Was ist ein Girokonto? Alles Wichtige zum Zahlungsverkehr in 2026

Das Girokonto ist dein virtueller Geldbeutel und damit der Dreh- und Angelpunkt für all deine Finanzen. Ohne ein Girokonto kommst du heutzutage kaum noch durch den Alltag. Dein Arbeitgeber überweist dir darauf deinen Lohn. Und von diesem wiederum kannst du dann Rechnungen begleichen, mit der Karte bezahlen oder Bargeld abheben. Ob du deine Miete überweist, im Supermarkt kontaktlos zahlst oder deine Stromrechnung automatisch per Lastschrift abbuchen lässt – all das läuft über dein Girokonto.

In diesem Artikel erfährst du alles, was du über Girokonten wissen musst. Wir zeigen dir, wie du das passende Konto findest, welche Kosten auf dich zukommen können und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Was ist ein Girokonto genau?

Ein Girokonto ist ein bei einer Bank geführtes Konto für den täglichen Zahlungsverkehr. Der Begriff “Giro” stammt aus dem Italienischen und bedeutet “Kreis” oder “Umlauf” – und genau das beschreibt die Funktion: Geld geht ein und wieder raus, läuft also im Kreis.

Die Bank sorgt dafür, dass deine Zahlungsflüsse störungsfrei ablaufen: Sie führt Überweisungen für dich aus und schreibt deinem Girokonto Geldeingänge gut. Deine Bank kann dir außerdem einen Dispokredit oder kurz Dispo direkt auf dem Konto einrichten. So bleibst du bis zum nächsten Gehaltseingang flexibel.

💡 Girokonto vs. Tagesgeldkonto

Anders als ein Tagesgeldkonto ist dein Girokonto für den aktiven Zahlungsverkehr gedacht. Du kannst darauf Lastschriften einrichten, Überweisungen tätigen und mit deiner Bankkarte bezahlen. Ein Tagesgeldkonto dient hingegen nur zum Sparen und Zinsen erhalten – du kannst damit nicht im Supermarkt bezahlen.

Warum brauchst du ein Girokonto?

Immer weniger Rechnungen werden bar bezahlt. Manchmal ist eine Barzahlung auch gar nicht möglich. So ist die Lohntüte schon seit Jahrzehnten nicht mehr geläufig. Um ein Girokonto kommst du also nicht herum.

Viele bekommen schon als Kind ein Konto von ihren Eltern. Doch ist dein aktuelles Konto schon das beste? Wahrscheinlich nicht. Mit unserem Vergleich findest du heraus, welches Girokonto dir wirklich die besten Konditionen bietet.

Ohne ein Girokonto ist die Teilnahme am modernen Wirtschaftsleben praktisch unmöglich:

  • Gehalt empfangen: Dein Arbeitgeber überweist dein Gehalt auf dein Girokonto
  • Rechnungen bezahlen: Miete, Strom, Internet – all das lässt sich bequem per Überweisung oder Lastschrift vom Girokonto begleichen
  • Bargeld abheben: An Geldautomaten kannst du mit deiner Bankkarte Bargeld von deinem Konto abheben
  • Kartenzahlungen: Im Supermarkt, online oder im Restaurant – mit deiner Girocard oder Debitkarte zahlst du schnell und kontaktlos
  • Daueraufträge einrichten: Für wiederkehrende Zahlungen kannst du Daueraufträge einrichten, die automatisch ausgeführt werden

Welche Arten von Girokonten gibt es?

Je nach Lebenssituation und Bedürfnissen gibt es verschiedene Arten von Girokonten:

Standard-Girokonto

Das klassische Girokonto für den normalen Zahlungsverkehr. Hier gehen Gehalt, Rente oder andere Einkünfte ein und du wickelst darüber deine täglichen Bankgeschäfte ab.

Girokonto für junge Leute

Viele Banken bieten spezielle Konten für Kinder, Schüler, Azubis und Studenten an. Diese sind oft kostenlos und manchmal sogar mit kleinen Extras wie Guthabenzinsen oder Clubmitgliedschaften ausgestattet.

