Traden lernen und 2018 an der Börse durchstarten

Traden lernen ist nicht schwer, mit dem aktiven Trading richtig Geld zu verdienen jedoch sehr.

Wer langfristig vom Handel mit Aktien, Währungen und anderen Finanzinstrumenten profitieren möchte, tut gut daran, zunächst Grundlagen- und Fachwissen aufzubauen und Traden lernen zu seinem Credo zu machen.

Zwar wird mit dem entsprechenden Grundlagen- und Fachwissen der Börsenhandel keineswegs zum Selbstläufer, jedoch steigen die Chancen auf einen nachhaltigen Erfolg deutlich.

Welche Aspekte beim Traden lernen besonders wichtig sind, das erfährst Du in diesem Artikel.

Ich selbst habe mein erstes Aktiendepot vor gut 20 Jahren eröffnet. Damals mitten im Hype um Internetaktien.

Für mich und fast alle um mich herum entwickelte sich eine Art Selbstverständnis darüber, dass man früh aufsteht, kurz ins Depot schaut, sich über einen weiteren ordentlichen Wertzuwachs erfreut und einfach mal ganz spontan noch eine weitere Aktie ins Portfolio hinzufügt.

Bis zum Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 war das völlig egal. Einfach kaufen, 100% Wertzuwachs einsacken und weiter machen.

Rinse and repeat.

Traden lernen

Traden lernen

Auch heute , 20 Jahre später gibt es eine ähnliche Situation, jeder will sofort Geld verdienen und das Traden lernen wird vernachlässigt

Kyptowährungen. Bitcoin und Co. rennen Tag für Tag auf ein neues All-time-high. Ein Selbstläufer wie es scheint.

Gut für den, der vor einigen Jahren noch selber schürfte. Auch gut für die Personen, die für $10, $100 oder auch $500 Dollar pro Bitcoin eingestiegen sind. 

Doch wer von Ihnen hat seine Position so lange gehalten? Die wenigsten! Kryptowährungen sind spekulativer als jede Aktie und doch folgen Privatanleger ohne Hirn und Verstand den aus direkt oder indirekt in Werbebotschaften versteckten Dollarzeichen.

Heute wie damals stellt sich die Frage:

Entsteht bereits jetzt eine Spekulationsblase, oder sind wir erst am Anfang?

In den letzten 20 Jahren habe ich mit den Kapitalmärkten viele Erfahrungen machen dürfen.

 Insbesondere meine Zeit als aktiver Daytrader hat mich geprägt und mir die Augen geöffnet. Im nächsten Abschnitt erfährst Du, was das Traden lernen mit einem Vermögensverwalter verbindet.

Traden lernen und das Eigenkapital schützen

Wer es ernst mit dem aktiven Börsenhandel meint, für den ist das Trading ein Job und eine Berufung zugleich. Es gibt nur wenige Managementaufgaben, die so herausfordernd sind, wie die Verwaltung des eigenen Vermögens. Darum ist die Vorbereitung und damit das Traden lernen so enorm wichtig.

Der Handel mit ETFs ist das eine. Der aktive Handel im Stunden- Minuten- oder gar Sekundentakt ist jedoch eine ganz andere Hausnummer.

Dazu brauchst Du nicht nur Eier, Nerven aus Stahl und einen festen Willen für das Erreichen Deiner Ziele, sondern auch ein wahrhaft außerordentliches Talent dafür, mit Verlusten gut umgehen zu können. Denn diese gehören ab sofort zum daily business.

Wenn Anleger ihr Geld in fremde Hände geben und z.B. von einem Vermögensverwalter verwalten lassen, was sind dann die Erwartungen an den Vermögensverwalter?

  1. Der Vermögensverwalter soll über sehr gute Kenntnisse verfügen. D.h. sowohl Kennnisse von den Finanzmärkten und auch von den zu handelnden Produkten
  2. Der Vermögensverwalter soll sich kontinuierlich weiterbilden, um stetes die beste Entscheidung in Bezug auf die Verwaltung des Vermögens treffen zu können
  3. Der Vermögensverwalter soll sich an klare Regeln halten. D.h. das umsetzen, was beauftragt wurde und zwar ohne die Investition unnötigen Risiken auszusetzen

Warum sollte also die Erwartung an sich selbst eine andere sein, als die Erwartung gegenüber einem Vermögensverwalter?

Es gibt keinen Grund Dich auch nur einen Zentimeter weit aus der Pflicht zu nehmen.

Also: Auf geht’s und Traden lernen.

Traden lernen – Kapitel 1 bis 6

  • Money Management
  • Trading Tagebuch
  • Trading-Stil
  • Analyseverfahren
  • Tipps & Tricks für's Traden lernen
  • Eine Warnung an alle Trading-Anfänger

Money – wat für nen Ding? – Management? Wie jetzt?

Einen Trade zu eröffnen, also z.B. Aktien kaufen, bedeutet sein Geld einem gewissen Risiko auszusetzen.

Börsenkurse lassen sich nicht mit 100%iger Genauigkeit vorhersagen. Und darum müssen wir uns bei allem was wir an der Börse machen absichern.

Traden lernen bedeutet also zunächst, sich mit dem Money Management auseinanderzusetzen.

Beim Money Management geht darum, mit diesem Risiko angemessen und zielorientiert umzugehen.

Dabei kommt es insbesondere auf die Steuerung des Risikos über die richtige Auswahl der Ordergrößen an.

Über die Ordergröße bestimmt ein Händler die Anzahl der zu kaufenden Wertpapiere, bzw. Umfang einer Transaktion (feste Beträge, feste Stückzahlen, oder variable von der Marktsituation abhängige Ordergrößen).

Mit der flexiblen Steuerung der Ordergröße wird das monetäre Risiko aktiv gesteuert.

Fallbeispiel: Warum das Money-Management so wichtig ist

Ein Trader befindet sich noch in der Lernphase, handelt aber bereits aktiv mit Aktien.

Bisher hat er alles richtig gemacht und bereits 9 Trades erfolgreich abschließen können. Mit dem Traden lernen nimmt er es noch nicht so genau.

