Das Studium beginnt – und plötzlich braucht man ein eigenes Konto. Stipendium überweisen lassen, WG-Miete zahlen, BAföG empfangen, das erste eigene Gehalt vom Nebenjob. Ein gutes Studentenkonto macht all das kostenlos. Ein schlechtes kostet dich Jahr für Jahr Geld, das du schlicht nicht hast.
Wir haben die bekanntesten Anbieter für dich verglichen: von Direktbanken wie DKB und ING bis zu Neobanken wie N26 und C24.
Studentenkonto auf einen Blick: Unsere Top-Empfehlungen
| Anbieter | Kontoführung | Karte | Besonderheit | Altersgrenze |
|---|---|---|---|---|
| DKB | Kostenlos (unter 28) | Visa Debitkarte | Weltweit kostenlos abheben | Bis 28 Jahre |
| ING | Kostenlos | Visa Debitkarte | Kein Mindesteingang | Keine |
| N26 | Kostenlos | Mastercard Debit | Moderne App, Echtzeit-Push | Keine |
| C24 | Kostenlos | Mastercard Debit | Bis zu 3 Unterkonten gratis | Keine |
| Comdirect | Kostenlos (1. Jahr) | Visa Debitkarte | Prämie bei Kontoeröffnung möglich | Keine |
| Sparkasse | Abhängig von Filiale | Girocard | Persönliche Beratung vor Ort | Regional verschieden |
💡Was ist ein Studentenkonto?
Ein Studentenkonto ist ein reguläres Girokonto, das Banken speziell für Studierende anbieten – oft ohne Kontoführungsgebühr, manchmal mit Sonderkonditionen wie kostenlosen Auslandsabhebungen oder einer Kreditkarte. Technisch funktioniert es wie jedes andere Girokonto: Du empfängst Überweisungen, zahlst per Karte und richtest Daueraufträge ein.
Die besten Studentenkonten im Detail
DKB Studierendenkonto
Wer regelmäßig im Ausland ist – Erasmus, Sprachreise, Urlaub – sollte sich die DKB genau ansehen. Das Konto ist für Studierende unter 28 Jahren komplett kostenlos, dazu gibt es eine Visa Debitkarte, mit der du weltweit ohne Gebühren Geld abheben kannst. Das ist ein echter Vorteil gegenüber vielen Mitbewerbern, die fürs Auslandsabheben 1-2% Gebühren verlangen.
Ab 28 Jahren oder nach dem Studienabschluss kostet das Konto 4,50€ im Monat – sofern kein monatlicher Geldeingang von 700€ nachgewiesen wird. Das ist ein Punkt, den du im Blick behalten solltest.
Vorteile:
- Kostenlose Kontoführung unter 28 Jahren
- Weltweit kostenlos Bargeld abheben
- Visa Debitkarte inklusive
- Zuverlässiger Kundenservice
Nachteile:
- Altersgrenze bei 28 Jahren
- Nach dem Studium 4,50€/Monat ohne 700€ Mindesteingang
- Keine physischen Filialen
ING Girokonto
Die ING macht es einfach: kein Mindesteingang, keine Altersgrenze, keine Kontoführungsgebühr. Wer ein unkompliziertes Konto ohne Bedingungen sucht, ist hier richtig. Die Visa Debitkarte ist inklusive, Überweisungen und Daueraufträge laufen zuverlässig.
Ein Tagesgeldkonto als Ergänzung lässt sich direkt über die ING eröffnen – praktisch, wenn du einen Teil deines BAföGs oder Nebenjob-Gehalts zurücklegen möchtest.
Vorteile:
- Kein Mindesteingang, keine Altersgrenze
- Dauerhaft kostenlos – nicht nur für Studenten
- Übersichtliche App
- Tagesgeld direkt verknüpfbar
Nachteile:
- Kein Bargeld einzahlen möglich (keine Filialen)
- Kreditkarte nur gegen Aufpreis
N26 Girokonto
N26 ist die klassische Neobank – komplett digital, schlanke App, Echtzeit-Benachrichtigungen bei jeder Transaktion. Das Konto ist dauerhaft kostenlos, die Mastercard Debitkarte inklusive.
Allerdings: Bargeld einzahlen geht bei N26 nicht. Und wer gelegentlich telefonischen Support braucht, muss dafür tiefer in die Tasche greifen – der ist nur in den kostenpflichtigen N26-Tarifen enthalten.
Vorteile:
- Moderne, intuitive App
- Kostenlos und ohne Bedingungen
- Push-Benachrichtigungen in Echtzeit
- IBAN aus Deutschland (DE)
Nachteile:
- Kein Bargeldeinzahlen möglich
- Telefonischer Support nur in Premium-Tarifen
- Giropay nicht mehr verfügbar
C24 Bank Smart-Konto
C24 ist vergleichsweise jung, punktet aber mit einem ungewöhnlichen Feature: Bis zu drei kostenlose Unterkonten, mit denen du dein Geld nach Kategorien aufteilen kannst – Miete, Lebensmittel, Freizeitbudget. Für Studenten, die zum ersten Mal ein eigenes Budget verwalten, ist das eine echte Hilfe.
