wird in Form von Folien auf dein Auto aufgebracht. Diese können unterschiedliche Bereiche abdecken:
Teilfolierung: Nur bestimmte Teile deines Autos werden beklebt – zum Beispiel die Heckscheibe, die Seitentüren oder die Motorhaube.
Vollfolierung: Dein gesamtes Auto wird mit Werbung versehen. Das bringt mehr Geld, verändert aber auch das komplette Erscheinungsbild deines Fahrzeugs.
Die Folien sind professionell gestaltet und werden von Spezialisten angebracht. Nach Ende der Kampagne werden sie wieder entfernt – ohne Schäden am Lack.
Wie funktioniert Autowerbung?
Der Ablauf ist unkompliziert:
- Anmeldung: Du registrierst dich kostenlos bei einem Vermittler für Autowerbung
- Profil erstellen: Du gibst Informationen zu deinem Auto an (Modell, Baujahr, Farbe)
- Matching: Der Vermittler sucht einen passenden Werbepartner für dich
- Vertrag: Du schließt einen Vertrag über eine bestimmte Laufzeit (meist 3-12 Monate)
- Folierung: Ein Fachbetrieb bringt die Werbung professionell an
- Fahren: Du fährst wie gewohnt und verdienst dabei Geld
- Vergütung: Du erhältst monatlich deine vereinbarte Summe
- Entfernung: Nach Ende der Kampagne wird die Folie kostenlos entfernt
Die wichtigsten Anbieter in Deutschland
Der Markt für Autowerbung in Deutschland ist überschaubar. Hier sind die seriösesten Plattformen:
Wrapclub
Wrapclub richtet sich vor allem an Berufspendler. Nach der Anmeldung kannst du dich für passende Kampagnen bewerben.
Verdienst: 100-300 Euro pro Monat
Besonderheit: Du wählst selbst, für welche Marke du werben möchtest
Laufzeit: Unterschiedlich, meist mehrere Monate
MoneyCar
MoneyCar ist eine wachsende Plattform, die Fahrer mit werbenden Unternehmen wie Handwerkern, Fitnessstudios, Versicherungen und Startups zusammenbringt.
Verdienst nach Fläche:
- Heckscheibe: 25-50 Euro/Monat
- Seitentüren: 60-140 Euro/Monat
- Gesamt bis zu 300 Euro/Monat
Vorteil: Du entscheidest selbst, welche Flächen du freigibst. Die Folierung und Entfernung ist komplett kostenlos.
Auto-Werbeservice.de
Der älteste Anbieter am deutschen Markt – seit 1999 aktiv. Mit über 30.000 Fahrzeugen in der Datenbank einer der etabliertesten Vermittler.
Verdienst: Durchschnittlich 200 Euro pro Monat
Vorteil: Langjährige Erfahrung, keine unseriösen Versprechen
Carexy
Carexy funktioniert anders: Du erstellst ein Inserat für dein Auto, und Werbepartner können dich direkt kontaktieren. Du hast mehr Kontrolle über die Konditionen, musst aber selbst aktiv werden.
Verdienst: Individuell verhandelbar
Vorteil: Über 5.000 potenzielle Kunden
Nachteil: Erfordert mehr Eigeninitiative
Wie viel kann man mit Autowerbung verdienen?
Die Frage “Was bringt Autowerbung?” lässt sich konkret beantworten. Der Verdienst hängt von mehreren Faktoren ab:
Nach Werbefläche:
- Kleine Aufkleber: 25-50 Euro/Monat
- Heckscheibe: 30-60 Euro/Monat
- Seitentüren: 60-140 Euro/Monat
- Vollfolierung: 200-400 Euro/Monat
Nach gefahrenen Kilometern: Je mehr du fährst, desto wertvoller bist du als Werbefläche. Die meisten Anbieter verlangen eine Mindestfahrleistung von 500-1.000 km pro Monat.
Nach Laufzeit der Kampagne: Kurze Kampagnen (1-3 Monate) zahlen oft weniger als langfristige Verträge (6-12 Monate).
Realistische Erwartung: Mit Autowerbung kannst du monatlich zwischen 100 und 300 Euro verdienen. Extrem hohe Versprechen (500+ Euro) sind unrealistisch.
Voraussetzungen für Autowerbung
Nicht jeder kann mit Autowerbung Geld verdienen. Diese Voraussetzungen musst du erfüllen:
Persönliche Voraussetzungen:
- Du bist volljährig
- Du besitzt einen gültigen Führerschein
- Du fährst regelmäßig (meist mindestens 3x pro Woche)
Fahrzeug-Voraussetzungen:
- Dein Auto ist in gutem Zustand (kein Rost, keine größeren Schäden)
- Der PKW ist nicht älter als 8-10 Jahre (je nach Anbieter)
- Das Fahrzeug hat einen aktuellen TÜV
- Der Lack ist in einwandfreiem Zustand
Fahrverhalten:
- Mindestens 500-1.000 km pro Monat
- Du fährst in Städten oder gut sichtbaren Orten
- Regelmäßige Fahrten erhöhen deine Chancen
💡 Tipp: Welche Autos sind gefragt?