Kinder, Schüler und Jugendliche

Für Menschen unter 18 Jahren fällt fast nie eine Kontoführungsgebühr an. Teilweise gibt es sogar eine Guthabenverzinsung. Bei vergleichsweise hohen Zinsen legen Banken in der Regel allerdings eine Maximalsumme fest, bis zu der sie Zinsen zahlen.

Azubis

Als Azubi fällst du etwas durch das Zielgruppen-Raster. Bist du jünger als 18 Jahre, nutzt du am besten ein Gratis-Jugendkonto. Viele Geldhäuser führen ihre Jugendkonten auch länger als bis zum 18. Geburtstag. Teilweise bist du, je nach Bank, bis zu deinem 30. Geburtstag ein Jugendlicher.

Studenten

Kaum jemand ist in der Finanzwelt so begehrt wie der Student. Vorübergehend arm hat er das Zeug, sich binnen weniger Jahre zum Gutverdiener zu mausern – soweit die Marketing-Theorie der Banken. Kein Wunder, dass sie besonders umworben werden und Aussicht auf diese Features haben:

  • Kostenlose Kontoführung
  • Kostenfreie Buchungen
  • Bankkarte inklusive
  • Vergünstigungen bei Partnerunternehmen

Geschäftskonto

Der überwiegende Anteil von Kontoangeboten richtet sich an Angestellte mit einem regelmäßigen Gehalt. Selbstständige und Freiberufler dürfen sie häufig weder abschließen noch für ihre Geschäfte nutzen. Sie benötigen meist ein Business-Konto.

Worauf kommt es beim Business-Konto an?

Geschäftskonten funktionieren im Prinzip genauso wie dein normales Konto. Darauf solltest du bei der Auswahl achten:

  • Kostenlose Kontoführung
  • Günstiger Dispo
  • Girocard oder Kreditkarte inklusive
  • Möglichkeit, Unterkonten zu eröffnen
  • Umsatzsteuerausweis für das Finanzamt
  • Geringe Kosten für Ein- und Auszahlungen
  • Kostenlose Überweisungen und Lastschriften

Gemeinschaftskonto

Ein Gemeinschaftskonto können zwei oder mehr Personen gemeinsam nutzen – ideal für Paare oder Wohngemeinschaften. Alle Kontoinhaber haben gleiche Rechte und können unabhängig voneinander auf das Konto zugreifen.

Basiskonto

Jeder hat in Deutschland ein Recht auf ein Girokonto mit Basisfunktionen. Das Basiskonto ist ein Girokonto, das Banken jedem anbieten müssen – auch bei negativer Schufa. Allerdings kann die Bank dafür höhere Gebühren verlangen als für ein normales Girokonto.

Die besten Girokonten 2026 im Vergleich

Um möglichst einfach und kostengünstig deinen Zahlungsverkehr abzuwickeln, solltest du ein günstiges Girokonto mit guten Konditionen wählen. Die besten Girokonten bieten kostenlose Kontoführung, eine kostenlose Bankkarte und attraktive Zusatzleistungen.

Top Girokonto: C24 Smart

C24 Smart bietet eine bedingungslos kostenlose Kontoführung an. Zusätzlich erhalten Kunden eine kostenlose Debit-Mastercard und Girocard. Es stehen 4 kostenlose Bargeldabhebungen im Monat zur Verfügung. Ein besonderes Merkmal ist, dass es sowohl auf dem Girokonto als auch im Tagesgeld-Pocket Zinsen gibt – aktuell 0,50% p.a. auf das Guthaben.

