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​Die Geschichte des Bitcoin

Vielleicht hatte der Erfinder des Bitcoin eine Vision zu seiner digitalen Währung, die etwas mit Goldsuche zu tun hat. Mit dem Schürfen und Graben nach dem gelben Metall in tiefen dunklen Stollen und unter Gefahr für Leib und Leben.

Die Belohnung oder die Ausbeute ist eine Münze (Coin), die im Gegensatz zu Gold materiell nicht greifbar ist, sondern nur in digitalen Zahlen vorliegt.

Eine Münze jedoch, die durch ihre Erfindung innerhalb der digitalen Revolution einen Meilenstein setzte und vielleicht den Anfang einer neuen Finanzstruktur und ebenso eine gesellschaftliche Umwälzung bedeutet.

Denn eines ist klar, analoges Geld passt immer weniger in eine mehr und mehr digitalisierte Welt.

Früher oder später werden zerflederte und schmutzige Geldscheine sowie schwere Münzen und erst recht unterschiedliche Währungen in den Geldbörsen der Menschheit überflüssig sein.

Die Idee, Geld zu digitalisieren, gibt es schon länger, mit dem Bitcoin wurde es zum ersten Mal erfolgreich umgesetzt.

Was der Bitcoin ist, wie er entstand und was alles in ihm steckt, erfährst Du im folgenden Artikel.

Bitcoin

Bitcoin

Das Geheimnis des Bitcoin-Erfinders

Am 2. Mai 2016 erklärte der australische Computerfachmann Craig Steven Wright, dass er hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto stehe und damit der Erfinder des Bitcoins ist.

Immerhin konnte Wright schlüssige Beweise vorlegen, die ihn als Bitcoin-Erfinder identifizieren, aber ganz lupenrein ist die Geschichte nicht, denn einige Fragen bleiben auch weiterhin offen und ebenso zeigten sich ein paar der Beweise im Nachhinein als Fälschungen.

Die vorgelegten und verifizierten Beweise zumindest lassen zwar eine eindeutige Zuweisung von Wright als Nakamoto zu, diese sind jedoch wiederum so spärlich, das sie auch vom „echten“ Nakamoto stammen könnten, der Wright vorschiebt, um weiter anonym bleiben zu können.

Auf jeden Fall hat Wright im Frühjahr 2017 über 70 Patente zum Bitcoin und der dahinter stehenden Blockchain-Technologie beim britischen Patentamt angemeldet.

Wenn es tatsächlich noch einen anderen Nakamoto gibt, wird sich dieser das sicher nicht gefallen lassen und aus seiner Deckung auftauchen. 

Wenn nicht, dürfte Craig Steven Wright tatsächlich der Erfinder des Bitcoin sein.

Dann ist Wright zudem ein schwerreicher Mann, denn ihm stehen von den 21 Millionen möglichen Bitcoins immerhin eine Million zu.

​Nach aktuellem Bitcoin-Kurs (November 2017) wären das über 5,7 Milliarden Euro

Warum Wright bei der Erfindung des Bitcoins ein Pseudonym wählte, erklärt er heute damit, das er dadurch sein persönliches Umfeld schützen wollte, womit er aus aktueller Sicht durchaus recht hatte, doch in den Anfangsjahren des Bitcoins hätte er sich kaum Sorgen um zu viel Popularität oder Anfeindungen machen müssen.

Wie der Bitcoin und mit ihm das Mysterium Nakamoto entstand

Im Jahr 2008 versendete Satoshi Nakamoto über eine Mailinglist ein Konzept für eine kryptographische Währung, entstanden aus den Ideen

  • des US-amerikanischen Computer-Ingenieurs Wei Dai, 
  • dem ebenfalls aus den USA stammenden Computer-Wissenschaftler Nick Szabo,
  • dem britischen Kryptografie-Spezialisten Adam Back sowie
  • dem im Jahr 2014 verstorbenen Hal Finney, einem Spiele-Entwickler und Computer-Wissenschaftler aus Kalifornien.

Alle vier, Dai, Szabo, Back und Finney, standen zudem auf der Mailing-List von Nakamoto. 

In den folgenden Jahren gab es immer wieder Spekulationen, dass diese vier zusammen oder zumindest einer von ihnen hinter dem Pseudonym Nakamoto stehen würden.

Wer weiß, ob daran trotz der Offenbarung des Australiers Craig Steven Wright nicht doch etwas Wahres ist

In dem von Nakamoto versendeten Konzept befand sich zudem eine Erklärung, welche Vorteile eine digitale Währung, basierend auf einem kryptografischen Netzwerk, mit sich bringt.

