Girokonto mit Unterkonten: Die besten Anbieter im Vergleich 2026

Wer sein Geld gedanklich schon längst in “Miete”, “Urlaub” und “Notgroschen” aufgeteilt hat, aber trotzdem alles auf einem Haufen liegen sieht – für den sind Unterkonten gemacht. Statt mehrere Konten bei verschiedenen Banken zu jonglieren, bündelst du alles an einem Ort und behältst trotzdem die Übersicht. Welche Banken das wirklich gut umsetzen, zeigen wir dir in diesem Vergleich.


Das Wichtigste auf einen Blick

AnbieterUnterkontenKosten HauptkontoBesonderheit
Revolut StandardBis zu 5 SpacesKostenlosBeste Basisversion, viele Features
Tomorrow ZeroUnbegrenzte Spaces7€/MonatNachhaltige Bank
bunq ProBis zu 25 Sub-Accounts11,99€/MonatMeiste Unterkonten
C24 PlusBis zu 10 Pockets4,90€/MonatGutes Preis-Leistungs-Verhältnis
C24 MaxBis zu 10 Pockets9,90€/MonatMit Premium-Extras
Vivid PrimeUnbegrenzte Pockets9,90€/MonatCashback auf alle Einkäufe
N26 Girokonto Go2 Spaces4,90€/MonatEinsteigermodell

Was ist ein Unterkonto überhaupt?

Das klassische Girokonto ist wie ein großer Topf: alles landet darin, alles geht davon ab, und am Ende des Monats fragst du dich, wo das Geld geblieben ist. Ein Unterkonto – je nach Bank auch “Space”, “Pocket” oder “Sub-Account” genannt – ist ein separater Bereich innerhalb desselben Kontos, dem du einen eigenen Verwendungszweck geben kannst.

Technisch bleiben alle Unterkonten unter einer IBAN. Du siehst in der App aber getrennte Töpfe: einer für die Miete, einer für den nächsten Urlaub, einer für unvorhergesehene Ausgaben. Geld zu überweisen ist überflüssig – du verschiebst es einfach intern per Klick.

💡Unterkonto vs. echtes Zweitkonto

Ein Unterkonto ist kein eigenständiges Konto mit eigener IBAN. Es handelt sich um eine virtuelle Aufteilung deines Guthabens innerhalb desselben Kontos. Für Lastschriften oder Überweisungen von außen nutzt du immer die Haupt-IBAN.


Für wen lohnt sich ein Girokonto mit Unterkonten?

Gerade wenn du anfängst, deine Finanzen aktiv zu steuern, macht das Konzept viel Sinn. Ein paar Situationen, wo Unterkonten wirklich helfen:

Budgetierung nach Kategorien: Du weist jedem Unterkonto einen festen Betrag zu – zum Beispiel 300€ für Lebensmittel, 150€ für Freizeit. Sobald ein Topf leer ist, weißt du, dass du das Limit erreicht hast.

Sparziele parallel verfolgen: Reisefonds, neue Waschmaschine, Hochzeitsgeschenk für die beste Freundin – jedes Ziel bekommt seinen eigenen Space. Du siehst auf einen Blick, wie weit du schon bist.

Fixkosten separieren: Viele Leute legen zu Monatsbeginn die Miete, Versicherungen und Abos in ein separates Unterkonto. Was danach übrig bleibt, ist frei verfügbares Geld – ohne Nachrechnen.

Allerdings: Wer ohnehin nur ein einfaches Konto zum Geldempfangen und Überweisen braucht, profitiert weniger davon. Unterkonten machen Arbeit – du musst sie pflegen und befüllen. Das System funktioniert nur, wenn du dabei bleibst.


Die besten Girokonten mit Unterkonten im Detail

Revolut Standard – Das beste kostenlose Modell

Das Revolut Standard-Konto ist für viele der beste Einstieg: Es kostet nichts, und trotzdem bekommst du bis zu 5 sogenannte Spaces – damit lässt sich ein solides Budgetsystem aufbauen. Jeder Space bekommt einen Namen und optional ein Bild, Sparziele kannst du direkt hinterlegen.

Was Revolut außerdem interessant macht: Du kannst Spaces auch mit anderen Revolut-Nutzern teilen, etwa für gemeinsame Haushaltskassen mit dem Partner. Das Konto kommt mit einer Visa-Debitkarte, und Geldumtausch in über 30 Währungen ist bis zu einem monatlichen Limit gebührenfrei.