Besonders gefragt sind gepflegte Fahrzeuge gängiger Modelle in neutralen Farben. Ein neueres Auto in einer Großstadt hat deutlich bessere Chancen als ein 15 Jahre alter PKW auf dem Land.
Welche Möglichkeiten gibt es, mit Autofahren Geld zu verdienen?
Autowerbung ist nicht die einzige Möglichkeit, mit deinem Fahrzeug Geld zu verdienen. Hier sind weitere Optionen, und falls du auf die Autowerbung-Kampagne wartest, kannst du mit Online-Umfragen bereits heute passiv Geld verdienen:
Uber oder Taxi fahren
Als Uber-Fahrer transportierst du Fahrgäste und verdienst pro Fahrt. Das erfordert allerdings eine Personenbeförderungslizenz.
Verdienst: Sehr unterschiedlich, abhängig von Fahrzeiten und Nachfrage
Aufwand: Hoch – du musst aktiv fahren
Carsharing
Plattformen wie SnappCar oder Getaround ermöglichen es dir, dein Auto stundenweise an andere zu vermieten.
Verdienst: 20-50 Euro pro Tag
Vorteil: Dein Auto arbeitet auch, wenn du es nicht nutzt
Nachteil: Andere Menschen fahren dein Auto
Mitfahrgelegenheiten
Über BlaBlaCar kannst du freie Plätze in deinem Auto anbieten und dir die Benzin-Kosten teilen lassen.
Verdienst: Deckung der Benzin-Kosten
Vorteil: Du fährst ohnehin, kannst aber Kosten sparen
Ist Autowerbung steuerfrei?
Nein, Einnahmen aus Autowerbung sind in Deutschland steuerpflichtig. Du musst diese Einnahmen in deiner Steuererklärung angeben.
Was du beachten musst:
Einkommensteuer: Die Einnahmen aus Autowerbung zählen als Einkommen und müssen versteuert werden. Je nach deiner persönlichen Steuersituation und Gesamteinkommen kann Einkommensteuer anfallen.
Gewerbesteuer: Ab einem Gewinn von 24.500 Euro pro Jahr fällt zusätzlich Gewerbesteuer an. Bei Autowerbung allein wirst du diese Grenze aber kaum erreichen.
Kosten absetzen: Als Gegenleistung kannst du Kosten absetzen, die dir durch die Autowerbung entstehen – zum Beispiel zusätzliche Fahrzeugwäschen oder Fahrtkosten zu Terminen.
Freibetrag: Bis 520 Euro Nebeneinkommen pro Jahr ist die Tätigkeit unter Umständen steuerfrei (abhängig von deiner Situation).
💭 Unser Tipp
Sprich mit einem Steuerberater, wenn du mit Autowerbung anfängst. Er kann dir genau sagen, was du beachten musst und welche Kosten du absetzen kannst.
Ist es erlaubt, Flyer an Autos zu verteilen?
Viele verwechseln Autowerbung mit dem Verteilen von Flyern an parkende Autos. Das ist ein wichtiger Unterschied:
Flyer an Autos: Das Hinterlassen von Visitenkarten oder Flyern an fremden Fahrzeugen ist in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit. Es gilt als unlautere Werbung und kann mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro bestraft werden.
Autowerbung: Hierbei wird die Werbung auf DEINEM eigenen Auto angebracht – das ist legal und wird vertraglich mit dem Werbepartner geregelt.
Vor- und Nachteile von Autowerbung
Vorteile
✅ Passives Einkommen: Du fährst ohnehin – die Werbung verdient dabei mit
✅ Geringer Aufwand: Nach der Anbringung musst du nichts weiter tun
✅ Kostenlose Folierung: Anbringung und Entfernung sind kostenlos
✅ Keine Vorabkosten: Seriöse Anbieter verlangen keine Gebühren
✅ Flexible Laufzeiten: Verträge meist 3-12 Monate
Nachteile
⚠️ Geringe Nachfrage: Es gibt deutlich mehr Autobesitzer als Kampagnen
⚠️ Auffälligkeit: Dein Auto fällt mit Werbung deutlich auf
⚠️ Bindung: Du kannst dein Auto während der Vertragslaufzeit nicht verkaufen
⚠️ Fahrverpflichtung: Du musst regelmäßig und eine Mindestkilometerzahl fahren
⚠️ Keine Garantie: Auch nach Anmeldung kann es sein, dass du keinen Partner findest
Tipps für mehr Erfolg mit Autowerbung
Wenn du deine Chancen auf eine Kampagne erhöhen möchtest, helfen diese Tipps:
1. Melde dich bei mehreren Anbietern an Der Markt in Deutschland ist klein. Erhöhe deine Chancen, indem du dich bei verschiedenen Plattformen registrierst.
2. Halte dein Auto in Top-Zustand Ein gepflegtes, sauberes Fahrzeug ist deutlich attraktiver für Werbetreibende.
3. Fahre in großen Städten Je mehr Menschen deine Werbung sehen, desto wertvoller bist du. Fahrten in Hamburg, München oder Berlin sind deutlich attraktiver als auf dem Land.
