Dein Girokonto ist dein finanzieller Mittelpunkt. Gehalt kommt rein, Miete geht raus, die Karte zum Bezahlen ist dran. Trotzdem zahlen Millionen Deutsche monatlich Gebühren für ihr Konto – obwohl es längst bessere und günstigere Alternativen gibt. Wir haben über 50 Girokonten verglichen, damit du nicht länger mehr zahlst als nötig.
💡Was ist ein Girokonto?
Das Girokonto ist dein laufendes Zahlungskonto bei einer Bank. Darüber läuft der gesamte alltägliche Zahlungsverkehr: Gehaltseingang, Daueraufträge, Lastschriften und Kartenzahlungen. Es ist die Grundlage für fast alle anderen Finanzprodukte.
Unsere Empfehlungen auf einen Blick
Wer einfach ein gutes, kostenloses Konto will, ist mit diesen Anbietern gut aufgestellt:
| Anbieter | Kontoführung | Besonderheit | Dispozinsen p.a. |
|---|---|---|---|
| C24 Bank Smart | 0€ (kostenlos) | 75€ Startbonus + 0,50% Zinsen aufs Guthaben | ca. 9% |
| Norisbank Top-Girokonto | 0€ | Besonders einfach zu eröffnen | 10,50% |
| Consorsbank Girokonto | 0€ | 200€ Startbonus möglich | ca. 9% |
| DKB Girokonto Aktiv | 0€ (mit Aktivstatus) | Kostenloses Abheben weltweit, starke App | 9,49% |
| ING Girokonto | 0€ | Deutschlands größte Direktbank, sehr zuverlässig | 9,14% |
| Comdirect Girokonto | 0€ | Bis zu 250€ Neukunden-Prämie | 8,65% |
Was kostet ein Girokonto wirklich?
Auf den ersten Blick wirken viele Konten kostenlos. Schaut man genauer hin, stecken die Kosten oft in den Details. Diese Posten solltest du im Blick haben:
Kontoführungsgebühr: Bei Direktbanken und Neobanken oft 0€, bei Filialbanken häufig zwischen 3€ und 15€ pro Monat. Manche Konten sind nur kostenlos, wenn du jeden Monat einen Mindestgeldeingang nachweist – typischerweise zwischen 500€ und 1.500€.
Kartengebühren: Die meisten Konten liefern heute eine Debitkarte kostenlos dazu. Aber Vorsicht: Eine echte Kreditkarte kostet bei vielen Anbietern extra, oft 30€ bis 60€ im Jahr.
Dispozinsen: Der Dispokredit, also das kurzfristige Überziehen deines Kontos, ist teuer. Die Zinsen liegen 2026 bei den meisten Banken zwischen 7% und 12% pro Jahr. Wer gelegentlich ins Minus rutscht, sollte genau auf diesen Wert schauen.
Fremdwährungs- und Auslandsgebühren: Im Urlaub mit der Karte zahlen oder Geld abheben kostet bei vielen Banken extra – in der Regel 1,5% bis 2% des Betrags. Direktbanken und Neobanken sind hier oft großzügiger.
💡Mindestgeldeingang – was heißt das genau?
Viele kostenlose Konten setzen voraus, dass monatlich ein bestimmter Betrag eingeht – zum Beispiel 700€ beim DKB-Aktivstatus. Überweisungen von deinem eigenen Konto zählen dabei meist nicht. Wer das nicht erfüllt, zahlt plötzlich Gebühren oder verliert den Aktivstatus.
🚀Kein Mindestgeldeingang gewünscht?
Dann schau dir unsere Liste der Girokonten ohne Mindesteingang an – komplett kostenlos, ohne Bedingungen.
Direktbank oder Filialbank? Eine ehrliche Einschätzung
Die Frage stellt sich für die meisten beim ersten Kontowechsel. Die Antwort ist in fast allen Fällen eindeutig: Direktbanken sind günstiger, und für alltägliche Bankgeschäfte brauchst du keine Filiale.
Direktbanken wie ING, DKB oder Comdirect haben keine Filialen – dafür aber gut ausgebaute Apps, telefonischen Support und oft bessere Konditionen. Die meisten Alltagstransaktionen erledigst du sowieso digital: Überweisungen per App, Kartenzahlungen per Handy, Kontoauszüge als PDF.