Er hat jedoch aus seiner Erfahrung gelernt und den Börsenhandel in so weit verinnerlicht, als das die praktische Anwendung bisher immer funktionierte. Für ihn gibt es nur eines. Gewinnen. Zunächst einmal Traden lernen? Fehlanzeige.

Er denkt sich nach dem 9. Trade:

Wenn 9 Mal alles gut ging, warum also nicht auch ein 10. Mal?

Beim 10. Trade will er es sich und allen anderen beweisen. Jetzt setzt er alles auf eine Karte. All in. Gehebelt bis zum Anschlag. Dieses Mal wird garantiert der Kracher. Er wird vor seinen Freunden dastehen wie ein Held.

Doch ach, was los?

Mit dem Heldenstatus wird es diesmal nix.

Die maximale Anzahl an Aktien wurde gekauft (ups), kein Stopp-Loss gesetzt (ohoh) und seit der Eröffnung der Position fallen die Märkte aus zunächst unerklärlichen Gründen Tag für Tag (f*ck).

Das Horror-Szenario für jeden Börsenhändler der auf dem falschen Fuß erwischt wird!

Der 10. Trade ging mal so richtig daneben. Und all das schöne Geld ist weg.

Die Börse ist Schuld – wer sonst?

Ist ein Verlusttrade grundsätzlich ein schlechter Trade?

Nein, im Grunde nicht, denn Verlusttrades gehören zum Geschäft. Wenn Du Aktien kaufst und verkaufst, wirst Du sehr schnell merken, dass Du nicht jedes Investment im grünen Bereich abschließen kannst.

Schließlich liegen die Wahrscheinlichkeiten bei jedem Investment tendenziell immer im Bereich 50:50. Der Anleger ist also gefordert die Wahrscheinlichkeiten zu seinen Gunsten zu steuern.

Doch wenn ein Händler ohne Sinn und Verstand das Risiko erhöht und dieses aufgrund fehlender Stopps nicht limitiert, dann kann er mit nur einem negativ-Trade Schiffbruch erleiden.

Und darum bedarf es einem guten Money Management.

Regel Nummer 1 beim Traden lernen:

Ohne Money Management werden Privatanleger niemals dauerhaft Gewinne erzielen können.

Du nicht, ich nicht, niemand.

Das Money Management ist ein zentraler Bestandteil in ausnahmslos jeder Trading Strategie und bei jedem Trading Stil.

Einfach ausgedrückt wird über das Money Management die Chance und das Risiko eines jeden einzelnen Trades gesteuert.

Gutes vs. Schlechtes Money Management:

Schlechtes Money Management

Betrachten wir zunächst ein Beispiel von schlechtem Money Management. Bei der Entwicklung der Trading Strategie wurde z.B. festgelegt, dass mit jedem Trade 500 Euro zu verdienen sind.

Außerdem wurde definiert, dass kein Stopp Loss verwendet wird.

Ein großer Fehler.

Warum?

Ganz einfach.

Die Bereitschaft das gesamte investierte Geld i.H.v. 10.000 Euro dafür zu riskieren, dass 500 Euro hinzuverdient werden können, ist wenig sinnvoll!

​Nehmen wir an, es werden 100 Aktien zu je 100 Euro gekauft. In Summe werden also 10.000 Euro investiert. Ist es ein gutes Money Management, wenn 10.000 Euro riskiert werden, um 500 Euro verdienen zu können? ​

Nein, das ist es nicht.

Selbst wenn es bei dieser Art von Trademanagement 9 Mal gut geht und 9 mal 500 Euro verdient werden (in Summe 4.500 Euro).

Irgendwann kommt dann das eine Mal, an dem die gesamte Investition verloren ist.

Was dann? Dann sagt man sich vielleicht, „hätte ich mal lieber Traden gelernt“.

Nicht auszudenken was passiert, wenn dieses Worst Case Szenario bereits bei Ihrem ersten Trade eintritt.

Das Geld ist dann weg.

Ein wirklich sprechendes Beispiel für ein schlechtes Money Management.

Natürlich ist es sehr unwahrscheinlich, mit Aktien von Natur aus wirklich Pleite gehen zu können. Doch auch bei Aktien gibt es solche Beispiele. Aber hebelt man seine Investitionen, handelt mit Forex oder gar Binären Optionen, oder auch Penny Stocks, dann ist es nicht mehr so unwahrscheinlich mit dem Totalverlust.

Wie hätte man es besser machen können?

Was wenn 100 Aktien zu je 100 Euro gekauft, also 10.000 Euro investiert werden, um bei einer Risikobereitschaft von 500 Euro bei jedem Trade 1.000 Euro Gewinn zu erwirtschaften?

D.h. ein potentieller Verlust von -5% steht dann einem potentiellen Ziel von +10% gegenüber.

Eine durchaus bessere Variante?

Ja, definitiv. Doch auch hier wartet schon der nächste Stolperstein.

Denn die Renditeziele und der Abstand zum Stopp-Loss sind mit Bedacht zu setzen.

Chance und Risiko müssen vor dem Trade abgewogen werden. Mit utopischen Annahmen wird kein Mehrwert geschaffen.

Das passende Chance-Risiko-Verhältnis ist das eine, eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit das andere.

Nehmen wir an, Du riskierst immer so viel, wie Du verdienen möchtest. Also ein CRV von 1:1. Wenn Du in 50% der Fälle richtig liegst (Trefferwahrscheinlichkeit), dann bist Du mit Deinen Investitionen +-0.

Wenn Du ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2:1 nutzen möchtest (also doppelt so viel verdienen möchtest, als das was Du riskierst), dann genügt eine Trefferquote von 50%, um gut Geld zu verdienen.

Nutzt Du jedoch ein negatives CRV, also z.B. 1:5, dann brauchst Du eine richtig hohe Trefferquote, um dauerhaft profitabel zu sein.

Money Management und die Wahl des Brokers

Die Wahl des Brokers hat zwar lehrbuchtechnisch nicht direkt etwas mit dem klassischen Money Management zu tun. Für mich persönlich ist jedoch die Wahl des Brokers das zentrale Element für den Erfolg im kurzfristig ausgerichteten Börsenhandel.