C24 Smart

  • ✅ Bedingungslos kostenlose Kontoführung
  • ✅ Kostenlose Debit-Mastercard und Girocard
  • ✅ 4 kostenlose Bargeldabhebungen im Monat
  • ✅ Zinsen auf dem Girokonto (0,50% p.a.)
  • ✅ Keine Gebühr für Kartenzahlungen in Fremdwährung
  • ⚠️ Geld einzahlen kostet 1,75%

Consorsbank Girokonto

Das Girokonto der Consorsbank ist kostenlos bis 31 Jahre oder bei mindestens 700€ monatlichem Geldeingang. Besonders hervorzuheben ist das umfangreiche Kartenpaket: Girocard, Debitkarte und Kreditkarte sind alle gebührenfrei enthalten. Die Visa Card ermöglicht nicht nur weltweite kostenlose Bargeldabhebungen, sondern auch gebührenfreie Kartenzahlungen in Fremdwährung – ideal für Reisen und Online-Einkäufen im Ausland.

Consorsbank Girokonto

  • ✅ Kostenloses Girokonto bis 31 Jahre oder bei min. 700€ Geldeingang p.M.
  • ✅ Kostenlose Girocard, Debitkarte und Kreditkarte
  • ✅ Weltweit kostenlos Geld abheben
  • ✅ Keine Gebühr für Kartenzahlungen in Fremdwährung
  • ✅ Attraktive Wechselprämien
  • ⚠️ Bargeld einzahlen nur bei Partnerbanken möglich

DKB Girokonto

Die DKB ist bekannt für ihr kostenloses Girokonto mit attraktiven Konditionen. Bei aktiver Nutzung (mind. 700€ Geldeingang) profitierst du von weltweiten kostenlosen Abhebungen und zahlreichen Zusatzleistungen. Die DKB bietet zudem eine hervorragende Banking-App.

Unterschiede zwischen Filialbanken, Direktbanken und Neobanken

Die Wahl des passenden Depotanbieters hängt von deinen persönlichen Vorlieben ab: Wer persönliche Beratung schätzt, kann bei Filialbanken trotz höherer Kosten gut aufgehoben sein. Preisbewusste Selbstentscheider profitieren hingegen von niedrigen Gebühren bei Direktbanken. Einsteiger und Digitalaffine finden bei Neobanken günstige Konten mit moderner Nutzererfahrung.

KriteriumFilialbankenDirektbankenNeobanken
KontoführungsgebührenMeist kostenpflichtigHäufig kostenlosIn der Regel kostenlos
Bargeld abhebenGroßes eigenes FilialnetzPartnerbanken oder GeldautomatenverbündeOft eingeschränkt
BeratungPersönlich vor OrtTelefon, E-Mail, ChatPrimär über App und Chat-Support
TechnologieTraditionelle SystemeGut ausgebaute Online-PlattformenModerne, intuitive Apps
ErreichbarkeitFiliale, Telefon, OnlineTelefon, E-Mail, OnlinePrimär über App

Filialbanken (Sparkassen, Volksbanken, Raiffeisenbanken)

Traditionelle Filialbanken bieten Girokonten mit persönlicher Beratung an. Kunden haben einen Ansprechpartner vor Ort, allerdings sind diese Leistungen auch mit höheren Gebühren für Transaktionskosten und bei der Kontoführung verbunden.

Die genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken betreibt beispielsweise rund 14.700 Geldautomaten in ganz Deutschland im “BankCard ServiceNetz”. Hier kannst du als Kunde häufig kostenlos Bargeld abheben.

Vorteile von Filialbanken:

  • Persönliche Beratung vor Ort
  • Bargeld einzahlen am Schalter oder Automaten möglich
  • Großes Filialnetz für Bargeldabhebungen
  • Vertraute Ansprechpartner

Nachteile von Filialbanken:

  • Höhere Kontoführungsgebühren
  • Teilweise Gebühren für Überweisungen und Lastschriften
  • Eingeschränkte Öffnungszeiten

Direktbanken

Direktbanken verzichten auf ein Filialnetz und persönliche Vor-Ort-Beratung, was sich in deutlich günstigeren Konditionen niederschlägt. Die Kontoführung ist häufig kostenlos, die Gebühren sind wesentlich niedriger. Der Kundenservice erfolgt über Telefon, E-Mail oder Online-Banking.

