Girokonto ohne Schufa: Konto trotz negativer Schufa eröffnen (2026)

Mit negativen Schufa-Einträgen kann die Suche nach einem Girokonto zur Herausforderung werden. Doch ein eigenes Konto ist unverzichtbar: Ohne Girokonto kannst du kein Gehalt empfangen, keine Miete überweisen und keine Lastschriften ausführen. Die gute Nachricht: Auch trotz negativer Schufa hast du mehrere Möglichkeiten, ein vollwertiges Konto zu eröffnen.

In unserem Vergleich zeigen wir dir die besten Konten ohne Schufa-Abfrage für 2026. Egal ob du ein Basiskonto, ein Konto bei einer Neobank oder ein P-Konto suchst – hier findest du die passende Lösung für deine Situation.

Was ist ein Girokonto ohne Schufa?

Ein Girokonto ohne Schufa ist ein Bankkonto, das du auch mit negativen Schufa-Einträgen eröffnen kannst. Dabei gibt es zwei verschiedene Varianten:

Konto ohne Schufa-Abfrage: Bei diesen Konten prüfen Banken deine Bonität gar nicht erst. Sie arbeiten nicht mit der Schufa zusammen und fragen deinen Schufa-Score bei der Kontoeröffnung nicht ab. Diese Konten werden in der Regel auf Guthabenbasis geführt – das bedeutet, du kannst nur über Geld verfügen, das tatsächlich auf dem Konto ist.

Basiskonto trotz negativer Schufa: Hierbei handelt es sich um ein gesetzlich garantiertes Konto, das alle Banken in Deutschland anbieten müssen. Die Bank fragt zwar deine Schufa ab, darf dir das Konto trotz negativer Einträge aber nicht verweigern. Das Basiskonto ist ebenfalls ein Guthabenkonto ohne Kreditrahmen.

💡 Wichtig zu wissen

Ein Girokonto ohne Schufa ermöglicht dir die Teilnahme am Zahlungsverkehr – auch wenn deine Bonität nicht optimal ist. Du kannst Überweisungen tätigen, Daueraufträge einrichten, Lastschriften ausführen und Gehalt oder Sozialleistungen empfangen.

Die besten Girokonten ohne Schufa im Vergleich 2026

N26 Flex – Das mobile Basiskonto

Das N26 Flex Konto richtet sich speziell an Menschen mit negativer Schufa. Du kannst es nicht direkt auswählen – wenn deine Schufa-Bonität für das Standard-Konto nicht ausreicht, bietet dir N26 automatisch das Flex-Konto an.

✅ Vorteile:

  • 100% mobiles Banking per App
  • Mastercard Debit inklusive
  • Bis zu 2 Spaces (Unterkonten) zum Sparen
  • Deutsche Banklizenz mit Einlagensicherung bis 100.000€
  • Online Banking und In-App-Chat Support
  • Konto trotz negativer Schufa garantiert
  • Apple Pay und Google Pay nutzbar
  • Echtzeitüberweisungen kostenlos

❌ Nachteile:

  • 8,90€ Kontoführungsgebühr pro Monat
  • 2€ pro Bargeldabhebung
  • Kein Dispokredit möglich
  • Keine Girocard verfügbar

Das N26 Flex bietet deutlich mehr Funktionen als viele klassische Basiskonten. Die App ist modern und benutzerfreundlich, und du kannst dein Konto vollständig über dein Smartphone verwalten. Der Kundensupport ist täglich von 7:00 bis 23:00 Uhr erreichbar.

Revolut – Kostenloses Konto ohne Schufa-Prüfung

Revolut verzichtet komplett auf eine Schufa-Abfrage bei der Kontoeröffnung. Das Standardkonto ist dauerhaft kostenlos und bietet moderne Banking-Features.