Es hat mehrere Vorteile, sich für einen Broker zu entscheiden, der zum aktuellen Zeitpunkt das beste Preis- Leistungsverhältnis bietet. Der entscheidende Vorteil ist ganz sicher, dass man seine Trading-Nebenkosten in den Griff bekommt. Darum ist ein Broker Vergleich auch so wichtig. ​Und ein Vergleichsrechner hilft ebenso.

Ein kleines Beispiel aus dem Handel mit US-Aktien gibt schnell Aufschluss darüber, warum das so  wichtig ist:

Trading-Stil: Daytrading
Trades pro Tag: 10 Roundturns (d.h. 10 Käufe und 10 Verkäufe, d.h. 20 Halfturns
Stückzahl an Aktien: 200 Stück pro Kauf/Verkauf

Broker Nummer 1: 10 Euro pauschal pro Trade
Kosten: 20 Halfturns * 10 Euro = 200 Euro Tradingnebenkosten pro Tag

Broker Nummer 2: 0,5 Cent pro Aktie pro Trade, 1 Dollar Mindestgebühr pro Halfturn
Kosten: 20 Halfturns * 200 Aktien * 0,5 Cent = 20 Euro Tradingnebenkosten pro Tag

Um das Bild noch deutlicher zu zeichnen. Bei 20 Handelstagen im Monat reden wir über 4.000 Euro Tradingnebenkosten vs. 400 Euro. Ich bin mir sicher, dass die meisten Privatanleger sich über einen Zugewinn von 3.600 Euro auf ihrem Depot freuen würden.

Darum fehlt mir jedwedes Verständnis dafür, wenn Anleger sich für einen teuren Broker entscheiden. Und das Beispiel ist nicht aus der Luft gegriffen!

Tagesaktuelle Broker-Aktionen und Flatrate-Angebote

  • comdirekt: Für 3,90 Euro pro Order handeln und 100 Euro Prämie einstreichen*
  • onvista: 6 Monate für nur 3,99 Euro pro Order handeln*
  • 1822direkt: Bis zu 200 Euro Gutschrift + 50% Orderrabatt*
  • flatex: Flat ab 5,90 Euro pro Order handeln und 5 FreeTrades erhalten*
  • sbroker: 6 Monate für 4,99 Euro pro Monat handeln*

*Die Aktionen können durch den Anbieter jederzeit beendet werden. Alle Details findest Du auf der Website des Anbieters. Alle Angaben ohne Gewähr.

Die Gebühren sind das allererste, was Du in den Griff bekommen musst. Das nächste Kapitel widmet sich einem Thema, das Dir beim Traden lernen hilft wie kein anderes. Das Trading Tagebuch.

Erinnerst Du Dich daran, was gestern war? Das Trading Tagebuch hilft Dir!

Das Trading-Tagebuch ist der beste Wegbegleiter eines jeden Händlers. Der Mehrwert eines Trading Tagebuches ist beim Traden lernen enorm.

Denn Traden lernen bedeutet auch, seine eigene Erfolgsgeschichte zu schreiben. Und was könnte besser in dieses Buch passen, als die eigenen Trades?

All die persönlichen Gedanken, die zum Zeitpunkt der Trade Eröffnung und beim Schließen des Trades durch den Kopf gingen, angereichert mit Charts und Notizen darüber, was aus diesen Trades gelernt wurde.

Es gibt kaum ein anderes Medium, das besser beim Traden lernen hilft.

Ein Trading Tagebuch oder Trading Journal muss weder komplex noch kompliziert sein.

Die Devise lautet, sich auf das Wesentliche zu beschränken.

Digitale Medien sind perfekt geeignet, um seine Gedanken schnellstmöglich niederschreiben zu können.

Ein paar Screenshots, die vor, während und nach dem Abschluss eines Trades gemacht wurden sind eine gute Orientierungshilfe.

Am Ende eines Handelstages sollte eine kurze Zusammenfassung niedergeschrieben werden.

Das Führen eines Trading-Tagebuchs hat viele Vorteile.

Mit dem Niederschreiben von Erfahrungen können in kürzester Zeit Fehlerquellen aufdeckt werden.

So kann man gezielt dort besser werden, wo man besser werden muss.

Traden zu lernen, heißt also auch von sich selbst zu lernen und das wiederholen von Fehlern zu vermeiden.

Einen positiven Nebeneffekt gibt es auch. Aufgrund der Tatsache, dass das Führen eines Trading Tagebuchs durchaus Arbeit macht, hält es ungeduldige Trader davon ab, eine unnötig hohe Handelsfrequenz an den Tag zu legen.

Denn Trading lernen bedeutet keinesfalls mit Scalping zu beginnen und hunderte von Trades am Tag zu machen. Ganz im Gegenteil. Gelernt gelernt und ein minimiertes Risiko erhöht die Wahrscheinlichkeit, lange am Markt bestehen zu können.

Der Trading Stil - Daytrading, Scalping, Swingtrading, Positionstrading und Buy & Hold

Das Erkennen des eigenen Trading Stils ist der Erste Schritt auf dem Weg zur Entwicklung einer Anlagestrategie. Im Wesentlichen stellt sich beim Trading Stil die Frage danach, ob mit Wertpapieren spekuliert oder in Wertpapiere investiert werden soll.

Spekulativ in Bezug auf den Trading Stil sind alle kurzfristig ausgerichteten Käufe und Verkäufe mit einer kurzen Haltedauer.

Von einer Investition spricht man hingegen üblicherweise nur dann, wenn die Käufe wirklich langfristig (z.B. zur Altersvorsorge) getätigt werden und sich eine Haltedauer von mehreren Jahren ergibt.

​Spekulation

  • check
    ​Scalping
  • check
    Daytrading

​Spekulation / Investition

  • check
    ​Overnight Trading
  • check
    ​Swing Trading

​Investition

  • check
    ​Positionstrading
  • check
    ​Buy & Hold

Scalping

Beim Scalping nutzen Trader insbesondere Trading Strategien, die auf ein extrem kurzes Zeitfenster ausgerichtet sind. D.h. zwischen dem Kauf und dem Verkauf der Wertpapiere liegen zum Teil nur Sekunden.