Die Kernthese dieser Erklärung ist der Wegfall des notwendigen Vertrauens in analoge Währungen beziehungsweise deren Verwalter wie die Zentral- und Notenbanken und natürlich die Geschäfts- und Privatbanken.

Diesen „muss“ bei der Verwaltung des analogen Geldes vertraut werden, auch wenn die Vergangenheit und die Gegenwart zeigen, dass dieses Vertrauen immer wieder missbraucht wird.

Sei es aus politischen oder aus wirtschaftlichen Gründen.  

Ein Jahr nach der versendeten Mail, genau am 3. Januar 2009, entstand das Bitcoin-Netzwerk.

Die ersten beiden Teilnehmer waren Hal Finney sowie Satoshi Nakamoto

Finney erhielt in dieser Transaktion von Sakamoto 50 Bitcoins. Wieder lässt sich bezüglich des Synonyms Sakamoto spekulieren. Am Wohnort von Hal Finney lebte ein gewisser Dorian Satoshi Nakamoto.

Der damals 60-jährige Dorian Nakamoto, ein ehemals für den US-Militär-Geheimdienst arbeitender und nun als Pensionär Modelleisenbahnen sammelnder Mann, bestreitet, mit Bitcoins in irgendeiner Weise etwas zu tun zu haben.

Reich ist dieser tatsächlich Nakamoto heißende US-Amerikaner mit japanischen Wurzeln offensichtlich nicht. Er könnte aber Finney im Jahr 2008 als Namensgeber gedient haben.

Da nun Hal Finney im Jahr 2014 an ALS verstarb, besteht die Möglichkeit, das Insider wie Craig Steven Wright, der sich selbst nachweislich seit 2009 mit Bitcoins beschäftigt und in Kommunikation mit Sakamoto stand, dessen Erbe annahm, berechtigt oder unberechtigt sei einmal dahingestellt.

Es bleibt aber alles weiterhin Spekulation. Abgesehen von dieser mysteriösen Geschichte ist der Bitcoin ohne Zweifel eine absolut geniale Idee.

Wie funktioniert den nun der Bitcoin?

Der Bitcoin setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die unabdingbar zusammengehören. Der eine Teil funktioniert nicht ohne den anderen Teil.

Zum einen ist dies die digitale Geldeinheit Bitcoin, zum anderen das Zahlungssystem, über das Bitcoins transferiert und verwaltet werden.

Dieses Zahlungssystem ist ein dezentrales Rechnernetz. Vereinfacht ausgedrückt ist jeder Bitcoin-Eigentümer gleichzeitig Mitverwalter aller im Umlauf befindlichen Bitcoins.

Es gibt keinerlei zentrale Server wie etwa den Großrechner einer Bank, auf dem alle Kundenkonten verwaltet werden und auf die der Banknutzer per Online-Banking beschränkt Zugriff erhält.

Vielmehr wird auf jeden Rechner, mit dem Bitcoins gehandelt werden oder über den Bitcoins für den Zahlungsverkehr genutzt werden, eine Datenbank geladen, in der alle jemals mit Bitcoins getätigten Transaktionen verzeichnet sind.

Wirklich alle und nicht nur die der eigenen Bitcoins

​Diese Transaktionen sind sehr stark verschlüsselt, weshalb von einem kryptografischen Netzwerk gesprochen wird.

Die hohe Verschlüsselung genauso wie die Verteilung der Daten auf alle beteiligten Rechner gewährleistet, dass der Bitcoin vor unbefugten Eingriffen absolut sicher ist.​

Er kann nicht gefälscht werden, unbefugte Überweisungen oder das Abräumen des Bitcoin-Kontos durch Kriminelle sind ebenso ausgeschlossen und selbst der versehentliche Geldtransfer an ein falsches Konto ist nicht möglich.

Er ist dadurch gleichzeitig vor dem Zugriff staatlicher oder behördlicher Stellen sicher. 

Selbst die NSA hat es nach eigenen Angaben bisher nicht geschafft, die Verschlüsselung zu knacken.

Einzig und allein die Verwaltung der eigenen Passwörter stellt für den Bitcoin-Nutzer ein Risiko dar, dies liegt aber wie bei anderen Anwendungen in der Hand jedes Einzelnen.

Möglichkeiten, sich vor fremden Zugriff zu schützen, gibt es genug, was aber sehr oft an der persönlichen Bequemlichkeit scheitert.

So stand im Jahr 2016 das Wort „hallo“ bei der Passwortvergabe in Deutschland an der Spitze, gefolgt von „passwort“.