Vorteile:

  • Hauptkonto dauerhaft kostenlos
  • Bis zu 5 Spaces inklusive
  • Gemeinsame Spaces möglich
  • Starke App mit vielen Funktionen
  • Währungsumtausch zum Interbankenkurs (bis zum Monatslimit)

Nachteile:

  • Nur 5 Spaces in der Gratis-Version
  • Kein vollständiges Bankkonto (keine Einlagensicherung nach deutschem Standard – Revolut ist als litauische Bank reguliert)
  • Kundensupport ausschließlich per Chat

Tomorrow Zero – Für alle, die nachhaltig bankieren wollen

Tomorrow ist eine der wenigen deutschen Banken, die Nachhaltigkeit konsequent in ihr Geschäftsmodell eingebaut hat. Mit dem Zero-Tarif (7€/Monat) bekommst du unbegrenzt viele Spaces – du kannst also für jedes Sparziel und jede Budgetkategorie einen eigenen Topf anlegen.

Die Bank ist vollständig in Deutschland reguliert und bietet die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000€. Dein Geld wird ausschließlich in nachhaltige Projekte investiert – keine Kohle, keine Rüstung, kein Öl.

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Vorteile:

  • Unbegrenzte Spaces
  • Vollständig nachhaltige Geldanlage
  • Deutsche Einlagensicherung (bis 100.000€)
  • Kostenlose Mastercard Debitkarte

Nachteile:

  • 7€/Monat – kein kostenloses Modell verfügbar
  • Kein Dispokreditrahmen
  • Keine Filialen, kein telefonischer Support

bunq Pro – Die meisten Unterkonten, aber auch der höchste Preis

bunq ist eine niederländische Neobank mit einem ungewöhnlichen Ansatz: Im Pro-Tarif (11,99€/Monat) bekommst du bis zu 25 Sub-Accounts. Das ist mehr als jeder andere Anbieter in diesem Vergleich bietet. Dazu kommt eine Tree-Funktion: bunq pflanzt für jeden Einkauf Bäume.

Zu beachten ist aber, dass 11,99€ im Monat rund 144€ im Jahr bedeuten. Für einen reinen Budgetierungs-Nutzen ist das viel – die Konkurrenz bietet Ähnliches günstiger. bunq lohnt sich vor allem, wenn du viele der weiteren Features aktiv nutzt: Multi-Währungs-Konten, gemeinsame Konten, internationale Überweisungen.

Vorteile:

  • Bis zu 25 Sub-Accounts
  • Gemeinsame Konten einfach möglich
  • Nachhaltiger Ansatz (Bäume pflanzen)
  • Starke internationale Features

Nachteile:

  • Mit 11,99€/Monat der teuerste Anbieter im Vergleich
  • Niederländische Einlagensicherung (ebenfalls bis 100.000€, aber nicht deutsches Recht)
  • Keine Bargeldeinzahlung möglich

C24 Plus und C24 Max – Solide deutsche Option mit gutem Preis

C24 ist die Banking-App der Check24-Gruppe und bietet mit seinen “Pockets” ein solides Unterkontensystem. Im Plus-Tarif (4,90€/Monat) bekommst du bis zu 10 Pockets – damit kommt man gut aus. Der Max-Tarif (9,90€/Monat) fügt Reiseversicherungen und weitere Extras hinzu.

Was C24 von den Neobanken unterscheidet: Das Konto wird über die Baader Bank geführt, ist also ein vollwertiges deutsches Bankkonto mit gesetzlicher Einlagensicherung. Dispo gibt es auch – mit einem bonitätsabhängigen Zinssatz.

💡Kostenlose Alternative bei C24

C24 bietet auch ein kostenloses Smart-Konto an – allerdings ohne Pockets. Wer die Unterkonten-Funktion will, kommt um das Plus-Modell nicht herum.

Vorteile:

  • Bis zu 10 Pockets (Plus und Max)
  • Deutsches Bankkonto mit Einlagensicherung
  • Dispokreditrahmen verfügbar
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile:

  • Kostenloses Modell ohne Unterkonto-Funktion
  • App-only, keine Filiale

Vivid Prime – Mit Cashback auf alles

Vivid ist weniger als reines Budgetierungs-Tool bekannt, sondern vor allem wegen seines Cashback-Systems. Im Prime-Tarif (9,90€/Monat) gibt es unbegrenzte Pockets – und auf alle Einkäufe fließt Cashback zurück. Das ist für Vielkäufer interessant.