Eine Sonderform des Scalping stellt das High Frequency Trading dar, das aber im Wesentlichen den Institutionellen Anlegern vorbehalten ist.​ Denn nur institutionelle Anleger haben die Möglichkeit Kursdifferenzen im Millisekunden Bereich gewinnbringend zu nutzen. Da brauchst Du mit Deinem i5, 32GB Ram und einer 100MBIT-Leitung nicht anfangen.

Als Privatanleger würden außerdem Deine Trading-Nebenkosten die Gewinne bei weitem übersteigen. Auch beim Scalping besteht die Herausforderung darin, kosteneffizient arbeiten zu können.

Scalping ist zum Traden lernen mit echtem Geld übrigens denkbar ungeeignet. Viel zu schnell müssen Anlageentscheidungen getroffen werden und viel zu schnell werden Fehler gemacht.

Da aufgrund der Kürze der Zeit nur kleine Gewinne je Stück erwirtschaften werden können, müssen Anleger bei dieser Art des Tradings die Stückzahl als Hebel nutzen, um Gewinne hoch zu skalieren.

Hohe Stückzahlen zu handeln, bedeutet jedoch sehr oft, hohe Handelsgebühren zu bezahlen.

Scalping war insbesondere in den Jahren sehr attraktiv, in denen der Arbitragehandel noch möglich war und zwischen einzelnen Börsenplätzen derart große Kursunterschiede bestanden, dass man an Börsenplatz A eine Position eröffnen und innerhalb weniger Sekunden an Börsenplatz B wieder gewinnbringend schließen konnte.

Das geht aufgrund des technologischen Fortschritts heute jedoch nicht mehr in gleichem Umfang, da alle Börsenplätze aufgrund des Technologisierungsgrades fast synchron laufen.

Darum sollte das Scalping nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn man sowohl über hervorragendes technisches Trading Equipment und eine rasend schnelle Internetverbindungen verfügt, als auch hochklassige voll automatisierte Scalping Trading Strategien einsetzt.

​Daytrading

Bei einem Daytrader ist der Anlagehorizont etwas länger als beim Scalping. Positionen werden nicht im Sekundenbereich, sondern eher im Bereich von Minuten oder Stunden gehalten.

Eine Position wird im Daytrading jedoch immer spätestens zum Börsenschluss glatt gestellt.

Im Daytrading ist es ebenfalls das Ziel mit Trading Strategien, die auf kurzfristige Kursbewegungen ausgerichtet sind, Profite zu erwirtschaften.

Dabei wird oftmals long und short (Leerverkauf) gehandelt. D.h. das Ziel kann es sein, von steigenden Kursen zu profitieren, oder aber auch durch fallende Börsenkurse.

Ähnlich wie beim Scalping spielen auch beim Daytrading die Gebühren eine entscheidende Rolle.

Beim Daytrading ist es enorm wichtig, die die für dieses Geschäft notwendige Zeit auch wirklich verfügbar zu haben. Andernfalls kann Daytrading nicht aktiv betrieben werden.

Anleger sollten täglich zumindest in den Haupthandelszeiten ihre Trading Strategien anwenden können – manuell oder automatisiert.

Wenn Anleger nicht die Zeit hierfür haben, dann ist Daytrading nicht die richtige Wahl.

Auch ist Daytrading für Anfänger keine besonders gute Wahl, da die emotionale Bindung insbesondere im Falle von Verlusten sehr groß sein kann und Dir die Motivation am Börsenhandel und der Entwicklung von Trading Strategien nehmen kann.

Wie herausfordernd Daytrading für Anfänger sein kann, zeigt die N24-Reportage Daytrader - Der Traum vom schnellen Geld. ​

Wer sich eher auf einen gemütlichen Kinoabend freut, der ist mit dem einen oder anderen hier vorgestellten Börsenfilme ganz sicher auf der richtigen Seite!


Overnight Trading

Beim Overnight Trading werden im Laufe des Tages eröffnete Positionen an Aktien, Optionen, Optionsscheinen, Futures oder Währungspaaren über Nacht gehalten.

Damit ist der Anlagehorizont etwas länger, das damit verbundene Risiko ist aber durchaus nicht zu vernachlässigen.

Wenn der Börsenplatz geschlossen ist und auch kein außerbörslicher Handel der gehaltenen Overnight Positionen möglich ist, dann sind einem in dieser Zeit die Hände gebunden. Das Risiko ist dann unkalkulierbar.

Es kommt häufig genug vor, dass Aktien am nächsten Morgen mit Kurslücken >10% eröffnen – nach oben oder unten.

Zum Beispiel wenn nachbörslich Unternehmensnachrichten bekanntgegeben worden sind.

Bei einer Trading Strategie ist es darum sehr wichtig und durchaus entscheidend, ein sehr gutes Geldmanagement walten zu lassen.

So sollten zum Beispiel große Bestände an Aktien möglichst nicht ohne Absicherung gehalten werden.

Das Overnight Trading gehört definitiv zu den spekulativeren Anlagestrategien.


Swing Trading

Während beim Overnight Trading Positionen üblicherweise nach einer Nacht wieder glatt gestellt werden, so ist es beim Swing Trading durchaus üblich, die Aktien wenige Tage bis Wochen zu halten.

Mit größer werdender Haltedauer wird i.d.R. auch die Positionsgröße kleiner.

So sinkt üblicherweise die Anzahl der zu handelnden Aktien oftmals mit einer gleichzeitig steigenden Haltedauer.

Insbesondere beim Aktienkauf kommt der Trading Stil des Swing Tradings häufig zum Einsatz.

Grund dafür ist, dass der Stopp und das Gewinnziel z.B. im Vergleich zum Daytrading weiter weg vom Einstiegskurs liegen und bereits kleinere Stückzahlen genügen, um den angestrebten Gewinn in der jeweiligen Währung zu erzielen.

Swing Trading ist für berufstätige Anleger schon eher geeignet, da die zeitliche Bindung geringer ist als beim Day Trading oder Scalping.

Swing Trading Indikatoren sind in Handelsplattformen meist leicht anzuwenden, da diese auf Tagesbasis verwendet werden können und die dafür notwendigen Kursdaten meist kostenlos zur Verfügung stehen.