✅ Vorteile:

  • Keine Kontoführungsgebühren (Standard-Konto)
  • Keine Schufa-Abfrage bei der Kontoeröffnung
  • Kostenlose Debitkarte
  • Bis zu 5 kostenlose Abhebungen pro Monat
  • Gebührenfreie Zahlungen in Fremdwährung (bis 1.000€/Monat)
  • Multiwährungskonten verfügbar
  • Schnelle Kontoeröffnung per App (ca. 5 Minuten)
  • Unterkonten (Pockets) für bessere Übersicht

❌ Nachteile:

  • Litauische IBAN (LT) – kann bei manchen Lastschriften zu Problemen führen
  • Keine Girocard
  • Kein Dispokredit
  • Keine automatische Abführung der Kapitalertragsteuer

Revolut ist besonders für Menschen geeignet, die viel im Ausland unterwegs sind oder häufig in Fremdwährungen zahlen. Die App bietet zahlreiche Features wie Budgetplanung, Ausgabenanalysen und sogar Krypto-Trading.

bunq – Nachhaltige Bank ohne Schufa

Die niederländische Neobank bunq arbeitet nicht mit der Schufa zusammen und bietet mehrere Kontomodelle an – darunter auch ein kostenloses Konto.

✅ Vorteile:

  • Keine Schufa-Abfrage bei Kontoeröffnung
  • bunq Free komplett kostenlos
  • 3 Unterkonten mit eigener IBAN
  • Nachhaltig: Bäume werden bei Kartenzahlungen gepflanzt
  • Multiwährungskonten in 22 Währungen
  • Deutsche IBAN verfügbar (ab Pro-Tarif)
  • 2,01% Zinsen auf Sparkonto
  • Apple Pay und Google Pay

❌ Nachteile:

  • Niederländische IBAN im Free-Tarif
  • Bargeldabhebungen kosten 2,99€ (Free) bzw. 0,99€ (Core)
  • Volle Funktionen erst ab kostenpflichtigen Tarifen
  • Keine Girocard

bunq richtet sich an umweltbewusste Nutzer, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Die Banking-App ist sehr übersichtlich und bietet umfangreiche Budgetierungsfunktionen.

bunq Kontomodelle:

  • bunq Free: 0€/Monat – 3 Unterkonten, virtuelle Karte
  • bunq Core: 3,99€/Monat – physische Karte, 5 Unterkonten
  • bunq Pro: 9,99€/Monat – 3 physische Karten, 25 Unterkonten
  • bunq Elite: 18,99€/Monat – Premium-Features, Versicherungen

BforBank – Französische Bank ohne Schufa

BforBank bietet zwei Kontomodelle ohne Schufa-Abfrage an. Das BforBasic-Konto ist unter bestimmten Bedingungen kostenlos.

✅ Vorteile:

  • Keine Schufa-Abfrage
  • BforBasic bei Nutzung kostenlos
  • Visa-Debitkarte inklusive
  • Online Banking per App
  • Französische Einlagensicherung bis 100.000€
  • Weltweites Bezahlen möglich

❌ Nachteile:

  • Französische IBAN
  • 2€/Monat bei Nichtnutzung (BforBasic)
  • Limitierte Kartenzahlungen (1.500€/30 Tage bei BforBasic)
  • Begrenzte Bargeldabhebungen (500€/7 Tage)
  • Weniger bekannt in Deutschland

BforBank Kontomodelle:

  • BforBasic: 0€ bei mind. 1 Zahlung/Abhebung pro Monat, sonst 2€
  • BforZen: 0€ im 1. Monat, danach 5€/Monat – erweiterte Funktionen

Vergleichstabelle: Girokonten ohne Schufa

AnbieterGrundgebührSchufa-AbfrageIBANKarteBargeldabhebung
N26 Flex8,90€/MonatNein bei FlexDEMastercard Debit2€
Revolut Standard0€NeinLTMastercard Debit5x kostenlos
bunq Free0€NeinNLMastercard Debit2,99€
BforBasic0€*NeinFRVisa Debit500€/7 Tage

*bei Nutzung

Was ist ein Basiskonto?