Filialbanken wie Deutsche Bank, Commerzbank oder Sparkassen punkten beim persönlichen Kontakt. Sinnvoll ist das vor allem, wenn du regelmäßig Bargeld einzahlst, komplexe Beratung brauchst oder dir das persönliche Gespräch wichtig ist. Der Preis dafür ist real: Viele Filialkonten kosten 5€ bis 15€ im Monat.
Neobanken wie N26 oder Revolut gehen noch einen Schritt weiter – rein app-basiert, oft mit interessanten Zusatzfunktionen wie automatischen Ausgabenkategorien oder virtuellen Karten. Allerdings ist der Kundensupport manchmal schwer erreichbar, und für manche Standardvorgänge wie Bareinzahlungen gibt es Einschränkungen.
🚀Neobanken im Detail
Was Revolut, N26 und Co. wirklich können und wo ihre Grenzen liegen: Neobanken-Vergleich auf geldz.de
Die wichtigsten Girokonten 2026 im Überblick
C24 Bank Smart – unser aktueller Tipp
C24 ist die Bank hinter Check24 – und hat sich in kurzer Zeit zu einem der interessantesten Angebote im Markt entwickelt. Das Smart-Konto ist dauerhaft kostenlos, ohne Mindestgeldeingang. Dazu gibt es 0,50% Zinsen pro Jahr auf dein Kontoguthaben (bis 50.000€) und aktuell 75€ Startbonus für Neukunden.
Vorteile:
- Dauerhaft kostenlos, kein Mindestgeldeingang
- 0,50% Zinsen auf Kontoguthaben
- Bis zu 75€ Startbonus
- Gute App mit Unterkonten-Funktion
- Girocard und Visa-Debitkarte inklusive
Nachteile:
- Noch relativ junges Angebot, weniger Erfahrungswerte
- Telefonischer Support hat begrenzte Zeiten
- Kreditkarte nur gegen Aufpreis verfügbar
DKB Girokonto – stark für Vielreisende
Die Deutsche Kreditbank (DKB) ist seit Jahren eine feste Größe im Direktbankbereich. Wer den Aktivstatus erreicht – also monatlich mindestens 700€ Geldeingang hat – zahlt 0€ Kontoführung und kann weltweit kostenlos Geld abheben. Das macht die DKB besonders für Menschen attraktiv, die häufig im Ausland unterwegs sind.
Zu beachten ist: Wer den Aktivstatus nicht erreicht, zahlt 4,50€ im Monat. Die App hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, ist aber nicht ganz so modern wie die von N26 oder C24.
Vorteile:
- Kostenloses Abheben weltweit mit Aktivstatus
- Sehr gute Einlagensicherung (gesetzlich bis 100.000€)
- Nachhaltiger Fokus – größte Finanziererin erneuerbarer Energien in Deutschland
- Verlässlicher Service seit Jahrzehnten
Nachteile:
- 4,50€/Monat ohne Aktivstatus
- Mindestgeldeingang 700€ erforderlich für kostenloses Konto
- App nicht auf dem neuesten Stand im Vergleich zu Neobanken
Norisbank Top-Girokonto – schlicht und günstig
Die Norisbank (gehört zur Deutschen Bank) bietet eines der unkompliziertesten Angebote: 0€ Kontoführung, keine versteckten Bedingungen, und die Eröffnung geht schnell. Finanztip empfiehlt die Norisbank regelmäßig, gerade weil das Konto so wenig Aufhebens macht.
Großes Plus: Du kannst über 9.000 Commerzbank-Automaten kostenlos Bargeld abheben – das Filialnetz ist also über Umwege gut abgedeckt. Was fehlt: Die App ist funktional, aber nicht besonders modern. Und eine kostenlose Kreditkarte gibt es nicht dazu.
ING Girokonto – Verlässlichkeit auf hohem Niveau
ING ist Deutschlands größte Direktbank nach Kundenzahl. Das Girokonto ist kostenlos, die App gut, der Support zuverlässig. Wer ein solides, bewährtes Konto ohne Experimente will, trifft mit der ING keine falsche Entscheidung. Der Startbonus liegt aktuell bei 200€ für Neukunden (bis 31.05.2026).
Ein kleiner Wermutstropfen: Im Ausland kostet das Abheben an Fremdautomaten Gebühren, sofern der Betrag unter einem Mindestbetrag liegt. Das ist für Reisende relevant.