Vorteile von Direktbanken:

  • Oft kostenlose Kontoführung
  • Niedrige oder keine Gebühren
  • Gutes Online-Banking
  • Erreichbarkeit rund um die Uhr

Nachteile von Direktbanken:

  • Keine persönliche Beratung vor Ort
  • Bargeld einzahlen oft schwierig oder teuer
  • Support hauptsächlich digital

Neobanken

Neobanken sind moderne, digitale Finanzdienstleister. Ihre Girokonten sind vollständig auf mobile Nutzung ausgerichtet, mit intuitiven Apps und innovativen Features. Sie bieten oft Zero-Fee-Modelle an und ermöglichen mobiles Bezahlen mit Apple Pay und Google Pay.

Vorteile von Neobanken:

  • Meist kostenlose Kontoführung
  • Intuitive, moderne App
  • Schnelle Kontoeröffnung
  • Innovative Features
  • Mobiles Bezahlen (Apple Pay, Google Pay)

Nachteile von Neobanken:

  • Kein Filialnetz
  • Bargeld einzahlen oft nicht möglich
  • Support meist nur per Chat
  • Eingeschränkte Produktpalette

Welche Kosten können bei einem Girokonto entstehen?

Für ein Girokonto können verschiedene Gebühren anfallen. Hier ist eine Übersicht mit typischen Kosten:

Kontoführungsgebühren

Für die Kontoführung können Kosten anfallen. Viele Online-Banken verlangen keine Kontoführungsgebühr. Teilweise ist die Kontoführung kostenlos, wenn regelmäßig gehandelt oder ein Mindestgeldeingang erfolgt. Berücksichtige hierbei dein Nutzungsverhalten. Wenn du etwa monatlich Gehalt erhältst, würdest du diese Bedingung erfüllen.

💡 Mindestgeldeingang beachten

Viele Banken knüpfen ein kostenloses Girokonto an die Bedingung, dass monatlich ein bestimmter Betrag auf das Konto eingeht. Meistens handelt es sich um bis zu 1.000€ im Monat, relativ häufig sind 700€.

Gebühren für Bankkarten

Für deine Bankkarten können ebenfalls Kosten anfallen:

  • Girocard: Häufig kostenlos, manchmal 1-2€ pro Monat
  • Debitkarte (Visa/Mastercard): Oft kostenlos bei Direktbanken
  • Kreditkarte: Von kostenlos bis 30€ pro Jahr

Kosten für Bargeldabhebungen

Die Kosten für Bargeld abheben hängen stark vom Anbieter und dem Automaten ab:

  • Am eigenen Automaten: Meist kostenlos
  • Bei Partnerbanken: Oft kostenlos (z.B. Cash Group, BankCard ServiceNetz)
  • Bei Fremdbanken: 4-6€ pro Abhebung
  • Im Ausland: Unterschiedlich, oft 1-2% des Betrags

💡 Geldautomatenverbünde nutzen

In Deutschland gibt es mehrere Geldautomatenverbünde. Die bekanntesten sind:

  • Sparkassennetz: Ca. 23.000 Automaten
  • BankCard ServiceNetz: Ca. 14.700 Automaten (Volksbanken, Raiffeisenbanken)
  • Cash Group: Ca. 7.000 Automaten (Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank, Postbank)

Bargeld einzahlen

Bargeld einzahlen ist bei vielen Online-Banken schwierig oder teuer. Die Kosten variieren stark:

  • Am Schalter der eigenen Bank: Oft kostenlos
  • Am Einzahlautomaten: Meist kostenlos
  • Bei Partnerbanken: Teilweise hohe Gebühren (z.B. 1,75% bei C24)
  • Bei Fremdbanken: Oft 5-10€ pro Einzahlung

Überweisungen und Lastschriften

Während Überweisungen bei den meisten Banken kostenlos sind, können bei einigen Filialbanken noch Gebühren anfallen:

  • Online-Überweisung: Meist kostenlos
  • Überweisung am Schalter: Bei Filialbanken oft 1-2€
  • Lastschriften: In der Regel kostenlos
  • Daueraufträge: Meist kostenlos

Dispozinsen

Wenn du dein Konto überziehst, zahlst du Sollzinsen auf den Dispokredit. Die Zinsen variieren stark zwischen den Banken und liegen aktuell (2026) zwischen 6% und 13% p.a.