Das Konto selbst ist dauerhaft kostenlos, die Mastercard Debitkarte inklusive.
Vorteile:
- Bis zu 3 Unterkonten kostenlos
- Dauerhaft kostenlos ohne Bedingungen
- Gute App mit Budgetübersicht
- Mastercard Debitkarte inklusive
Nachteile:
- Noch relativ junges Unternehmen, wenig Track Record
- Bargeldeinzahlen nur über Kooperationspartner
Comdirect Girokonto
Die Comdirect – mittlerweile Teil der Commerzbank – bietet ein solides Girokonto, das im ersten Jahr kostenlos ist. Danach entfallen die Gebühren, wenn monatlich 700€ Geldeingang verbucht werden. Für viele Studierende mit einem Nebenjob oder regelmäßigem BAföG-Eingang kein Problem.
Wer auf der Suche nach einem Girokonto mit Prämie ist – die Comdirect bietet gelegentlich Eröffnungsprämien. Schau am besten direkt auf der Seite nach, was aktuell gilt.
Vorteile:
- Im ersten Jahr kostenlos
- Visa Debitkarte inklusive
- Depot direkt verknüpfbar (gut für erste Investitionen)
- Gelegentliche Eröffnungsprämien
Nachteile:
- Ab dem 2. Jahr 700€ Mindesteingang für Gebührenfreiheit
- App weniger modern als reine Neobanken
Sparkasse / Volksbank
Für viele Studenten ist die Sparkasse das erste Konto überhaupt – oft schon als Jugendkonto eröffnet. Ein Jugendkonto wird beim Start des Studiums häufig automatisch ins Studenten- oder Standard-Girokonto umgewandelt. Die Konditionen variieren dabei stark je nach Region und Sparkasse.
Der klare Vorteil: persönliche Beratung vor Ort, Filialnetz, vertraute Umgebung. Der klare Nachteil: Im Vergleich zu Direktbanken und Neobanken sind Gebühren und App-Qualität oft weniger attraktiv.
Vorteile:
- Persönliche Beratung in der Filiale
- Vertraute Abläufe für Erstkontoinhaber
- Girocard überall akzeptiert
Nachteile:
- Kontoführungsgebühren je nach Filiale und Tarif möglich
- App-Erfahrung oft schwächer als bei Direktbanken
- Konditionen nicht bundesweit einheitlich
Worauf du bei einem Studentenkonto achten solltest
Kontoführungsgebühren und Bedingungen
Die meisten Studentenkonten werben mit “kostenlos” – aber lies das Kleingedruckte. Manche Konten sind nur für Studenten unter einem bestimmten Alter kostenlos (DKB: unter 28 Jahre). Andere verlangen einen monatlichen Mindesteingang, sobald das Studium endet. Wer dauerhaft frei sein will, ohne Bedingungen erfüllen zu müssen, schaut am besten zu ING, N26 oder C24 – die sind ohne jede Einschränkung kostenlos, auch ohne Mindesteingang.
Karte und Auslandsnutzung
Debitkarte oder Girocard? Das macht einen Unterschied. Die Girocard der Sparkasse wird in Deutschland überall akzeptiert, im Ausland aber oft nicht. Visa und Mastercard Debitkarten der Direktbanken und Neobanken funktionieren weltweit. Gerade wenn du ein Auslandssemester planst oder viel reist, ist das ein wichtiger Punkt.
💡Debitkarte vs. Kreditkarte
Eine Debitkarte bucht Beträge sofort von deinem Konto ab. Eine Kreditkarte gibt dir einen kurzfristigen Kredit – der Betrag wird erst am Monatsende eingezogen. Viele Studentenkonten bieten eine Debitkarte inklusive, eine echte Kreditkarte gibt es meist nur gegen Aufpreis. Wenn du eine möchtest, schau dir unsere Übersicht der Girokonten mit Kreditkarte an.
Bargeldabhebung
Bei Neobanken wie N26 gibt es meist ein monatliches Limit für kostenlose Abhebungen – danach fallen Gebühren an. Wer regelmäßig Bargeld braucht, sollte diesen Punkt genau prüfen. Die DKB ist hier besonders stark: Mit dem Studierendenkonto hebst du weltweit kostenlos ab.
Was passiert nach dem Studium?
Das ist eine Frage, die viele vergessen. Einige Studentenkonten werden nach Studienende automatisch in ein normales (und möglicherweise kostenpflichtiges) Girokonto umgewandelt. Kläre das vorab – oder wähle von Anfang an ein Konto, das dauerhaft kostenlos ist.