Das Basiskonto ist ein gesetzlich garantiertes Girokonto auf Guthabenbasis. Seit 2016 müssen alle Banken in Deutschland jedem Verbraucher ein Basiskonto anbieten – unabhängig von der Bonität.

Wer hat Anspruch auf ein Basiskonto?

Einen Anspruch auf ein Basiskonto haben alle Menschen, die sich rechtmäßig in der Europäischen Union aufhalten. Das schließt ein:

  • Menschen mit negativen Schufa-Einträgen
  • Personen in Privatinsolvenz
  • Menschen mit Überschuldung
  • Obdachlose ohne festen Wohnsitz
  • Asylsuchende und Geduldete
  • Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis

Die Bank darf die Eröffnung eines Basiskontos nur in wenigen Ausnahmefällen ablehnen:

  • Du hast bereits ein Girokonto oder Basiskonto bei einer anderen Bank
  • Du hast ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto)
  • Du stehst bei dieser Bank noch in Zahlungsverzug
  • Du hast dich gegenüber dieser Bank strafbar gemacht

💡 Gut zu wissen

Falls eine Bank dein Basiskonto zu Unrecht ablehnt, kannst du ein Überprüfungsverfahren bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragen. Die BaFin kann die Bank dann zur Kontoeröffnung verpflichten.

Funktionen eines Basiskontos

Ein Basiskonto ermöglicht dir alle grundlegenden Bankgeschäfte:

  • Überweisungen tätigen
  • Lastschriften einrichten
  • Daueraufträge erstellen
  • Bargeld abheben (je nach Bank)
  • Gehalt oder Sozialleistungen empfangen
  • Online Banking nutzen
  • Debitkarte erhalten

Was ein Basiskonto nicht bietet:

  • Kein Dispokredit
  • Keine Überziehungsmöglichkeit
  • Meist keine klassische Girocard (EC-Karte)
  • Kein Kreditrahmen

Kosten eines Basiskontos

Banken dürfen für ein Basiskonto angemessene Gebühren verlangen. In der Praxis liegen die Kosten meist zwischen 5€ und 12€ pro Monat. Die teuersten Basiskonten kosten teilweise über 15€ monatlich.

Typische Gebühren:

  • Kontoführungsgebühr: 5-12€/Monat
  • Bargeldabhebungen: oft kostenpflichtig
  • Überweisungen: sollten kostenlos sein
  • Daueraufträge: sollten kostenlos sein
  • Debitkarte: meist inklusive

⚠️ Wichtig

Vergleiche die Konditionen verschiedener Banken genau. Manche Sparkassen und Volksbanken verlangen sehr hohe Gebühren für Basiskonten. Neobanken wie N26 Flex bieten oft bessere Konditionen mit mehr Funktionen.

Was ist ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto)?

Ein P-Konto ist ein Girokonto mit besonderem Pfändungsschutz. Es schützt einen gesetzlich festgelegten Betrag vor Kontopfändung – aktuell sind das 1.500,51€ pro Monat (Stand 2026). So bleibt dir auch bei Schulden und Pfändung ein Existenzminimum erhalten.

P-Konto eröffnen oder umwandeln

Jedes Girokonto und jedes Basiskonto kann auf Wunsch in ein P-Konto umgewandelt werden. Die Umwandlung muss innerhalb von 4 Geschäftstagen erfolgen und ist kostenlos.

Wichtig: Die Umwandlung in ein P-Konto wird bei der Schufa gemeldet. Das kann weitere Auswirkungen auf deine Bonität haben. Dennoch ist das P-Konto in vielen Fällen die einzige Möglichkeit, um trotz Pfändung handlungsfähig zu bleiben.

Erhöhung des Pfändungsfreibetrags

Der Grundfreibetrag von 1.500,51€ kann erhöht werden, wenn du:

  • Unterhaltspflichten hast (z.B. für Kinder)
  • Sozialleistungen erhältst
  • Weitere pfändungsfreie Beträge nachweisen kannst

Für die Erhöhung benötigst du eine Bescheinigung vom Schuldnerberatungsstelle, Familienkasse, Sozialamt oder Gericht.