Consorsbank Girokonto – guter Allrounder mit Bonus
Die Consorsbank überzeugt mit einer Mischung aus gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und einem ordentlichen Startbonus. Aktuell sind bis zu 200€ Prämie möglich. Das Konto ist dauerhaft kostenlos und hat eine solide App. Besonders praktisch: Die Consorsbank gehört zur BNP Paribas und ist finanziell sehr stabil.
Worauf du beim Wählen achten solltest
Die Entscheidung hängt von deiner Situation ab. Drei typische Profile:
Du willst einfach nichts zahlen und keine Bedingungen erfüllen: Norisbank, C24 Smart oder Consorsbank. Alle drei kosten 0€, egal wie viel auf dein Konto eingeht.
Du reist häufig und willst weltweit kostenlos abheben: DKB mit Aktivstatus oder Revolut (in der kostenlosen Version bis zu bestimmten Limits). Die DKB ist dabei die solidere Wahl für Menschen mit festem Einkommen.
Dir ist eine gute App und moderne Funktionen wichtig: C24, N26 oder Revolut. Diese Anbieter haben die besten digitalen Erfahrungen – allerdings auch mehr Einschränkungen beim Kundensupport.
⚠️Vorsicht bei Dispokrediten
Wer regelmäßig ins Minus geht, zahlt 2026 bei den meisten Banken zwischen 8% und 12% Zinsen pro Jahr. Das klingt nach wenig, summiert sich aber schnell. Wer dauerhaft im Dispo lebt, sollte das als Signal nehmen und seinen Finanzplan überdenken – kein Girokonto löst das strukturell.
Girokonto eröffnen: So läuft es ab
Das Konto wechseln ist einfacher geworden als die meisten denken. Grob läuft es so:
1. Vergleichen und entscheiden. Nutze unseren Girokonto-Vergleich, um Konditionen, Karten und Besonderheiten zu checken.
2. Online beantragen. Die Antragsstrecke dauert bei den meisten Direktbanken 10 bis 15 Minuten. Du brauchst: Ausweis oder Reisepass, Steuer-ID, aktuelle Adresse.
3. Identität bestätigen. Entweder per VideoIdent (direkt per Smartphone, geht in Minuten) oder per PostIdent (Filiale der Deutschen Post).
4. Altes Konto umstellen. Sobald das neue Konto aktiv ist, ändere bei Arbeitgeber, Vermieter und Versicherungen die Bankverbindung. Viele Banken bieten einen automatischen Kontowechselservice an – sie benachrichtigen alte Zahlungspartner selbstständig.
5. Altes Konto kündigen. Erst wenn alle Zahlungen laufen, das alte Konto schließen. So entstehen keine Lücken.
💡Kontowechselservice nutzen
Viele Direktbanken bieten an, den Wechsel fast komplett für dich zu übernehmen. DKB, ING und Comdirect haben eigene Tools dafür. Das spart Zeit und verhindert, dass du einen Dauerauftrag vergisst.
Besondere Situationen: Das richtige Konto für jeden
Nicht jedes Standard-Girokonto passt zu jeder Lebenssituation. Für bestimmte Fälle gibt es spezialisierte Angebote, die sich lohnen zu kennen.
Für Paare und WGs: Ein Gemeinschaftskonto, auf das beide zugreifen, macht gemeinsame Ausgaben viel einfacher zu verwalten. Beide Partner haben Zugriff, beide können Überweisungen tätigen.
🚀Zu zweit wirtschaften: Unser Gemeinschaftskonto-Vergleich zeigt, welche Banken die besten Bedingungen bieten.
Für Studenten: Viele Banken bieten günstigere Konditionen für Studenten, oft komplett kostenlos und ohne Mindestgeldeingang – auch wenn kein regelmäßiges Gehalt eingeht.
🚀Im Studium sparen: Die besten Angebote findest du in unserem Studentenkonto-Vergleich.
Für Kinder: Ab einem bestimmten Alter können Kinder ein eigenes Konto haben – ein guter erster Schritt in Richtung Finanzbildung. Die meisten Kinderkonten sind kostenlos und haben Ausgabenlimits zum Schutz.
🚀Fürs Kind: Alle empfehlenswerten Angebote auf einen Blick im Kinderkonto-Vergleich.