⚠️Studienende im Blick behalten
Einige Banken fragen regelmäßig nach einem Immatrikulationsnachweis. Wer diesen nicht mehr vorweisen kann, verliert den Studierendenstatus – und unter Umständen die Gebührenfreiheit. Informiere dich bei deiner Bank, wie sie das nach Studienabschluss handhaben.
WG-Konto, Pärchenkonto, Haushaltskasse – was passt?
Gerade in der WG-Zeit stellt sich oft die Frage: Wie verwalten wir gemeinsam Ausgaben für Miete, Strom und Lebensmittel? Ein Gemeinschaftskonto kann hier eine sinnvolle Lösung sein – mehrere Personen haben Zugriff, alle können einzahlen und Überweisungen auslösen. Alternativ helfen Unterkonten (wie bei C24) dabei, intern getrennte Budgets zu führen.
Studentenkonto ohne SCHUFA – geht das?
Grundsätzlich prüfen die meisten Banken bei der Kontoeröffnung die SCHUFA. Wer einen negativen SCHUFA-Eintrag hat, bekommt ein reguläres Girokonto manchmal nicht. In dem Fall gibt es Alternativen: sogenannte Basiskonten, die jede Bank per Gesetz anbieten muss, oder spezialisierte Anbieter. Mehr dazu findest du in unserer Übersicht der Girokonten ohne SCHUFA.
Nachhaltigkeit beim Banking – lohnt sich das?
Wer Wert auf ethisches Wirtschaften legt, kann auch bei der Bankwahl einen Unterschied machen. Einige Banken investieren Kundeneinlagen gezielt in nachhaltige Projekte und verzichten auf Rüstungs- oder Kohle-Finanzierung. Eine Übersicht findest du bei den nachhaltigen Banken.
Unser Fazit: Welches Studentenkonto passt zu dir?
Kein Konto ist für alle gleich gut. Hier eine kurze Orientierung:
- Du reist viel oder machst Erasmus – DKB Studierendenkonto, wegen der weltweiten Gratisabhebungen
- Du willst null Bedingungen, dauerhaft – ING oder N26, beide kostenlos ohne Altersgrenze oder Mindesteingang
- Du willst dein Budget strukturieren – C24, wegen der kostenlosen Unterkonten
- Du möchtest auch ein Depot für ETFs – Comdirect, weil Depot und Konto aus einer Hand kommen
- Du willst persönliche Beratung – Sparkasse oder Volksbank, auch wenn du dafür unter Umständen Gebühren in Kauf nimmst
Für einen vollständigen Überblick aller Girokonten – nicht nur für Studenten – schau in unseren Girokonto-Vergleich.
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Du hast gerade erst die Schule abgeschlossen und bist noch nicht im Studium? Dann könnte ein Jugendkonto oder ein Kinderkonto der richtige Einstieg sein.
Häufige Fragen zum Studentenkonto
Welches Girokonto ist das beste für Studenten? Das hängt von deiner Situation ab. Für Vielreisende empfehlen wir die DKB wegen der weltweiten Gratisabhebungen. Wer dauerhaft und bedingungslos kostenlos bleiben will, ist bei ING oder N26 gut aufgehoben. Wer sein Budget aufteilen möchte, schaut sich C24 an.
Ist ein Studentenkonto wirklich kostenlos? Meistens ja – aber oft mit Bedingungen. Manche Konten sind nur bis zu einem bestimmten Alter kostenlos, andere nur mit Mindesteingang. ING, N26 und C24 sind dauerhaft ohne Bedingungen kostenlos.
Brauche ich einen Immatrikulationsnachweis? Bei manchen Anbietern wie der DKB ja – die Gebührenfreiheit ist an den Studierendenstatus geknüpft. Bei anderen (ING, N26, C24) spielt das keine Rolle, weil das Konto sowieso für alle kostenlos ist.
Was passiert mit meinem Studentenkonto nach dem Studium? Je nach Bank wird es automatisch in ein normales Girokonto umgewandelt, was möglicherweise Gebühren mit sich bringt. Kläre das vorab. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt von Anfang an ein dauerhaft kostenloses Konto ohne Studierendenstatus-Bedingung.
Kann ich ein Studentenkonto auch ohne SCHUFA eröffnen? Die meisten Standardkonten setzen eine Schufa-Prüfung voraus. Bei negativem Eintrag gibt es Alternativen – mehr dazu in unserer Übersicht der Girokonten ohne SCHUFA.
Bekomme ich eine Kreditkarte zum Studentenkonto? Meist ist nur eine Debitkarte inklusive. Eine echte Kreditkarte gibt es bei den meisten Anbietern nur gegen Aufpreis oder in Premium-Tarifen. Unsere Übersicht der Girokonten mit Kreditkarte zeigt dir, wo das möglich ist.