Beispiel: Bei einem Dispo von 1.000€ über 30 Tage und einem Zinssatz von 10% p.a. fallen etwa 8,33€ Zinsen an.

⚠️ Dispo vermeiden

Der Dispokredit ist verlockend, sollte aber möglichst vermieden werden. Bilde lieber Rücklagen, um auch in finanziellen Notlagen zahlungsfähig zu sein. Hierfür können wir dir einen Notgroschen in Höhe von 3 bis 6 Nettomonatsgehältern empfehlen.

Welche Bankkarten gibt es?

Ohne eine Karte käme ein Girokonto zwar theoretisch aus, aber in der Praxis ist es selten empfehlenswert. Deswegen bekommst du mit der Kontoeröffnung meistens automatisch eine Bankkarte zugeschickt.

Girocard (früher EC-Karte)

Die Girocard ist in Deutschland sehr weit verbreitet und genießt eine hohe Akzeptanz. Da es sich um ein deutsches Bezahlsystem handelt, beschränkt sich die Akzeptanz allerdings auf Deutschland. Zudem hat die Girocard keine E-Commerce-Funktion, wodurch das Bezahlen im Internet erschwert wird.

Vorteile der Girocard:

  • Hohe Akzeptanz in Deutschland
  • Bargeld abheben an vielen Automaten kostenlos
  • Kontaktloses Bezahlen möglich

Nachteile der Girocard:

  • Nur in Deutschland nutzbar
  • Online-Bezahlung meist nicht möglich
  • Im Ausland eingeschränkt nutzbar

Debitkarte (Visa/Mastercard)

Die Debitkarte verdrängt zunehmend die Girocard. Im Gegensatz zur Girocard kannst du mit der Debitkarte online bezahlen. Ebenso kommst du im Ausland an Bargeld und kannst per Karte bezahlen. In Deutschland haben allerdings noch nicht alle Händler ihre Bezahlsysteme umgestellt, sodass insbesondere kleinere Händler Zahlungen mit der Debitkarte ablehnen.

💡 Debitkarte vs. Kreditkarte

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Debitkarte und einer “echten” Kreditkarte ist der Zeitpunkt, zu dem das Konto belastet wird. Eine Debitkarte verhält sich wie eine Girocard. Bezahlst du mit einer Debitkarte, wird dein Konto sofort belastet. Bei einer Kreditkarte hingegen erfolgt die Abrechnung meist monatlich: Erst mit Ablauf des Monats werden alle Zahlungen gesammelt von deinem Konto abgebucht.

Kreditkarte

Kreditkarten sind praktisch. Mit ihnen hast du Zugriff auf die folgenden Funktionen:

  • Weltweit bezahlen
  • Auf der ganzen Welt Bargeld abheben
  • Im Internet sicher einkaufen
  • Zahlungen in die Zukunft verschieben
  • Je nach Kreditkarte weitere Leistungen wie Versicherungen oder Bonusprogramme

In Deutschland sind Mastercard und Visa Card die bekanntesten Kreditkartengesellschaften. Sie sind international akzeptiert und unterscheiden sich in ihren Features nicht besonders voneinander.

Wie findest du das passende Girokonto?

Bei der Suche des passenden Girokontos solltest du dich zuerst fragen, was dir wichtig ist. Im nächsten Schritt kannst du unsere Vergleichstabelle nutzen, um die genauen Konditionen zu vergleichen.

Grundsätzlich gilt: Wenn dir niedrige Kosten besonders wichtig sind, dann bieten sich Neobanken und Direktbanken an. Falls du einen direkten Ansprechpartner vor Ort haben möchtest, empfiehlt sich eine Filialbank. Hierfür musst du allerdings höhere Gebühren in Kauf nehmen.

Worauf kommt es beim Konto an?