4. Sei flexibel bei der Werbefläche Wer bereit ist, das ganze Auto zu folieren, hat bessere Chancen als jemand, der nur die Heckscheibe anbietet.
5. Dokumentiere deine Fahrten Manche Anbieter nutzen Apps, um deine Reichweite zu tracken. Je mehr du fährst, desto mehr kannst du verdienen.
Lohnt sich Autowerbung wirklich?
Die ehrliche Antwort: Für die meisten Menschen ist es schwierig, tatsächlich einen Werbepartner zu finden. Die Vermittlung von Autowerbung klingt auf den Plattformen verlockend, aber die Realität sieht oft anders aus.
Das Problem: Es gibt deutlich mehr Menschen, die ihr Auto als Werbefläche anbieten möchten, als Unternehmen, die dafür zahlen wollen. Besonders große Marken wie Coca-Cola oder Red Bull sind nicht an privaten PKW interessiert. Eher kommen lokale Unternehmen, Handwerker oder Startups in Frage.
Wann lohnt es sich:
- Du wohnst in einer Großstadt
- Dein Auto ist neu und gepflegt
- Du fährst sehr viel (über 1.000 km/Monat)
- Du hast Geduld und realistische Erwartungen
Wann lohnt es sich nicht:
- Du erwartest schnelles Geld ohne Wartezeit
- Dein Auto ist älter oder in schlechtem Zustand
- Du fährst nur wenig
- Du wohnst auf dem Land
💡 Alternative Strategie
Statt auf Vermittlungsplattformen zu warten, kannst du auch aktiv auf lokale Unternehmen zugehen. Ein Fitnessstudio, eine Fahrschule oder ein Restaurant aus deiner Stadt könnten Interesse haben, wenn du ein passendes Angebot machst.
Häufig gestellte Fragen
Ist Autowerbung steuerfrei?
Nein, Einnahmen aus Autowerbung sind steuerpflichtig und müssen in der Steuererklärung angegeben werden. Je nach Gesamteinkommen fällt Einkommensteuer an. Als Gegenleistung kannst du entstehende Kosten wie zusätzliche Autowäschen oder Fahrten zu Terminen absetzen. Ein Freibetrag von bis zu 520 Euro pro Jahr kann unter bestimmten Bedingungen gelten. Bei höheren Einnahmen solltest du dich von einem Steuerberater beraten lassen.
Ist es erlaubt, Flyer an Autos zu verteilen?
Nein, das Anbringen von Flyern, Visitenkarten oder Werbezetteln an fremden Fahrzeugen ist in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit. Es wird als unlautere Werbung eingestuft und kann mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro bestraft werden. Autowerbung ist etwas anderes: Dabei wird Werbung auf deinem eigenen Auto angebracht, wofür du bezahlt wirst – das ist legal und vertraglich geregelt.
Welche Möglichkeiten gibt es, mit Autofahren Geld zu verdienen?
Neben Autowerbung gibt es weitere Optionen: Als Uber- oder Taxifahrer kannst du Personen transportieren (erfordert Personenbeförderungslizenz). Über Carsharing-Plattformen wie SnappCar vermietest du dein Auto stundenweise (20-50 Euro/Tag). Mit Mitfahrgelegenheiten über BlaBlaCar deckst du deine Benzin-Kosten. Als Kurier oder Lieferfahrer für Lieferdienste verdienst du pro Auftrag. Jede Option hat unterschiedlichen Aufwand und Verdienst.
Was bringt Autowerbung?
Autowerbung kann dir ein monatliches Nebeneinkommen von 100-300 Euro bringen, abhängig von der Größe der Werbefläche und deinen Fahrgewohnheiten. Eine Heckscheiben-Werbung bringt etwa 30-60 Euro monatlich, Seitentüren 60-140 Euro und eine Vollfolierung bis zu 300 Euro. Der tatsächliche Nutzen hängt aber stark davon ab, ob du überhaupt einen Werbepartner findest – die Nachfrage ist begrenzt und es gibt mehr Angebote als Kampagnen. Am erfolgreichsten sind gepflegte Autos in Großstädten mit hoher Fahrleistung.
Fazit: Autowerbung als Nebenverdienst
Geld verdienen mit Autowerbung klingt verlockend: Einfach weiterfahren wie bisher und dabei Geld verdienen. Die Realität ist aber oft ernüchternd. Die Anbieter sind seriös, aber die Anzahl der tatsächlichen Kampagnen ist begrenzt.
Unser Fazit:
✅ Probiere es aus – die Anmeldung ist kostenlos
✅ Hab realistische Erwartungen – nicht jeder bekommt eine Kampagne
✅ Warte nicht darauf – nutze die Wartezeit für andere Nebenverdienste
✅ Geh aktiv auf Unternehmen zu – oft bessere Chancen als über Plattformen
Autowerbung kann funktionieren, ist aber kein verlässlicher Weg zu einem festen Nebeneinkommen. Wenn du tatsächlich eine Kampagne bekommst – super! Wenn nicht, gibt es viele andere Möglichkeiten, nebenbei Geld zu verdienen, die weniger vom Zufall abhängen.