Allerdings: Vivid wird über Solarisbank abgewickelt, eine deutsche Partnerbank. Die gesetzliche Einlagensicherung greift. Was fehlt, ist ein klassischer Dispo – Vivid ist kein vollständiges Alltagskonto im traditionellen Sinne.

Vorteile:

  • Unbegrenzte Pockets
  • Cashback auf alle Einkäufe
  • Deutsche Einlagensicherung (via Solarisbank)
  • Teilen von Pockets möglich

Nachteile:

  • Kein Dispokreditrahmen
  • 9,90€/Monat für den Haupttarif
  • Cashback-Raten variieren und können sich ändern

N26 Girokonto Go – Der Einstieg ins N26-Ökosystem

N26 ist einer der bekanntesten Neobroker-Namen in Deutschland – und das Go-Konto (4,90€/Monat) bietet als Einstiegsstufe genau 2 Spaces. Das ist ehrlich gesagt wenig. Wer ernsthaft mit Unterkonten arbeiten will, stößt hier schnell an Grenzen.

Interessant wird N26 erst in den höheren Tarifen (Smart: 4,90€, You: 9,90€, Metal: 16,90€), die mehr Spaces und weitere Features bieten. Als reines Unterkontensystem empfehlen wir N26 eher nicht – dafür gibt es bessere Optionen im Vergleich.

Vorteile:

  • Bekannte, etablierte Neobank
  • Vollständig in Deutschland lizenziert
  • Gute App-Qualität

Nachteile:

  • Nur 2 Spaces im Go-Tarif
  • Für mehr Spaces deutlich höhere Tarife nötig
  • Kein Bargeldeinzahlen möglich

Wie findest du das richtige Konto mit Unterkonten?

Die Wahl hängt davon ab, was dir wirklich wichtig ist:

Wenn Kosten entscheidend sind: Revolut Standard ist die einzige kostenlose Option mit mehreren Unterkonten (5 Spaces). Für einen Nulltarif kaum zu schlagen – sofern du mit den Einschränkungen als litauische Bank leben kannst.

Wenn du viele Kategorien brauchst: bunq Pro (25 Sub-Accounts) oder Tomorrow Zero (unbegrenzt) bieten die meiste Flexibilität. Tomorrow ist die bessere Wahl, wenn du zusätzlich Wert auf Nachhaltigkeit legst.

Wenn du ein “richtiges” deutsches Bankkonto willst: C24 Plus ist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Segment – deutsches Bankkonto, Dispo, 10 Pockets, 4,90€/Monat.

Wenn Cashback dein Ding ist: Vivid Prime kombiniert unbegrenzte Pockets mit einem Cashback-Programm.

🚀Noch nicht sicher, welches Girokonto generell am besten zu dir passt? In unserem großen Girokonto-Vergleich findest du alle Modelle auf einen Blick.


Unterkonten richtig nutzen: So baust du dein System auf

Ein Unterkontensystem funktioniert am besten mit einer klaren Struktur von Anfang an. Schritt für Schritt:

1. Fixkosten identifizieren. Rechne zusammen, was monatlich fix rausgeht: Miete, Nebenkosten, Strom, Abos, Versicherungen. Das ist dein Pflicht-Topf.

2. Sparziele definieren. Welche großen Ausgaben stehen an? Urlaub, neue Möbel, Notgroschen – jedes Ziel bekommt einen eigenen Space mit Zielbetrag und Deadline.

3. Freies Budget bestimmen. Was nach Fixkosten und Sparrate übrig bleibt, ist dein Budget für Lebensmittel, Ausgehen, Kleidung und Co. Auch das kann in Unterkonten aufgeteilt werden.

4. Automatisierung einrichten. Die meisten Neobanken erlauben automatische Überweisungen in Spaces oder Pockets – nutze das. Einmal aufgesetzt, läuft das System von selbst.

⚠️Vorsicht bei Sparzinsen

Die meisten Unterkonten bei Neobanken sind unverzinst. Wer größere Summen für mehrere Monate parkt, verliert damit reale Kaufkraft. Für echte Sparvorhaben über 3-6 Monate ist ein Tagesgeldkonto sinnvoller – dort gibt es derzeit noch Zinsen um die 2-3% pro Jahr.


Unterkonto vs. separates Konto: Was macht mehr Sinn?

Manchmal ist ein echtes zweites Konto sinnvoller als ein Unterkonto – zum Beispiel wenn du ein Gemeinschaftskonto mit dem Partner führen möchtest. Unterkonten lassen sich zwar bei manchen Anbietern teilen, sind aber kein vollständiger Ersatz für ein eigenes Konto mit eigener IBAN.