Wie eröffnest du ein Konto trotz negativer Schufa?

Die Kontoeröffnung läuft bei den meisten Anbietern online ab und ist in wenigen Minuten erledigt.

Voraussetzungen

  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Wohnsitz in Deutschland (für deutsche Banken)
  • Gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass)
  • Smartphone oder Computer mit Kamera (für VideoIdent)

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Anbieter auswählen

Entscheide dich für ein Konto ohne Schufa-Abfrage (z.B. Revolut, bunq) oder beantrage ein Basiskonto bei einer deutschen Bank.

2. Online-Antrag ausfüllen

Gib deine persönlichen Daten ein:

  • Name und Geburtsdatum
  • Adresse
  • E-Mail-Adresse und Telefonnummer
  • Steuer-ID (bei deutschen Banken)

3. Identität nachweisen

Die Identitätsprüfung erfolgt per:

  • VideoIdent: Per Video-Chat mit deinem Ausweis
  • Foto-Upload: Bei manchen Anbietern genügt ein Foto deines Ausweises plus Selfie

4. App herunterladen

Bei Neobanken wie N26, Revolut oder bunq lädst du die Banking-App herunter und richtest dein Konto ein.

5. Konto aktivieren

Nach erfolgreicher Prüfung (meist innerhalb weniger Minuten) ist dein Konto aktiv. Deine Debitkarte erhältst du per Post – bei vielen Anbietern kannst du aber sofort die virtuelle Karte in der App nutzen.

💭 Unser Tipp

Starte mit einem kostenlosen Konto ohne Schufa-Abfrage, bevor du ein kostenpflichtiges Basiskonto eröffnest. Revolut und bunq Free bieten dir vollwertiges Banking ohne monatliche Gebühren.

Vor- und Nachteile: Konto ohne Schufa vs. Basiskonto

Konto ohne Schufa-Abfrage

Vorteile:

  • Keine Schufa-Prüfung bei Kontoeröffnung
  • Oft kostenlos oder günstig
  • Moderne Banking-App mit vielen Features
  • Schnelle Kontoeröffnung (5-10 Minuten)
  • Unterkonten für bessere Übersicht
  • Weltweite Nutzung

Nachteile:

  • Meist ausländische IBAN
  • Keine Girocard
  • Kein Dispokredit
  • Teilweise Probleme bei Lastschriften
  • Weniger Akzeptanz bei manchen Zahlungsempfängern

Basiskonto bei deutscher Bank

Vorteile:

  • Deutsche IBAN
  • Gesetzlich garantiertes Recht
  • Bei jeder Bank verfügbar
  • Kann in P-Konto umgewandelt werden
  • Online Banking meist vorhanden
  • Rechtlicher Schutz durch Zahlungskontengesetz

Nachteile:

  • Höhere Kosten (5-12€/Monat)
  • Weniger Funktionen als normale Konten
  • Oft schlechterer Service
  • Bargeldabhebungen oft teuer
  • Keine Girocard bei vielen Banken
  • Umständliche Eröffnung bei Filialbanken

Welches Konto passt zu dir?

Für wen eignet sich welches Kontomodell?

Revolut oder bunq Free:

  • Du möchtest kostenlos banken
  • Eine ausländische IBAN ist für dich kein Problem
  • Du bist technikaffin und nutzt gerne Apps
  • Du brauchst keine Girocard
  • Du reist viel oder zahlst oft in Fremdwährungen

N26 Flex:

  • Du möchtest eine deutsche Bank
  • Dir ist professioneller Support wichtig
  • Du schätzt eine moderne Banking-App
  • Du brauchst Unterkonten zum Sparen
  • Du akzeptierst die monatliche Gebühr von 8,90€

Basiskonto bei deiner Hausbank:

  • Du brauchst unbedingt eine deutsche IBAN
  • Du hast bereits eine Bankverbindung dort
  • Du möchtest persönliche Beratung vor Ort
  • Du planst, das Konto in ein P-Konto umzuwandeln
  • Du willst deine Schufa langfristig verbessern

Häufige Fragen zu Konten ohne Schufa

Bei welcher Bank bekomme ich ein Konto trotz negativer Schufa?