Das beste Konto ist das, das zu deinem Leben passt. Doch worin zeigt sich diese Passgenauigkeit eigentlich? Hier die wichtigsten Kriterien, in denen sich Girokonten unterscheiden:

  • Filial- vs. Direktbank: Du magst den persönlichen Kontakt und legst Wert auf deinen vertrauten Bankberater? Dann ist die Filialbank das Richtige für dich. Erledigst du alle deine Finanzgeschäfte ohne Beratung selbst im Internet, profitierst du von einer Direktbank.
  • Gebühren/Kosten: Das beste Konto kostet dich nichts. Achte bei der Auswahl nicht nur auf die Kontoführungsgebühr, sondern auch auf weitere Kosten. Häufig sind zusätzliche Bankkarten kostenpflichtig.
  • Dispozinsen: Fast keine Bank zahlt dir einen Zins für das Guthaben auf dem Girokonto. Wichtiger ist der Sollzins auf den Dispo. Je weniger du für deinen finanziellen Spielraum zahlen musst, desto besser.
  • Bankkarte: Egal, ob Girocard, Debitkarte oder Kreditkarte: Eine Jahresgebühr für deine Bankkarte muss nicht sein. Einige Anbieter geben sie dir gratis zum Konto dazu.
  • Kostenlos Bargeld abheben im In- und Ausland: Die Deutschen sind Europameister im Barzahlen. Legst auch du Wert auf Münzen und Scheine, solltest du die Kosten für Barabhebungen im Auge behalten.
  • Echtzeitüberweisungen: Mit einer Echtzeitüberweisung kann jederzeit (auch an Sonn- und Feiertagen) Geld innerhalb von maximal 20 Sekunden überwiesen werden. Ab dem 09.10.2025 müssen alle Banken das Senden und Empfangen von Echtzeitüberweisungen anbieten. Zudem darf es nicht teurer als eine Standardüberweisung sein.
  • Mobile Payment: Möchtest du mit Apple Pay oder Google Pay bezahlen? Dann achte darauf, dass deine Bank diese Dienste unterstützt.
  • Online Banking und App: Eine gute Banking-App ist heute fast unverzichtbar. Achte auf Bewertungen und Funktionsumfang.

Wie eröffnest du ein Girokonto?

Die Kontoeröffnung läuft meist digital ab. So gehst du vor:

👉 Konto eröffnen – Schritt für Schritt

  1. Bank/Girokonto-Anbieter auswählen: Nutze unseren Vergleich, um das passende Konto zu finden
  2. Online-Antrag ausfüllen: Gib deine persönlichen Daten ein (Name, Anschrift, Kontodaten, Steuer-ID)
  3. Identität nachweisen: Per VideoIdent-Verfahren, eID oder PostIdent
  4. Auf Freischaltung warten: Nach wenigen Minuten bis einigen Tagen ist dein Konto eröffnet
  5. Zugangsdaten erhalten: Du erhältst deine Zugangsdaten per Post oder E-Mail
  6. Banking-App einrichten: Lade die App herunter und richte sie ein

💡 VideoIdent-Verfahren

Besonders weitverbreitet ist das VideoIdent-Verfahren. Hierbei findet die Überprüfung per Video-Chat statt. Du benötigst dafür nur deinen Personalausweis oder Reisepass und eine Webcam oder Smartphone. Das Verfahren dauert meist nur wenige Minuten.

Voraussetzungen für ein Girokonto

  • Mindestalter: Du musst mindestens 18 Jahre alt sein (für Jugendkonten gelten Sonderregelungen)
  • Wohnsitz in Deutschland: Ein inländischer Wohnsitz ist meist Voraussetzung
  • Gültiger Ausweis: Personalausweis oder Reisepass
  • Bonität: Bei den meisten Banken wird eine Schufa-Auskunft eingeholt (Ausnahme: Basiskonto)

Wie wechselst du dein Girokonto?

Glücklicherweise ist die Entscheidung für eine Bank nicht endgültig. Du kannst jederzeit dein Konto wechseln. Damit sicherst du dir noch bessere Konditionen und Leistungen.