​Positionstrading

Das Positionstrading ist der Übergang von der reinen Spekulation zur Investition. Denn beim Positonstrading wird in der Regel ein ganzes Portfolio gemanaged. Diese Investitionen sind meistens langfristig ausgelegt.

So können Einzelwerte durchaus Jahre oder Jahrzehnte gehalten werden. Positionstrading Strategien sind sehr beliebt.

Denn das Swing- und Positionstrading gehört bei berufstätigen Anlegern, die ihr Vermögen aktiv selbst verwalten möchte, zu den aussichtsreichsten Anlageformen mit geringer zeitlicher Bindung.

Es ist extrem wichtig, dem Gesichtspunkt der Diversifikation beim Positionstrading sehr große Beachtung beizumessen.

Niemals alles auf eine Karte setzen! Vielmehr sollte das Risiko gestreut werden, um die Vorteile der Diversifikation für sich arbeiten zu lassen.

Vorsicht beim Handel mit übergroßen Positionsgrößen (das kommt bei kurzfristigen Spekulationsgeschäften durchaus vor und gehört darum zu einer der größten Schwachstellen bei Spekulationsgeschäften).

Vielmehr sollte beabsichtigt werden, durch eine geschickte Kombination von Aktien-Einzelwerten das Risiko zu streuen und die Performance einzelner Aktienindizes zu schlagen.

Die Positionstrading-Rendite kann durchaus deutlich besser sein, als bei spekulativen Handelsansätzen.

Einer der Gründe hierfür ist, dass die Nebenkosten deutlich geringer sind. So müssen für einen Gewinn von Beginn an weniger Nebenkosten "wieder reingeholt" werden.


Buy and Hold

Die Idee des klassischen Buy and Hold ist noch immer eine der beliebtesten Trading Strategien bzw. Handelsstile für die Altersvorsorge.

Und das, obwohl sich die Welt der Investoren geändert hat und das aktive Management von Investitionen immer mehr in den Vordergrund rückt.

Beim Buy and Hold wird häufig auf Blue Chips gesetzt, sprich auf Einzelwerten die eine enorm große Marktkapitalisierung haben und eine über die Jahre hinweg stabile Geschäftsentwicklung vorweisen.

Dazu zählen z.B. Aktien wie IBM, Intel oder die Allianz.

Als Anteilseigener dieser Firmen liegt der Schwerpunkt nicht auf dem schnellen Profit durch Kursgewinne, sondern eher auf einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Kursgewinnen und einer hohen Dividendenrendite bei gleichzeitig geringem zeitlichem Aufwand.

Diese Kombination kann über die Jahre hinweg ein solides Ergebnis liefern und dem Ziel einer passenden Altersvorsorge am nächsten kommen.

Die spekulative Komponente ist bei diesem Anlagehorizont sehr gering und der Idee eines gezielten Investments wird hier am ehesten Rechnung getragen.

Insbesondere dann, wenn eine möglichst geringe zeitliche Bindung und eine verhältnismäßig geringe emotionale Belastung bevorzugt wird.

Eines muss bei den Buy and Hold Anlagestrategien jedoch in jedem Fall beachtet werden.

​Entwickeln sich die Geschäfte der ausgewählten Unternehmen nicht mehr wie erwartet, oder ändert sich die Unternehmensphilosophie in eine Richtung die nicht mehr mitgetragen wird (z.B. dauerhafter Stopp von Dividendenzahlungen), dann sind Anleger und Investoren gefordert, die Anlage-Strategie für das jeweilige Wertpapier zu überdenken.

​Die klassische Form des Buy and Hold (z.B. auch mit Aktienfonds) hat heutzutage eher ausgedient. Früher gab es weniger emittierte Aktien und das Wirtschaftswachstum im Allgemeinen war enorm. Aktienkurse haben sich früher wie von allein nach oben bewegt.

Heute sind Privatanleger in der Pflicht, regelmäßig das Portfolio zu durchleuchten und jede einzelne Investition regelmäßig dahingehend zu überprüfen, ob das Ziel mit dem jeweiligen Einzelwert erreicht wird. D.h. die Anforderung bzgl. der Anwendung einer Buy und Hold Trading Strategie hat sich geändert.

Insbesondere im Zeitalter der Digitalisierung kann ein Unternehmen von heute auf morgen von einem Konkurrenten übernommen oder aus dem Markt gedrängt werden.

Auch Investoren werden immer flexibler und scheuen nicht mehr davor, Aktien in ihrem Portfolio auszutauschen.

​Hut ab. Der Artikel Traden lernen fesselt Dich. Das freut mich sehr. Und tatsächlich, Du hast schon mehr als die Hälfte geschafft. Im nächsten Kapitel dreht sich alles um die Technische Analyse und Fundamentalanalyse. Weiter geht es mit dem Traden lernen. Viel Spaß.

Analyseverfahren: Die Technische Analyse und die Fundamentalanalyse

​Wer nicht ganz blind Aktien kaufen und verkaufen möchte, stolpert früher oder später über 2 wesentliche Marktanalyseverfahren. Die Technische Analyse und die Fundamentalanalyse. Ich werde im nachfolgenden Abschnitt auf beide Verfahren eingehen und die Unterschiede erläutern.

Die Technische Analyse

Bei der Technischen Analyse geht es weniger um Unternehmenskennzahlen, betriebs- und volkswirtschaftliche Zusammenhänge, als um die Interpretation der historischen Kursverläufe und deren Zusammenhang mit der zukünftigen Kursentwicklung.

Die Technische Analyse ist insbesondere ​in Deutschland sehr populär und wird von Privatanlegern sehr oft als Grundlage für die Entwicklung von Börsenstrategien verwendet.

Bei der Technischen Analyse geht man davon aus, dass alle Marktereignisse zu jeder Zeit bereits eingepreist sind.

D.h. auch wenn sich z.B. Wirtschaftsdaten ändern, dass dann diese Ereignisse bereits vorweggenommen sind.

Damit unterscheidet sich die Technische Analyse maßgeblich von der Fundamentalanalyse.

Welche Rolle spielt der historische Kursverlauf bei der Technischen Analyse?