Ein Konto trotz negativer Schufa erhältst du bei allen deutschen Banken als Basiskonto – das ist gesetzlich garantiert. Besonders empfehlenswert sind aber Neobanken ohne Schufa-Abfrage: Revolut, bunq und BforBank prüfen deine Bonität gar nicht erst. N26 bietet dir automatisch das Flex-Konto an, wenn deine Schufa für das Standard-Konto nicht ausreicht.

Welche Bank guckt nicht in die Schufa?

Folgende Banken führen keine Schufa-Abfrage bei der Kontoeröffnung durch: Revolut, bunq, BforBank, Fidor Bank und Kontist (für Geschäftskonten). Diese Anbieter verzichten komplett auf eine Bonitätsprüfung, da sie nur Guthabenkonten ohne Kreditrahmen anbieten.

Welches Konto wird nicht bei der Schufa gemeldet?

Konten ohne Schufa-Abfrage werden in der Regel auch nicht an die Schufa gemeldet. Das gilt für Revolut, bunq und ähnliche internationale Neobanken. Bei deutschen Banken wird die Kontoeröffnung meist gemeldet – allerdings ist ein normales Girokonto ein neutraler oder sogar leicht positiver Schufa-Eintrag. Nur die Umwandlung in ein P-Konto wird negativ vermerkt.

Welche Bank nimmt jeden Kunden?

Gesetzlich muss jede Bank in Deutschland ein Basiskonto anbieten – sie darf also niemanden ablehnen. In der Praxis sind Neobanken wie Revolut und bunq besonders kundenfreundlich, da sie jeden akzeptieren und keine Schufa-Prüfung durchführen. Auch N26 nimmt jeden Kunden an – bei negativer Schufa bekommst du automatisch das Flex-Konto angeboten.

Kann ich mehrere Konten ohne Schufa haben?

Ja, du kannst mehrere Konten ohne Schufa-Abfrage gleichzeitig führen. Du könntest beispielsweise ein Revolut-Konto und ein bunq-Konto parallel nutzen. Bei Basiskonten ist das anders: Du darfst in Deutschland nur ein Basiskonto führen. Die Banken prüfen das bei der Schufa-Abfrage.

Was kostet ein Girokonto ohne Schufa?

Die Kosten variieren stark:

  • Kostenlos: Revolut Standard, bunq Free, BforBasic (bei Nutzung)
  • Günstig: bunq Core (3,99€/Monat), BforZen (5€/Monat)
  • Mittel: N26 Flex (8,90€/Monat)
  • Teuer: Basiskonto bei Filialbanken (10-15€/Monat)

Brauche ich für ein Konto ohne Schufa ein Smartphone?

Bei den meisten Neobanken ist ein Smartphone sehr empfehlenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Du kannst die Konten meist auch per Browser am Computer verwalten. Für die Identitätsprüfung brauchst du aber zumindest eine Kamera (Webcam oder Smartphone) für das VideoIdent-Verfahren.

Kann ich mit einem Konto ohne Schufa Kredite aufnehmen?

Nein, bei Guthabenkonten ohne Schufa-Prüfung ist keine Kreditaufnahme möglich. Das betrifft sowohl den Dispokredit als auch echte Kreditkarten mit Kreditrahmen. Du kannst nur über Geld verfügen, das tatsächlich auf deinem Konto ist. Das schützt dich aber auch vor weiterer Verschuldung.

Wie schnell kann ich ein Konto ohne Schufa eröffnen?

Bei Neobanken wie Revolut oder bunq dauert die Kontoeröffnung nur 5-10 Minuten. Nach erfolgreicher Identitätsprüfung ist dein Konto sofort nutzbar – mit virtueller Karte kannst du direkt online bezahlen. Die physische Karte kommt per Post (3-7 Tage). Bei Filialbanken dauert die Basiskonto-Eröffnung oft mehrere Wochen.