Manche Systeme verlangen mitunter acht Zeichen, bestehend aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie mindestens einer Zahl.

Auch hierin sind deutsche User sehr erfindungsreich, „Hallo123“ steht an dritter Stelle. 

Das Bitcoin Mining – so werden Bitcoins „gefunden“

​Die digitale Währung Bitcoin wird nicht einfach erfunden oder in irgendeiner Weise von einer Person oder einem Unternehmen ausgegeben.

Das würde dazu führen, das irgendwann so viele Bitcoins am Markt wären, das sie ihren Wert verlieren würden.

Eine Inflation der Bitcoins wird dadurch vermieden, dass die Anzahl der jemals möglichen Bitcoins von Nakamoto auf 21 Millionen beschränkt wurde.

Aktuell (November 2017) sind 16,66 Millionen Bitcoins im Umlauf. Es wird geschätzt, das bis etwa im Jahr 2040 alle 21 Millionen Bitcoins „geschürft“ wurden.

Doch was bedeutet schürfen oder eben das Bitcoin Mining?

​Der Vorgang des Mining ist eine sehr komplexe Angelegenheit und das ist auch gut so. Denn die Komplexität zusammen mit der Verteilung der Vorgänge auf das gesamte Netzwerk verschafft Fälschungssicherheit und Anonymität.

Vereinfacht stellt es sich so dar:

Wenn der Bitcoin gehandelt wird, entstehen Transaktionen.

Diese Transaktionen werden zunächst nur als verschlüsselte Dateien im Bitcoin-Netzwerk abgelegt.

Das sieht dann so ähnlich aus wie der Kontoauszug im Online-Banking, wenn mit der Kreditkarte etwas bezahlt wurde.

Allerdings sind beim Bitcoin bereits jetzt Verschlüsselungen vorhanden, aus denen sich für Außenstehende nichts ablesen lässt, nicht einmal wer Sender und wer Empfänger der Transaktion war.

Diese Transaktionen werden gleichzeitig auf jeden am Netzwerk beteiligten Rechner gesendet.

Wenn das Bitcoin-Netzwerk beispielsweise 5 Millionen Beteiligte umfasst, also 5 Millionen Computer zu einem Netzwerk zusammengeschaltet sind, und, wieder als Beispiel, Herr Müller von Frau Meier etwas erwirbt und diesen Gegenstand mit Bitcoin bezahlt, wird dieser Bezahlvorgang verschlüsselt an alle 5 Millionen Rechner gesendet.

Damit ist der Vorgang aber keineswegs beendet, denn die Zahlung muss verifiziert werden, also von der Mehrheit der Beteiligten im Netzwerk als richtig bestätigt werden.

Keine Sorge, niemand, der mit Bitcoins umgeht, muss nun den ganzen Tag am Rechner sitzen und per Mausklick bestätigen, dass die Zahlung von Herrn Meier an Frau Müller berechtigt war.

Vielmehr dient dieser Bestätigungsvorgang gleichzeitig der Schöpfung neuer Bitcoins.

Dabei werden sogenannte Blöcke erschaffen, in denen Transaktionen verschlüsselt zusammengefasst sind.

Diese Blöcke wiederum sind Bestandteil einer Kette, darum Blockchain

Um solche Transaktionsblöcke herstellen zu können, wird sehr viel Rechenleistung benötigt.

In den von Nakamoto festgelegten Algorithmen für die Blockchain-Technologie werden dem oder besser den Rechnern neue Bitcoins zugewiesen, die die meiste Rechenleistung zur Schaffung der Blöcke aufgebracht haben.

Dabei wird der Schwierigkeitsgrad mit zunehmender Rechenleistung nach oben angepasst.

Darum werden jährlich immer weniger neue Bitcoins erzeugt. Noch im Jahr 2013 gingen die Experten davon aus, das etwa im Jahr 2020 alle 21 Millionen Bitcoins gefunden sind.

Heute, im Jahr 2017, wird das Jahr 2040 angenommen.

Das Bitcoin Wallet oder die digitale Geldbörse

Um nun mit dem Bitcoin Zahlungen zu leisten oder von anderen Beträge in der Währung Bitcoin zu erhalten, gehört zur Datenbanksoftware die Bitcoin Wallet.

Dabei handelt es sich um eine grafische Oberfläche, ähnlich dem Online-Banking, über die entsprechende Transaktionen getätigt werden können.

Mit der Bitcoin App geht es noch einfacher

​Im Zeitalter der Smartphones und Tablets beschränkt sich die Nutzung einer Bitcoin Wallet oder einer digitalen Geldbörse für Bitcoins natürlich nicht auf Laptops oder etwa PCs.