Kontowechsel – So gehst du vor

  1. Neues Konto eröffnen: Eröffne zunächst dein neues Girokonto
  2. Guthaben übertragen: Überweise dein Guthaben vom alten auf das neue Konto
  3. Zahlungspartner informieren: Teile deinen Zahlungspartnern die neue Kontoverbindung mit
  4. Daueraufträge umstellen: Richte deine Daueraufträge beim neuen Konto ein
  5. Lastschriften ummelden: Informiere alle Firmen, die per Lastschrift abbuchen
  6. Altes Konto beobachten: Prüfe einige Monate, ob noch Zahlungen eingehen
  7. Altes Konto kündigen: Erst wenn wirklich keine Buchungen mehr erfolgen

💭 Kontowechselservice nutzen

Viele Banken bieten einen kostenlosen Kontowechselservice an. Dabei übernimmt die neue Bank die Übertragung aller Daueraufträge und informiert deine Zahlungspartner über die neue Kontoverbindung. Das spart dir viel Zeit und Aufwand.

⚠️ Wichtig beim Konto wechseln

Damit du jederzeit zahlungsfähig bleibst, solltest du dein altes Konto erst kündigen, wenn du vollen Zugriff auf dein neues Girokonto hast und alle Zahlungspartner informiert sind. Der Wechsel dauert in der Regel ein paar Wochen.

Wie kündigst du dein Girokonto?

Du brauchst dein Konto nicht mehr oder hast schon ein besseres? Dann ist die Kontokündigung eine gute Idee. So sparst du dir Kontoführungsgebühren und vermeidest unerwünschte Zahlungen.

👉 Konto kündigen – Das musst du beachten

  • Du musst keine Frist beachten
  • Stelle sicher, dass keine Zahlungen mehr eingehen
  • Denke auch an seltene Buchungen (Jahresbeiträge etc.)
  • Belasse etwas Guthaben auf dem Konto für die Abrechnung
  • Kündige schriftlich per Brief oder E-Mail
  • Fordere eine Kündigungsbestätigung an

Ist ein Girokonto sicher?

Dein Geld auf dem Girokonto ist durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Die Einlagensicherung gilt für alle Bankeinlagen bei Banken innerhalb der EU. Pro Kunde und Bank sind bis zu 100.000€ abgesichert. Bei einem gemeinsamen Girokonto, z.B. von Ehepartnern, sind 200.000€ geschützt.

Sollte deine Bank insolvent gehen, ist dein Guthaben also bis zu dieser Höhe sicher. Viele Banken – insbesondere Sparkassen und Volksbanken – haben zusätzlich noch freiwillige Sicherungssysteme, die über die gesetzliche Einlagensicherung hinausgehen.

💡 Einlagensicherung in Deutschland

Die wichtigsten Einlagensicherungssysteme in Deutschland sind:

  • Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB): Für Privatbanken
  • Sparkassen-Finanzgruppe: Für Sparkassen
  • BVR-Sicherungseinrichtung: Für Volksbanken und Raiffeisenbanken

Girokonto mit negativer Schufa

Das Leben nimmt manchmal tragische Wendungen. Zahlungsschwierigkeiten und Überziehungen belasten die Bonität. Im schlimmsten Fall schlagen sie sich in der Schufa nieder. Damit erschweren sie dir die Eröffnung eines neuen Kontos.

Basiskonto – Dein Recht auf ein Konto

In Deutschland hat jeder Verbraucher ein Recht auf ein Girokonto mit Basisfunktionen. Seit 2016 müssen Banken jedem ein Basiskonto anbieten – unabhängig von der Bonität.