Was passiert mit meinem Konto ohne Schufa bei einer Pfändung?

Ein normales Girokonto ohne Schufa bietet keinen automatischen Pfändungsschutz. Bei einer Pfändung wird dein gesamtes Guthaben gepfändet. Du musst das Konto in ein P-Konto umwandeln lassen – das ist gesetzlich garantiert und muss innerhalb von 4 Geschäftstagen erfolgen.

Tipps: So verbesserst du deinen Schufa-Score

Auch wenn du jetzt ein Konto ohne Schufa hast, lohnt es sich, deine Bonität langfristig zu verbessern. Ein besserer Schufa-Score eröffnet dir mehr finanzielle Möglichkeiten.

1. Rechnungen pünktlich bezahlen

Verspätete Zahlungen und Mahnungen verschlechtern deinen Schufa-Score erheblich. Richte Daueraufträge für regelmäßige Zahlungen ein, damit du keine Frist verpasst.

2. Schufa-Auskunft prüfen

Einmal pro Jahr kannst du kostenlos eine Schufa-Selbstauskunft anfordern. Überprüfe die Einträge auf Richtigkeit – falsche oder veraltete Einträge kannst du löschen lassen.

3. Alte Konten nicht löschen

Schließe alte, gut geführte Konten nicht vorschnell. Eine lange Kontohistorie ohne negative Einträge wirkt sich positiv auf deinen Score aus.

4. Kredite konsolidieren

Mehrere kleine Kredite wirken sich negativer aus als ein großer Kredit. Falls möglich, fasse mehrere Kredite zu einem zusammen.

5. Überziehungen vermeiden

Auch wenn du irgendwann wieder ein Konto mit Dispo bekommst: Vermeide Überziehungen. Häufige Dispo-Nutzung wird von der Schufa negativ bewertet.

6. Nicht zu viele Konten eröffnen

Jede Kontoeröffnung wird bei der Schufa gemeldet. Zu viele Konten in kurzer Zeit wirken sich negativ aus. Beschränke dich auf das Nötigste.

7. Schuldnerberatung nutzen

Bei hohen Schulden kann eine professionelle Schuldnerberatung helfen. Die Beratung ist meist kostenlos und kann dir konkrete Schritte aufzeigen, wie du deine Situation verbesserst.

Fazit: Dein Weg zum Konto trotz negativer Schufa

Ein Girokonto ohne Schufa oder trotz negativer Schufa zu eröffnen ist 2026 einfacher denn je. Du hast die Wahl zwischen modernen Neobanken ohne Schufa-Abfrage und dem gesetzlich garantierten Basiskonto.

Unsere Empfehlung:

Für die meisten Menschen ist ein kostenloses Konto ohne Schufa-Abfrage die beste Wahl. Revolut bietet das umfangreichste Gratis-Paket mit vielen Features, während bunq besonders für umweltbewusste Nutzer interessant ist. N26 Flex ist die beste Option für alle, die eine deutsche Bank mit professionellem Support suchen und bereit sind, dafür 8,90€ im Monat zu zahlen.

Das Basiskonto solltest du nur als letzte Option wählen, wenn du unbedingt eine deutsche IBAN brauchst oder das Konto später in ein P-Konto umwandeln möchtest. Die Kosten sind meist höher und die Funktionen eingeschränkter als bei Neobanken.

Wichtig ist: Mit einem Konto ohne Schufa kannst du vollwertig am Zahlungsverkehr teilnehmen. Du kannst dein Gehalt empfangen, Rechnungen bezahlen und Online-Banking nutzen. Gleichzeitig schützt dich das Guthabenprinzip vor weiterer Verschuldung.

Nutze die Chance, deine finanzielle Situation Schritt für Schritt zu verbessern. Mit pünktlichen Zahlungen und sorgfältiger Kontoverwaltung kannst du deinen Schufa-Score langfristig wieder aufbauen – und dir so neue Möglichkeiten eröffnen.