​Der historische Kursverlauf eines Basiswertes wird genutzt, um Annahmen für die weitere Kursentwicklung zu treffen. Dabei kommen Trendlinien, Trendkanäle, Ausbrüche, Retracements, Gleitende Durchschnitte u.v.m. zum Einsatz.

Die Komplexität der Technischen Analyse ist überschaubar. Das macht es einfach, die Technische Analyse zu lernen. Erfrischend ist, dass immer wieder neue Trading Indikatoren auf den Markt kommen. Das macht das Thema immer wieder spannendend und bringt neue Ideen.

Die Technische Analyse der Finanzmärkte ist insbesondere in Deutschland sehr populär, sodass es verschiedene Softwarepakete, Indikatoren, Bücher oder elektronisch veröffentlichte Dokumente wie PDF's gibt. Diese helfen beim Traden lernen und erleichtern den Einstieg in den Handel an den Börsen.

Mit der technischen Analyse lassen sich Trends erkennen, die im kurzfristigen, aber auch langfristigen Bereich angesiedelt sein können. Die Technische Analyse kann ganz ohne wirtschaftsökonomische Vorkenntnisse erlernt werden.

Die Charttechnik - Traden lernen mit Kerzenmustern

Die Charttechnik ist dem Bereich der Technischen Analyse zuzuordnen. Historische Kursverläufe werden hier z.B. in Form von Candlesticks abgebildet und analysiert. Nachfolgende Beispiele sollen Dir dabei helfen, Grundkenntnisse der Charttechnik zu erlangen und die wichtigsten Candlesticks für die Long- und Short-Seite kennenzulernen.

Candlestick-Muster (Candlestick-Pattern)

Was ist ein Candlestick-Muster? Schauen wir uns zunächst beide Begriffsbestandteile an:

​1) Candlestick

Ein Candlestick visualisiert den Kursverlauf des zugrundeliegenden Basiswertes. Dabei werden sowohl Eröffnungs- und Schlusskurs als auch das Hoch und Tief der jeweils gewählten Periode angezeigt.

Candlestick-Muster

Candlestick-Muster

Ein Candlestick besteht aus zwei Hauptbestandteilen

  • ​dem „body“ (auch „real body“ oder „Kerzenkörper“ genannt) und
  • den „shaddows“ (upper shaddow+lower shaddow) (auch „Docht/Lunte“ oder „wick“ genannt).

Die Farbe des Kerzenkörpers entsteht im klassischen Sinne in Abhängigkeit des Verhältnisses vom Schlusskurs zum Eröffnungskurs.

Ist der Schlusskurs höher als der Eröffnungskurs, d.h. der Preis ist innerhalb der gewählten Periode gestiegen, so wird dies i..R. mit grüner Farbe dargesellt.

Ist der Schlusskurs niedriger als der Eröffnungskurs, d.h. der Preis ist innerhalb der gewählten Periode gefallen, so wird dies i.d.R. mit roter Farbe dargestellt.

Sind Schlusskurs und Eröffnungkurs identisch, so spircht man von einem sogenannten Doji (farblos).​

2) Die Muster

(Chart-) Muster bezeichnet allgemein eine gleichbleibende Struktur, die einer sich wiederholenden Sache zugrunde liegt, bzw. eine zur gleichförmigen Wiederholung (Reproduktion) bestimmte Denk-, Gestaltungs- oder Verhaltensweise bzw. einen entsprechenden Handlungsablauf.

Candlesticks werden im Rahmen der Technischen Analyse genutzt, um Signale für den Handel mit Aktien, Forex, Optionen, Optionsscheinen und Binären Optionen gerne genutzt.

Nachfolgend stellen wir die beiden wichtigsten Candlesticks vor. Dem Hammer für die Long-Seite und den Shooting Star für die Short-Seite.

Der Hammer

​Der Hammer ist ein im Bereich der Technischen Analyse häufig angewandtes Einstiegssignal für die LONG-Seite.

​Durchaus trägt der Hammer eine starke psychologische Aussage in sich und signalisiert eine mögliche Trendumkehr, von einem existierenden Abwärtstrend zu einem Aufwärtstrend.

​Nachfolgende Illustration hilft dabei das Candlestick-Muster besser einzuordnen:

Charttechnik- Der Hammer

Charttechnik- Der Hammer

Dabei lautet die Wenn-Dann Definition für den Hammer ​wie folgt:

Wenn

  1. ​die vorangegangene Bewegung eine Abwärtsbewegung ist UND
  2. ​der Candle-Body der aktuellen Periode maximal ein Drittel der Gesamttagesrange des Candles beträgt UND
  3. ​der Body des Candles im Bereich des oberen Drittels der Gesamtrange liegt
  4. ​der „upper shaddow“ sehr klein oder nicht vorhanden ist UND
  5. ​der „lower shaddow“ mindestens zwei Drittel der Gesamtrange ausmacht UND
  6. ​der Schlusskurs entweder größer oder kleiner als der Eröffnungskurs ist

dann wird das Candlestick-Musterals als „Hammer“ bezeichnet.

Eine exakte Definition mit einheitlich mathematischen Parametern gibt es nicht, sodass die Wahl der exakten Parameter (z.B. Definition der vorangegangenen Abwärtsbewegung) jedem Trader individuell überlassen bleibt.

Der Shooting Star

Der Shooting Star ist ein im Bereich der Technischen Analyse häufig angewandtes Einstiegssignal für die SHORT-Seite und die spiegelbildliche Version des Hammer.

​Durchaus signalisiert der Shooting Star eine mögliche Trendumkehr, von einem existierenden Aufwärtstrend zu einem Abwärtstrend, bringt jedoch im Gegensatz zum Hammer tendenziell geringere Gewinnaussichten mit sich.

Die nachfolgende Illustration hilft dabei das Candlestick-Muster besser einzuordnen:

Charttechnik-Shooting Star

Charttechnik-Shooting Star

​Dabei lautet die Wenn-Dann Definition für den Shooting-Star ​wie folgt:

Wenn

  1. ​die vorangegangene Bewegung eine Aufwärtsbewegung ist UND
  2. ​der Candle-Body der aktuellen Periode maximal ein Drittel der Gesamttagesrange des Candles beträgt UND
  3. ​der Candle-Body im Bereich des unteren Drittels der Gesamtrange liegt
  4. ​der „lower shaddow“ sehr klein oder nicht vorhanden ist UND
  5. ​der „upper shaddow“ mindestens zwei Drittel der Gesamtrange ausmacht UND
  6. ​der Schlusskurs entweder größer oder kleiner als der Eröffnungskurs ist

dann wird das Candlestick-Musterals als „Shooting Star“ bezeichnet.