Basiskonto

  • ✅ Anspruch für jeden
  • ✅ Keine Bonitätsprüfung nötig
  • ✅ Grundfunktionen wie Überweisungen, Lastschriften
  • ✅ Kann als P-Konto (Pfändungsschutzkonto) geführt werden
  • ⚠️ Oft höhere Gebühren als normales Girokonto
  • ⚠️ Kein Dispokredit möglich
  • ⚠️ Nur Guthabenführung

Girokonto für Ausländer

Der deutsche Pass ist keine Voraussetzung für die Kontoeröffnung. Du musst dich ausweisen – welches Land dein Dokument ausgestellt hat, interessiert die Bank im ersten Moment nicht. Je nach Herkunftsland sind jedoch steuerrechtliche Normen zu beachten.

Wenn du als Ausländer in Deutschland ein Konto eröffnen möchtest, funktioniert der Prozess genauso wie für Inländer. Der inländische Wohnsitz ist neben gültigen Ausweispapieren eine Grundvoraussetzung für die Kontoeröffnung.

Häufige Fragen zum Girokonto (FAQ)

Was versteht man unter Girokonto?

Ein Girokonto ist ein Bankkonto für den täglichen Zahlungsverkehr. Es dient dem Empfang von Gehalt, dem Bezahlen von Rechnungen, Überweisungen und Lastschriften. Mit der zum Konto gehörenden Bankkarte kannst du Bargeld abheben und bargeldlos bezahlen.

Wie viel Geld sollte man auf dem Girokonto haben?

Auf deinem Girokonto solltest du nur so viel Geld haben, wie du für deine laufenden Ausgaben benötigst – etwa das 1-2-fache deiner monatlichen Ausgaben. Alles darüber hinaus solltest du auf einem Tagesgeldkonto parken, wo du Zinsen erhältst, oder langfristig in ETFs investieren.

💡 Empfehlung für die Aufteilung deines Geldes:

  • Girokonto: 1-2 Monatsgehälter für laufende Ausgaben
  • Tagesgeldkonto: 3-6 Monatsgehälter als Notgroschen
  • Langfristige Anlage: Alles weitere in ETFs oder andere Investments

Welche Bank ist die beste für Rentner?

Für Rentner eignen sich Banken mit kostenloser Kontoführung bei Rentenbezug. Viele Direktbanken wie Consorsbank oder DKB bieten kostenlose Konten, wenn monatlich mindestens 700€ eingehen. Auch einige Filialbanken haben spezielle Rentenkonten mit günstigen Konditionen. Wichtig ist vor allem ein gutes Filialnetz oder telefonischer Support, da viele Rentner Wert auf persönlichen Kontakt legen.

Welche Bank hat die niedrigsten Kontoführungsgebühren?

Die niedrigsten Kontoführungsgebühren haben eindeutig Direktbanken und Neobanken. Viele bieten komplett kostenlose Konten an – ohne Wenn und Aber. Dazu zählen C24 Smart, N26, DKB (bei 700€ Geldeingang) und Consorsbank (bei 700€ Geldeingang oder bis 31 Jahre). Bei Filialbanken wie Sparkassen oder Volksbanken zahlst du hingegen oft 5-10€ pro Monat.

Fazit

Das Girokonto ist die Basis für deine Teilhabe am Wirtschaftsleben. Deshalb kannst du immer eines eröffnen – unabhängig von deiner beruflichen und finanziellen Situation. Mit unserem Vergleich findest du das Konto, das am besten zu dir passt.

Bestenfalls bietet dir das Girokonto alle Leistungen, die du benötigst, zum besten Preis. Mit einer passenden Bankkarte und einem Dispokredit bleibst du finanziell flexibel. Überraschende Ausgaben sind dann kein Problem mehr.

Der Wechsel von deiner alten Bank zu deinem Wunschkonto geht schnell und einfach. Du hast die Wahl, ob du den Kontoumzug bequem per Wechselservice erledigen lässt oder deine bisherige Bankverbindung selbst schließt. Beide Varianten haben ihre Vorteile. Kompliziert ist keine.

Mit dem Wechsel zum passenden Anbieter kannst du eine beträchtliche Summe an Gebühren sparen, kommst in den Genuss von perfektem Service und sicherst dir mit etwas Glück auch noch eine Wechselprämie. Wozu also warten? Eröffne gleich das Konto, das dich glücklich macht.