Für Jugendliche: Für Teenager ab 12 bis 18 Jahren gibt es spezielle Jugendkonten – mit Girocard, App und Elternzugang.
🚀Für Teens: Jugendkonto-Vergleich mit den besten Angeboten für 12 bis 17-Jährige.
Konto mit Kreditkarte: Wer eine echte Kreditkarte braucht (nicht nur eine Debitkarte), findet bei manchen Anbietern Pakete, bei denen die Kreditkarte inklusive ist oder günstig dazugebucht werden kann.
🚀Karte inklusive: Im Girokonto mit Kreditkarte-Vergleich findest du Angebote, bei denen die Karte direkt dabei ist.
Konto mit Prämie: Für Neukunden locken viele Banken mit Startboni zwischen 50€ und 250€. Diese Angebote wechseln regelmäßig.
🚀Bis zu 250€ kassieren: Aktuelle Angebote im Girokonto-Prämien-Vergleich.
Konto mit Unterkonten: Wer seine Finanzen strukturieren will – zum Beispiel mit Töpfen für Miete, Urlaub und Rücklagen – profitiert von einem Konto, das Unterkonten unterstützt. C24 und N26 bieten das gut umgesetzt.
🚀Finanzen strukturieren: Welche Banken echte Unterkonten anbieten.
Konto ohne Schufa: Bei negativer Schufa-Auskunft lehnen viele Banken einen normalen Kontoeröffnungsantrag ab. Trotzdem gibt es Optionen: Basiskonten und spezielle Angebote ohne Schufa-Prüfung.
🚀Trotz Schufa-Eintrag: Was möglich ist und was nicht, erklärt unser Girokonto ohne Schufa-Ratgeber.
Nachhaltige Banken: Wer sein Geld nicht bei einer Bank parken will, die fragwürdige Projekte finanziert, findet bei GLS Bank, EthikBank, Tomorrow und Triodos Bank Alternativen – mit klarer Haltung und transparenter Mittelverwendung. Der Preis für das Konto ist hier häufig etwas höher.
🚀Geld mit Haltung: Im Vergleich nachhaltiger Banken findest du die besten Öko-Konten mit fairen Konditionen.
So haben wir verglichen
In unserem Vergleich bewerten wir anhand objektiv feststellbarer Kriterien: Kontoführungsgebühr, Kartengebühren, Dispozinsen, Auslandsgebühren, Abhebemöglichkeiten, App-Qualität, Kundensupport und Einlagensicherung. Wir haben 58 Konten überregionaler Anbieter geprüft und dafür über 1.193 Personen aus unserer Community zu ihren Prioritäten befragt.
Häufige Fragen zum Girokonto
Kann ich mehrere Girokonten haben? Ja, und es kann sich sogar lohnen. Manche nutzen ein kostenloses Hauptkonto für den Alltag und ein zweites für Reisen oder spezielle Zwecke. Rechtlich gibt es keine Beschränkung.
Was passiert, wenn mein Konto ins Minus geht? Du nutzt den Dispokredit – das kurzfristige Überziehen deines Kontos. Die Bank berechnet dafür Zinsen, in der Regel zwischen 7% und 12% pro Jahr. Dauerhaftes Überziehen ist teuer, kurzzeitig ist es manchmal praktisch.
Wie sicher ist mein Geld auf dem Girokonto? Durch die gesetzliche Einlagensicherung sind Guthaben bis 100.000€ pro Person und Bank abgesichert. Das gilt für alle Banken mit Sitz in der EU. Viele deutsche Banken haben zusätzlich freiwillige Sicherungssysteme, die deutlich darüber hinausgehen.
Lohnt sich ein Wechsel wegen des Startbonus? Wenn du ohnehin wechseln willst – ja. Allein wegen 100€ oder 200€ ein Konto zu eröffnen und danach wieder zu schließen, ist aufwendig und manchmal an Bedingungen geknüpft (z.B. mindestens 3 Monate Geldeingang). Lies die Bedingungen genau.
Brauche ich eine Kreditkarte zusätzlich zur Girocard? Nicht unbedingt. Die meisten Alltagszahlungen funktionieren mit der Debitkarte (Giro- oder Visa/Mastercard Debit). Für manche Situationen – Mietwagen, Hotelbuchungen, Online-Shops im Ausland – ist eine echte Kreditkarte aber sinnvoll, weil die Akzeptanz breiter ist.