Für Eltern, die ihren Kindern früh den Umgang mit Geld beibringen wollen, ist ebenfalls ein eigenständiges Kinderkonto oder Jugendkonto die bessere Wahl – da lernt Nachwuchs echte Eigenverantwortung, nicht nur Budgetkategorien in der Eltern-App.

Studierende wiederum sollten prüfen, ob ein spezielles Studentenkonto mit seinen Sonderkonditionen nicht vorteilhafter ist als ein Standard-Neobankkonto.


Häufige Fragen zu Girokonten mit Unterkonten

Sind Unterkonten kostenlos? Das kommt auf den Anbieter an. Bei Revolut Standard sind 5 Spaces kostenlos inklusive. Bei den meisten anderen Anbietern (C24, Tomorrow, bunq) zahlst du eine monatliche Kontogebühr für den Tarif, der Unterkonten einschließt. Rein für die Unterkonten als Feature fällt in der Regel keine Extragebühr an.

Haben Unterkonten eine eigene IBAN? Nein. Unterkonten sind virtuelle Töpfe innerhalb deines Hauptkontos. Alle ein- und ausgehenden Zahlungen laufen über die Haupt-IBAN. Nur Revolut bietet in höheren Tarifen separate IBANs für einzelne Accounts an.

Was passiert, wenn ich den Anbieter wechsle? Du kannst das Guthaben aus den Unterkonten zurück auf das Hauptkonto buchen und dann regulär überweisen. Die Struktur selbst – also die Kategorien und Ziele – musst du beim neuen Anbieter neu anlegen.

Sind meine Einlagen auf Unterkonten gesichert? Die gesetzliche Einlagensicherung gilt für das gesamte Guthaben auf dem Konto – inklusive aller Unterkonten zusammen. Bei deutschen Banken (C24, Tomorrow via Solarisbank) sind bis zu 100.000€ gesetzlich abgesichert. Bei Revolut greift die litauische Einlagensicherung, die ebenfalls 100.000€ abdeckt.

Kann ich mit Unterkonten auch Sparzinsen verdienen? In der Regel nicht. Unterkonten sind unverzinste Sichteinlagen. Wer Zinsen will, braucht ein kostenloses Girokonto als Basiskonto und zusätzlich ein Tagesgeldkonto für die Sparanteile.

Gibt es auch Konten ohne Mindestgeldeingang mit Unterkonten? Ja. Revolut Standard, Tomorrow und bunq verlangen keinen monatlichen Mindestgeldeingang. Auch bei C24 gibt es kein solches Kriterium. Wer generell flexibel bleiben will, findet in unserem Vergleich von Girokonten ohne Mindesteingang weitere Optionen.

Welche Neobanken bieten die besten Unterkonten? Revolut, bunq und Tomorrow sind die stärksten Neobanken in diesem Bereich. Einen umfassenden Überblick über alle Neobanken bieten wir in einem separaten Vergleich.


Unser Fazit

Unterkonten sind kein Allheilmittel – aber ein wirklich praktisches Werkzeug, wenn du deine Finanzen aktiv strukturieren willst. Das System funktioniert nur, wenn du es konsequent pflegst. Für reine Budgetierer ist Revolut Standard schwer zu schlagen: kostenlos, 5 Spaces, gute App. Wer ein vollwertiges deutsches Bankkonto mit Dispo und solider Unterkontenfunktion will, greift zu C24 Plus. Und wer Nachhaltigkeit als Kriterium hat, ist bei Tomorrow gut aufgehoben.

💭Unsere Empfehlung

Für die meisten Nutzer ist Revolut Standard (kostenlos) oder C24 Plus (4,90€/Monat) der beste Einstieg. Revolut gewinnt beim Preis, C24 beim Bankstatus. Die Entscheidung hängt davon ab, ob du ein vollwertiges deutsches Bankkonto mit Dispo brauchst – oder ob eine Feature-reiche Neobank-App ausreicht.

Wer außerdem eine Kreditkarte zum Konto sucht: Einige Anbieter in diesem Vergleich bieten entsprechende Kombipakete an. Im Girokonto-mit-Kreditkarte-Vergleich findest du alle Optionen. Und wer beim Kontowechsel sogar eine Prämie kassieren möchte, sollte sich unseren Girokonto-Prämien-Vergleich nicht entgehen lassen.