Die besten Kreditkarten für Deinen individuellen Bedarf

Die Kreditkarte ist neben dem Bargeld das meistgenutzte Zahlungsmittel weltweit. Schon vor mehr als 100 Jahren wurden die ersten Kreditkarten herausgegeben. Zuerst waren es Karten, die Unternehmen wie etwa Hotels in den USA an Ihre Kunden ausgaben, womit diese ausschließlich die Hotelrechnung auf Kredit begleichen konnten. Der Hintergrundgedanke dabei war es, vor allem die Firmentreue des Kunden zu festigen.

Erst im Jahr 1950, über 50 Jahre später, wurde wiederum in den USA die ersten echten Kreditkarten herausgegeben, die in verschiedenen Unternehmen mit einem entsprechenden Akzeptanzvertrag angenommen wurden.

Allerdings fand dies anfänglich noch in einem sehr bescheidenen Rahmen statt. Frank McNamara und Ralph Schneider gründeten in New York den Diners Club und ihre Kreditkarten wurden zuerst nur in 24 New Yorker Restaurants akzeptiert. Doch die Idee verbreitete sich schnell. Schon ein Jahr später gab die Franklin National Bank ebenfalls eine Kreditkarte an ihre Bankkunden aus.

Seit dieser Zeit ist die Zahl der Kreditkarten gewaltig angewachsen. Inzwischen sind über 2 Milliarden Kreditkarten auf der ganzen Welt im Umlauf. Theoretisch besitzt jede dritte Person auf der Erde eine Kreditkarte. In Deutschland ist sogar fast jeder Zweite mit einer Kreditkarte ausgestattet. Rund 30 Millionen Kreditkarten sind registriert, mit denen wiederum an 750.000 Akzeptanzstellen bezahlt werden kann.

An dieser Stelle darf angemerkt werden, dass die Karten ausgebenden Institute keinen Mindestbetrag vorgeben, der mit einer Kreditkarte beglichen werden kann. Die Akzeptanzstellen können dies hingegen schon, denn Ihnen entstehen mit der Kreditkartenzahlung Kosten. Übersteigen diese den Gewinn aus dem Kauf, würde das Unternehmen einen realen Verlust erleiden.

Die Einforderung einer Mindestkaufsumme ist im Übrigen zumindest in Deutschland gesetzlich gedeckt, denn eine Kreditkartenzahlung entspricht nicht einer Bargeldzahlung.

Die Spitzenreiter im Kreditkartengeschäft

Die Marktführer im Kreditkartensegment sind die beiden US-Unternehmen Visa und Mastercard. Zusammen decken Sie weltweit über 80 % des Marktes ab. Global gesehen führt hierbei Visa noch einmal deutlich vor Mastercard. In Deutschland wiederum hat Mastercard die Nase vorn.

Der Erfolg der beiden Unternehmen beruht darauf, dass weder Visa noch Mastercard selbst Kreditkarten herausgeben, sondern lediglich Lizenzen an die verschiedenen Finanzinstitute vergeben. Die Aufgaben der Lizenzgeber Visa und Mastercard bestehen unter anderem darin, die Zahlungsabwicklung zu gewährleisten und natürlich die Anzahl der Akzeptanzstellen auszubauen.

Mit dem enormen wirtschaftlichen Aufschwung Chinas kam in sehr kurzer Zeit ein weiterer Kontrahent hinzu, der bezüglich der verwalteten Kreditkarten etablierte Kartenfirmen wie American Express, Diners Club oder Barclaycard überholte. Die erst im Jahr 2002 gegründete UnionPay, die der Aufsicht der chinesischen Zentralbank untersteht, wird in Deutschland immerhin schon von 30.000 Geschäften akzeptiert.

Auf dem vierten Platz der meistgenutzten Kreditkarten, aber mit großem Abstand zu den Führenden, folgt American Express. Der Unterschied hierbei ist, das American Express selbst eine Bank ist, also alle Modalitäten des Zahlungsverkehrs direkt erfolgt. Das gleiche gilt auch für den fünftplatzierten, die Diners Club Karte, hinter der ebenfalls nur eine Bank steht. Visa und Mastercard hingegen arbeiten mit Tausenden verschiedenen Banken zusammen.

Neben Banken bieten inzwischen auch andere Firmen eigene Kreditkarten an. Allerdings stehen hinter diesen Unternehmen wiederum Banken, die den Zahlungsverkehr regeln. Beispiele hierfür sind die Amazon-Kreditkarte oder auch die ADAC-Kreditkarte. Bei beiden Karten steht die LBB, die Landesbank Berlin, dahinter.

​Welche Kreditkarten sind ganz besonders günstig?

​Ein Kreditkarten Vergleich ist schnell erledigt. Der Jahresumsätze im Euroland und außerhalb der Euroländer sind die wesentlichen Treiber bei den Kreditkartengebühren. Als Sparfuchs sollte man immer darauf achten, möglichst niedrige Gebühren zu verursachen. Eine hübsche Kreditkarte ist zwar cool, wenn sie wenig kostet, ist sie aber gleich noch viel cooler. Der nachfolgende Vergleichsrechner hilft Dir dabei, den passenden Anbieter mit wenigen Mausklicks zu finden.