Eine exakte Definition mit einheitlich mathematischen Parametern gibt es nicht, sodass es für die Wahl der exakten Parameter (z.B. Definition der vorangegangenen Aufwärtsbewegung) einen gewissen Handlungsspielraum gibt.

​Fazit zum Thema Technische Analyse und Candlesticks

​Die Beschaffenheit eines einzelnen Candlesticks und die Anordnung mehrerer Candlesticks zueinander bei entsprechender Beschaffenheit des einzelnen Candlesticks werden als Candlestick-Muster (auch „Candlestick-Pattern“) bezeichnet und sind Bestandteil der Technischen Analyse.

Bei der Technischen Analyse kommt es also im Wesentlichen auf die Visuelle Wahrnehmung an. Und gleich geht es in die nächste Runde beim Traden lernen. Wenn die technische Analyse nicht für Dich passt, dann vielleicht die Fundamentalanalyse?

Die Fundamentalanalyse

Wer sich gerne mit Zahlen beschäftigt und gerne Bilanzen liest, ist bei der Entwicklung von Tradingstrategien mit der Fundamentalanalyse auf genau dem richtigen Weg.

Denn mit dieser Methode der Finanzmarktanalyse werden zukünftige Kursentwicklungen von Aktien auf Basis von Unternehmensdaten prognostiziert.

Das bedeutet, dass Ad hoc-Mitteilungen Monatsberichte, Quartals- und Jahresberichte immer sehr genau im Auge behalten werden.

Das Ziel ist über die öffentlich zugänglichen Unternehmenszahlen abzuleiten, welche Handelsentscheidungen getroffen werden sollen. Auf Basis des erwarteten weiteren Geschäftsverlaufs werden Annahmen für die Kursentwicklung getroffen.

Kennzahlen wie Aktiva, Passiva und Umsätze sind neben den allgemeinen volkswirtschaftlichen Daten von Bedeutung.

Beim Positionstrading oder einer Buy and Hold Anlagestrategie, ist die Fundamentalanalyse ein durchaus sinnvoller Analyse-Ansatz.

Im Daytrading hingegen spielt diese eher keine, oder wenn nur eine untergeordnete Rolle. Nämlich an den Tagen, an denen die Unternehmen aktuelle Zahlen veröffentlichen.

Entscheidet sich ein Anleger für die Fundamentalanalyse, dann sind betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse von Vorteil.

Denn es ist wichtig, dass die Zahlen richtig interpretieren werden.

Sowohl die Technische Analyse, als auch die Fundamentalanalyse helfen dabei, Trading Strategien zu definieren und den passenden Trading Stil zu finden und damit die Idee des Traden lernen zu leben.

​Beide Ansätze haben ihre Daseinsberechtigung und begeistern Trader auf der ganzen Welt.

Wer beide Analysemethoden kennt, kann sich für die am besten passende entscheiden.

Nicht nur das, beide Methoden ergänzen sich prima und lassen sich kombinieren.

Ein Beispiel: Auf Basis der Fundamentalanalyse wird eine positive Entwicklung innerhalb der nächsten 12 Monate prognostiziert.

Auf Basis der Technischen Analyse wird ein Ausbruch aus einer Preisrange nach oben erkannt.

Diesen Breakout wird als Einstiegssignal für den Long-Einstieg genutzt und der Basiswert gekauft.

Eine Filterkombination (Technische Analyse + Fundamentalanalyse) kann für die Steigerung der Profitabilität durchaus angebracht sein.

Die Entscheidung darüber, ob die Technische Analyse oder die Fundamentalanalyse besser passt, muss jeder Anleger für sich alleine treffen. Fakt ist das jedes systematische Vorgehen einer wahllosen Auswahl von Wertpapieren langfristig deutlich überlegen ist.

Hast Du das Zeug dazu, um ein erfolgreicher Trader zu werden – Tipps & Tricks

Zeit: Du brauchst Zeit, viel Zeit. Vergiss das bitte nicht. Je geringer Dein Engagement, desto geringer die Aussicht auf Erfolg. Traden lernen ist ein Prozess. Dieser braucht Zeit. Deine Erfahrungen werden Dich formen. Du wirst immer weiter lernen und gelerntes adaptieren. Traden lernen oder nicht? Meiner Meinung nach, eine sinnvolle Investition. Nimm Dir die Zeit.

Startkapital:

Das Startkapital beim Trading ist wie das Stammkapital bei der Unternehmensgründung. Du solltest zum einen über ein Startkapital verfügen und Dir zum anderen darüber bewusst werden, dass der Erhalt des Geldes besonders wichtig ist.

Darum ist es auch so wichtig, frühzeitig mit dem Traden lernen zu beginnen. Stelle Deinen Businessplan auf. Trading ist ein Beruf.

Broker:

Es gibt viele Broker die Dir ein kostenloses Demokonto bieten, so zum Beispiel FXFlat. Auch wenn es bedeutet, dass Du zusätzliche Zeit investieren musst, um die Trading-Plattform kennenzulernen und beim Kaufen und Verkaufen auf den richtigen Knopf zu drücken, so ist ein Demokonto eine gute Wahl.

Denn lieber im Demokonto versehentlich auf den falschen Knopf gedrückt oder die falsche Positionsgröße gewählt, als später mit dem Echtgeldkonto. Die Börse ist auch morgen noch da. Du verpasst nix.

Recht haben:

Gewöhne Dich gleich zu Beginn daran, dass der Börsenhandel absolut nichts mit Recht haben und Recht bekommen zu tun hat. Du investierst Risikokapital für einen für Dich gewählten Zeitraum.

Du prognostizierst den Kursverlauf nach einem für Dich schlüssigen verfahren. Doch die Börse ist unberechenbar. Es gibt keine Gesetzmäßigkeit die den Kursverlauf 100%ig prognostizierbar macht. Der Markt hat immer Recht. Nicht Du!