Mit einer Bitcoin App, die es inzwischen für jedes Betriebssystem gibt, lassen sich Bitcoin-Transaktionen von jedem Handy aus leisten.

Bitcoin Exchange – Bitcoins kaufen und verkaufen

Um den Bitcoin kaufen oder den Bitcoin verkaufen zu können, benötigt der künftige Besitzer zunächst eine Bitcoin Wallet, also die bereits beschriebene digitale Geldbörse, die es in Form einer Bitcoin App auch für das Smartphone gibt.

Nun gibt es im Internet verschiedene Plattformen, auf denen Besitzer von Bitcons ihre digitale Währung zum Kauf anbieten.

Für den Kauf oder den Verkauf von Bitcoins werden von den Plattformen Transaktionsgebühren erhoben.

Während der Bitcoin selbst die wohl sicherste Währung der Welt darstellt, muss bei der Nutzung der verschiedenen Plattformen zum Bitcoin Exchange darauf geachtet werden, wie hoch deren Sicherheitslevel ist.

Denn solche Schnittstellen, in denen analoges Geld gegen digitales Geld getauscht wird, können bei unzureichender Sicherheit Angriffsflächen für Hacker und Cyberkriminelle bieten, diese haben es dabei vor allem auf das analoge Geld der Nutzer abgesehen, etwa in Form von Kreditkartennummern oder Pins für das Online-Banking.

Mit einem gestohlenen Bitcoin hingegen kann ein Dieb schlicht nichts anfangen, zumal sich ein Bitcoin nicht einfach stehlen lässt.

Was ist Bitcoin Trading?

Wie fast jede andere Währung erlaubt das digitale Geld Bitcoin den Devisenhandel, das Bitcoin Trading.

Der Bitcoin setzt sich hierbei aus Einheiten zusammen. 

Beim aktuellen Kurs von 5420 Euro für einen Bitcoin (Stand 13.11.2017) ist eine Unterteilung in kleinere Einheiten zwingend notwendig.

Bei analogem Geld wie etwa dem Euro oder dem Dollar werden die kleineren Einheiten als Cent bezeichnet und stellen den hundertsten Teil der Währung dar.

Beim Bitcoin als digitale Währung liegt es nahe, die Einteilung mathematisch vorzunehmen, weshalb sie in Dezimalstellen ausgedrückt werden:

​Abkürzung

​Aussprache

​Dezimalstelle

​BTC

​bitcoin

​1

​dBTC

​decibitcoin

​0,1

​cBTC

​centibitcoin

​0,01

​mBTC

​millibitcoin

​0,001

µBTC

​microbitcoin

​0,000001

​"satoshi"

​0,00000001

Dementsprechend ist momentan die kleinste Einheit, ein Satoshi, der millionste Teil eines Bitcoins, genau Null Eurocent wert. Sichtbare und im herkömmlichen Sinne rechenbare Werte ergeben sich erst bei 100 Satoshi, die dann rund einem Eurocent entsprechen.

Die kleinste Bitcoin-Einheit wurde zu Ehren des Bitcoin-Erfinders nach dessen Vornamen benannt

Wer nun denkt, dass eine derartig hohe Aufteilung des Bitcoins in eine million Einheiten völliger Blödsinn sei, der irrt. 

Banken etwa jonglieren schon sehr lange mit kleinsten Zahlen weit hinter dem Komma und verdienen dabei sehr gut, ohne dass es der Bankkunde mitbekommt. 

So ergeben sich gerade beim Devisengeschäft in der Umrechnung oft mehrere Nachkommastellen, die jenseits der bestehenden Einheiten liegen.

Wer verlangt etwa am Bankschalter beim Geldwechsel die Auszahlung von 0,05 Eurocent, also den zwanzigsten Teil eines Cent?

Niemand, richtig, und so wandern diese 0,05 Cent in die Taschen der Banken. 

Multipliziert mit Millionen von Transaktionen ergibt das einen ordentlichen Gewinn für die Finanzinstitute, ohne das es irgendjemandem auffällt oder jemand dieses Geld vermisst.

Wenn jedoch eine Währung wie der Bitcoin von Anfang an in kleinste Einheiten zerlegt wird, lassen sich auch kleinste Beträge darstellen und von jedem nachvollziehen.

Der Vorteil liegt aber noch in einem anderen Bereich. Mit der Digitalisierung werden vermehrt automatisierte Abrechnungssysteme eingeführt, in die kein Sachbearbeiter involviert ist.