​Gut zu wissen: Einige Anbieter zahlen einen kleinen Bonus, wenn Du die angebotene Kreditkarte beantragst. Du solltest Dich bei der Entscheidung jedoch nicht allein vom Bonus leiten lassen, sondern vielmehr von den Gesamtkosten.

Kreditkarten in verschiedenen Angebotsformen

Eine Kreditkarte wird im Normalfall auf Anfrage oder Antrag von einer Bank an einen Kunden ausgegeben, wobei für die Karte ein Limit festgelegt wird, über das der Kunde verfügen kann. Im Prinzip handelt es sich hierbei um einen Kreditrahmen, jedoch mit geänderten Formalitäten bezüglich der Kreditrückzahlung. Wird die Kreditkarte durch einen Einkauf belastet, erfolgt die Rückzahlung einmal im Monat. Zusätzlich kann darüber hinaus eine Teilzahlungsoption vereinbart werden.

Eine weitere Form ist die Charge-Karte, im Grunde eine Kreditkarte, nur ohne die Möglichkeit der Teilzahlung. In der Regel sind die eingeräumten Kreditrahmen bei den Kredit- und Chargekarten zinsfrei. Erst wenn der Kreditrahmen überzogen wird, entstehen zusätzliche Kosten. Für das Kreditkarteninstitut und die Bank ergeben sich die Gewinne aus den erhobenen Gebühren bei der Kreditkartennutzung

Eine Debitkarte oder Prepaidkarte wiederum funktioniert ähnlich wie eine EC-Karte. Um sie nutzen zu können, muss der Karteninhaber zuvor auf das Kreditkartenkonto einen Geldbetrag einzahlen. Umsätze mit der Debitkarte werden sofort dem Konto belastet. Trotzdem besitzt die Debitkarte gegenüber der EC-Karte den Vorteil, dass mit ihr an mehr Akzeptanzstellen bezahlt werden kann, vor allem im Ausland.

Kreditkarte und Girokonto

Obwohl in Deutschland rund 30 Millionen Kreditkarten im Umlauf sind, zählt Deutschland als schwieriges Umfeld für diese Zahlungsart. In den USA kommen beispielsweise auf einen Einwohner durchschnittlich 2,5 Kreditkarten. In Deutschland wird nach wie vor hauptsächlich bar oder per Überweisung bezahlt. Mehrere Banken bieten aus diesem Grund kostenlose Girokonten inklusive Kreditkarte an.

Um den Anreiz noch zu erhöhen, erlauben die jeweiligen Banken die Eröffnung des Girokontos, auch wenn kein Gehaltseingang erfolgt. Mit den dazugehörigen Kreditkarten können an allen Geldautomaten gebührenfrei Beträge abgehoben werden.

Allerdings ist es möglich, dass der Automatenbetreiber ein Entgelt erhebt. Im außereuropäischen Ausland wird eine Umrechnungsgebühr von 1,75 % erhoben. Innerhalb Europas ist die Gebühr gesetzlich auf 0,3 % gedeckelt.

Kreditkarten mit Zusatzversicherungen

Neben den Standard-Kreditkarten bieten die Banken Karten an, die beispielsweise einen erhöhten Kreditrahmen und zusätzliche Versicherungen beinhalten. Das können Reiserücktrittsversicherungen, Auslandskrankenversicherungen, Mietwagen- und Gepäckversicherungen sein. Wie zu sehen ist, liegt der Fokus auf Versicherungen, die für Vielreisende durchaus nützlich sein können.

In der Regel kosten derartige Kreditkarten jährlich jedoch mehr als die Standard-Karten. Ob es sich lohnt, eine solche Karte zu beantragen, hängt vom eigenen Verhalten ab. Wer zum Beispiel damit nur Online-Einkäufe tätigt, wird die zusätzlichen Versicherungen kaum benötigen.

Sind Kreditkarten die Zukunft?

Das bargeldlose Bezahlen nimmt immer stärker zu. Die Banken entwickeln praktisch ständig neue Modelle, um das Bezahlen vor Ort zu erleichtern. Die Kreditkarte ist hierbei nur eine unter inzwischen mehreren Bezahlformen. Vor allem über Apps, die auf dem Smartphone installiert sind, werden inzwischen einige Bezahlvorgänge realisiert.

Allerdings kann sich nicht jeder mit den neuen Techniken anfreunden und der Aspekt der Sicherheit besitzt gerade hier eine große Relevanz. Aktuell wandert durch die Cyber-Kriminalität viel Geld in dunkle Kanäle, vor allem deshalb, weil der Nutzer oft leichtsinnig mit wichtigen Zugangsdaten umgeht.

Der Kreditkarte kann zugutegehalten werden, dass sich ihre Sicherheitsstandards in den letzten Jahrzehnten erheblich verbesserten. Wer heute etwa eine Kreditkarte mit PIN nutzt, muss sich kaum Sorgen machen, auch wenn die Karte gestohlen wird. Wenn der Nutzer die vierstellige PIN nicht gerade auf die Karte geschrieben hat, ist diese für den Dieb wertlos.

>