Tradingstrategien:

So ganz ohne Plan geht es eben nicht. Für welches Verfahren Du Dich auch immer entscheidest. Lege Deine Regeln von Beginn an klar fest und halte Dich an diese. Nur so kannst Du den Erfolg Deiner Strategie messen.

Handelst Du ohne klare Strategieparameter, so wirst Du niemals herausfinden was für Dich funktioniert.

Die Auswahl der Märkte:

​Die Börse bietet Tradinganfängern wie Profis ein großes Spektrum an handelbaren Märkten. Für Binäre Optionen, Kryptowährungen und hoch gehebelte Investitionen entscheidest Du Dich nur, wenn Dir Dein Geld egal ist.

Es ist dann wie Glücksspiel. Möchtest Du zielgerichtet investieren, dann sind konservative Basiswerte wie z.B. Aktien sicher die bessere Wahl.

Alleine Traden lernen oder in der Gruppe?

Meiner Meinung nach kann man nur dann erfolgreich traden, wenn man dies allein tut. Beim traden lernen jedoch, spricht nichts dagegen sich in Facebook-Gruppen, Trading-Foren oder mit Freunden auszutauschen. Dabei solltest Du jedoch immer darauf achten, dass Du nicht zu sprunghaft wirst.

Jeder Trader ist individuell und tickt anders. Jeder reagiert unterschiedlich und nicht jede Strategie passt zu jedem. Du musst herausfinden, was zu Dir passt. Dabei solltest Du Dich nicht zu sehr ablenken lassen.

Eine Warnung an alle Trading-Anfänger

Es soll gelegentlich vorkommen, dass Anfängern ein streng limitiertes Sonderangebot gemacht wird. Renditeversprechungen von 100%, 1000% oder mehr im Jahr werden gemacht.

Gib mal „Traden lernen für Anfänger“ bei Dr. Google ein. Klicke Dich durch die ersten 20 Suchergebnisse.

Beantworte mir anschließend folgende Fragen:

  • Wie hoch ist die Quote der in Deutschland ansässigen Anbieter?
  • ​​Welche der Seiten ist relativ frei von plakativen Werbeversprechungen?
  • Wie viele Anbieter arbeiten erfolgsabhängig? D.h. erhalten nur Geld wenn Du nach dem Traden lernen bei Ihnen Geld auch wirklich verdienst?
  • Wie hoch ist der Anteil der Anbieter, die den Kunden ihren Kontoauszug zur Ansicht anbieten?

Wenn bei 1) und 2) keine Deiner Warnsysteme anspringen, dann doch bitte beim 3. oder spätestens 4. Punkt. Jeder von uns hat mal Jahre, in denen man besonders gut verdient. +20% Netto-Gewinn aufs die Anlagesumme – glaubwürdig. +100% in einem guten Jahr, okay, habe ich auch schon geschafft. Ja. Aber 1.000% im Jahr? Echt jetzt?

Nehmen wir mal an, Dein Trading-Coach sagt, dass er 1000% im Jahr schafft. Immer und immer wieder, mit jedem Kapital.

Weiterhin gehen wir davon aus, er hat vor 10 Jahren nicht nur mit dem Traden lernen, sondern auch mit dem Geld verdienen begonnen.

Nehmen wir weiter an, er hatte ein Startkapital von 25.000 Euro.

Wo steht Dein Dein Trading-Coach heute rein rechnerisch?

​Jahr

​Kapital

​1

​25.000,00 €

​2

​275.000,00 €

​3

​3.025.000,00 €

​4

​33.275.000,00 €

​5

​366.025.000,00 €

​6

​4.026.275.000,00 €

​7

​44.289.025.000,00 €

​8

​487.179.275.000,00 €

​9

​5.358.972.025.000,00 €

​10

​58.948.692.275.000,00 €

Ja, ​die Steuer wäre abzuziehen und selbst ein Mark Zuckerberg würde neidisch werden. Darum geht es hier aber nicht. 

Und nun verkauft ​Dein Trading Coach Dir die megageheime Traden lernen Erfolgsformel für Anfänger für schlappe 29 Euro.

Warum sollte er das tun, wenn er mit dem Eigenhandel so gut verdient?

Rein rechnerisch müsste er vor Steuern übrigens 1.000 Mal 203 Millionen Erfolgsformeln verkaufen, um auf das gleiche Kapital nach 10 Jahren zu kommen. Wird zumindest dann a bisserl eng, wenn er nur deutschsprachige Erfolgsformeln zum traden lernen verkauft 😉

Meine ​​kostenlose Erfolgsformel zum Traden lernen für Dich

In Deutschland hat sich in den letzten Jahren ein großes Netzwerk an Finanzbloggern etabliert. Bevor Du in Erwägung ziehst, Geld für einen Online-Kurs, eine DVD oder Vorort-Seminar auszugeben, folge doch lieber der Finanzblogroll.

Ist Traden etwas für Anfänger?

Der Börsenhandel bietet viele Chancen, jedoch auch das eine oder andere Risiko. Unüberlegtes Handeln wird beim aktiven Börsenhandel schneller und härter bestraft, als anderswo.

Wer gut vorbereitet ist, kann im Börsenhandel gutes Geld verdienen und sich ein zusätzliches Einkommen sichern.

Einigen Tradern ist es auch schon gelungen, ihren Lebensunterhalt mit dem Wertpapierhandel zu bestreiten.

Als Trading Anfänger sollte man jedoch von der Idee den Eigenhandel als Haupteinkommen zu nutzen zunächst Abstand nehmen.

Sobald der Eigenhandel gute und stabile Ergebnisse aufweist, besteht noch immer die Möglichkeit, die Handelsaktivitäten deutlich auszuweiten.

Was bleibt ist die Tatsache, dass mit aktivem Börsenhandel weniger als 10% der Privatanleger langfristig Erfolg haben. Klingt bitter, ist bitter. Darum ist die langfristig orientierte Geldanlage z.B. per ETF ganz sicher die bessere Wahl. Es kostet weniger Zeit, kann kosteneffizient mit einem in Deutschland ansässigen Broker gehandhabt werden und entlastet Dich auf Dauer.

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