Dabei handelt es sich oft um Kleinstbeträge, sogenanntes Micropayment, wie etwa bei der Bezahlung digitaler Güter.

Dazu gehören heute zum Beispiel Online-Zeitungsartikel oder Musikstücke, die zum Download angeboten werden.

Auch hier treten durch die Globalisierung wiederum Summen auf, die eigentlich mehrere Nachkommastellen besitzen

In der Zukunft werden das Mikropayment und damit vermutlich auch der Bitcoin eine bedeutende Rolle im Verkehrswesen einnehmen. Nämlich dann, wenn es darum geht, E-Fahrzeuge mit Energie zu versorgen.

Durch neue Technologien erfolgt die Aufladung etwa mittels Induktion an den verschiedensten Orten, bis hin zum Ampelstopp.

Dabei fallen für die jeweiligen Anbieter meist nur winzige Summen an, deren wirtschaftliche Abrechnung nur automatisiert erfolgen kann.

Dazu wird eine Währung benötigt, die sich in entsprechend kleine Einheiten aufteilen lässt, eben den Bitcoin.

Bitcoin Investment – eine lohnende Anlage?

Die Frage, ob der Bitcoin ein lohnendes Investment darstellt, lässt sich am einfachsten durch die Wertentwicklung aufzeigen.

Wohl kein anderer handelbarer Gegenstand, ob nun digital oder analog, besitzt aktuell eine derartige Performance:

Nach der im Januar 2009 erstmals erfolgten Transaktion wurde der Bitcoin überhaupt nicht an den ​Börsen gehandelt. Im Februar des Jahres 2010 eröffnete die erste Bitcoin-Wechselstube im Internet.

Damals bezahlte ein unbekannter Programmierer für zwei Pizzas 10.000 Bitcoins, was nach heutigem Kurs über 54 Millionen Euro wären.

Es ist zu vermuten, dass sich dieser Programmierer inzwischen sehr ärgern dürfte, damals leichtfertig das scheinbar wertlose Digital-Geld für zwei Pizzen ausgegeben zu haben.

Aber schon ein Jahr später, Februar 2011, entsprach der Wert des Bitcoins einem US-Dollar und im August 2011 stand der Bitcoin bei 6,48 Dollar.

Nachfolgend nun eine Übersicht der Bitcoin-Entwicklung im Abstand von je einem Jahr ​jeweils im August:

  • ​​2011: $6,48
  • ​​2012: $8,00
  • 2013: $104,88
  • line-chart
    2014: $376,65
  • line-chart
    2015: $208,28
  • line-chart
    2016: $517,99
  • line-chart
    2017: $4.044,44
  • line-chart
    ​Absolutes Hoch: > $20.000

Sicher zeigt diese kurze Übersicht nicht die ganze Wahrheit.

Der Bitcoin wurde in den sieben Jahren seiner Handels-Historie sowohl massiv abgewertet um dann ebenso massiv in die Höhe zu schießen. 

Der Bitcoin entstand im ersten Jahr einer Weltwirtschaftskrise, die hauptsächlich durch Banken und die von ihnen angebotenen Finanzprodukte ausgelöst wurde.

Eine Krise, die noch heute, gut 10 Jahre danach, viele Länder beschäftigt

Die Kursentwicklung des Bitcoins zeigt nicht einfach ein Spekulationsobjekt, sondern vielmehr die Hoffnung vieler Anleger auf ein besseres und vor allem gerechteres Finanzsystem, das unabhängig von Manipulationen funktioniert.

Allein darum ist der Bitcoin ein lohnendes Investment.Aufgrund der spekulativen Anlageform sollten Anleger sich der Risiken, die bis z.B. beim derzeit unwahrscheinilch erscheinenden Verbot von Bitcoins entstehen können, bewusst sein.

​Wer einen fairen Wert der Bitcoins sucht, wird diesen nicht finden. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Und erst heute hat der Bitcoin mit über 8000 US-Dollar ein neues Hoch gesetzt. ​Damit hat sich der gehandelte Kurs zwischen 2011 und heute mehr als vertausendfacht. Update 31.12.2017: Getrieben durch die Einführung der neuen CME Bitcoin Futures durchbrach der Bitcoin-Kurs Mitte Dezember die 20.000 US-Dollar Marke.

Faszinierend und zugleich erschreckend ist die Tatsache, dass digitale Währungen wie der Bitcoin letztlich alle anderen Devisen und damit auch das Forex Trading überflüssig machen und als Zahlungsmittel für eine gerechtere Verteilung der Ressourcen dieser Welt dienen können.

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