Girokonto ohne Schufa: Die besten Konten im Vergleich 2026

Du hast einen negativen Schufa-Eintrag und suchst ein Girokonto? Das ist kein Grund zur Panik – denn du hast mehr Optionen, als du vielleicht denkst. Dieser Vergleich zeigt dir, welche Konten ohne Schufa-Prüfung wirklich funktionieren, was sie kosten und wann welches zu dir passt.

💡Was ist die Schufa?

Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist Deutschlands größte Auskunftei. Banken fragen dort ab, ob du in der Vergangenheit Zahlungsprobleme hattest – zum Beispiel unbezahlte Rechnungen, Inkasso-Einträge oder eine Privatinsolvenz. Ein negativer Schufa-Eintrag führt bei vielen Banken zur automatischen Ablehnung.


Unsere Top-Empfehlungen auf einen Blick

KontoTypMonatliche KostenSchufa-AbfrageBesonderheit
Trade RepublicNeobank0€NeinZinsen auf Guthaben, Visa-Karte
Revolut StandardNeobank0€NeinMultiwährungskonto, internationale Nutzung
Consorsbank BasiskontoBasiskonto~13€NeinGesetzlich garantierter Zugang
ING BasiskontoBasiskonto~13€NeinSeriöse Direktbank
DKB BasiskontoBasiskonto~13€NeinGutes Filialnetz
NorisbankBasiskonto~13€NeinEinfache Eröffnung

Die drei Wege zum Konto ohne Schufa

Nicht jedes “Konto ohne Schufa” ist gleich. Grundsätzlich gilt: Es gibt drei verschiedene Ansätze, und jeder hat andere Stärken.

1. Neobanken ohne Schufa-Prüfung

Trade Republic und Revolut fragen bei der Kontoeröffnung keine Schufa-Auskunft ab. Das ist kein Entgegenkommen – diese Anbieter arbeiten schlicht nicht mit der Schufa zusammen. Du bekommst ein vollwertiges Girokonto mit IBAN, Visa-Karte und App-Zugriff.

Der Haken: Beide sind keine klassischen Banken im deutschen Sinne. Trade Republic hat eine Banklizenz und unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000€. Revolut ist über Litauen lizenziert – ebenfalls EU-weit abgesichert, aber manchen Nutzern weniger vertraut.

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2. Basiskonten – dein gesetzliches Recht

Seit 2016 hat jeder Mensch in Deutschland das Recht auf ein Basiskonto. Das gilt auch bei negativer Schufa, laufender Privatinsolvenz oder Obdachlosigkeit. Jede Bank, die Verbraucherkonten anbietet, muss dieses Konto eröffnen – die Schufa darf dabei keine Rolle spielen.

Consorsbank, ING, DKB und Norisbank bieten Basiskonten an. Die Kosten liegen in der Regel bei rund 13€ im Monat – mehr dazu weiter unten.

3. Guthabenkonten

Manche kleinere Anbieter und Fintech-Unternehmen bieten Guthabenkonten an. Du kannst nur ausgeben, was vorher drauf ist – kein Dispo, kein Minus. Diese Konten haben meist keine vollständige Bankfunktion, eignen sich aber als Übergangslösung.


Trade Republic: Kostenlos, zinsbringend, ohne Schufa

Trade Republic ist eigentlich als Broker bekannt – also als Plattform zum Wertpapierkauf. Seit einiger Zeit bietet das Unternehmen aber auch ein vollständiges Girokonto an, das ohne Schufa-Abfrage eröffnet wird.

Vorteile:

  • Kostenlose Kontoführung
  • Keine Schufa-Abfrage bei Eröffnung
  • Zinsen auf Guthaben (Stand 2026: variabel, abhängig vom EZB-Leitzins)
  • Visa-Debitkarte kostenlos
  • Automatisches Investieren möglich (ETF-Sparpläne ab 1€)
  • Einlagensicherung bis 100.000€

Nachteile:

  • Kein klassischer Bankschalter, keine Bareinzahlung
  • Kein Dispokredit
  • Kundenservice nur digital

Wer ohnehin ans Investieren denkt, findet bei Trade Republic eine praktische Kombination aus Girokonto und Depot. Für jemanden, der nur ein einfaches Zahlungskonto braucht, ist es ebenfalls eine solide Wahl.


Revolut Standard: Ideal für Vielreisende

Revolut ist eine britisch-litauische Neobank mit EU-Banklizenz. Das Standardkonto ist kostenlos und wird ohne Schufa-Abfrage eröffnet.

Vorteile:

  • 0€ Kontoführungsgebühr
  • Keine Schufa-Abfrage
  • Kostenloser Geldwechsel in viele Währungen (bis zu einem monatlichen Limit)
  • Virtuelle und physische Debitkarte
  • Ausgabenanalyse in der App

Nachteile:

  • Banklizenz in Litauen, nicht Deutschland – für manche ein psychologisches Hindernis
  • Kostenloses Abheben am Geldautomaten nur bis 200€ pro Monat
  • Kundensupport teils langsam
  • Kein Dispo

Wer oft im Ausland ist oder in Fremdwährungen zahlt, profitiert hier mehr als jemand, der nur ein Standard-Girokonto in Deutschland sucht.

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Basiskonten: Dein gesetzlicher Anspruch

Das Basiskonto ist rechtlich gesehen das wichtigste Instrument für Menschen mit negativer Schufa. Die EU-Zahlungskontenrichtlinie und das deutsche Zahlungskontengesetz (ZKG) verpflichten seit 2016 alle deutschen Kreditinstitute dazu, jedem Menschen auf Antrag ein Basiskonto zu eröffnen.

Was das bedeutet: Eine Bank kann dich nicht mehr mit dem Argument ablehnen, du hast einen Schufa-Eintrag.

Was ein Basiskonto kann – und was nicht

Ein Basiskonto ist ein vollwertiges Girokonto für Basisfunktionen:

  • SEPA-Überweisungen senden und empfangen
  • Lastschriften und Daueraufträge einrichten
  • Eine Debitkarte nutzen (kein Kreditrahmen)
  • Bargeld am Automaten abheben

Keinen Dispo bekommst du beim Basiskonto. Überziehen ist nicht möglich. Das ist bewusst so gedacht – das Konto soll zur Teilhabe am Zahlungsverkehr dienen, nicht zur Kreditvergabe.

⚠️Achtung: Basiskonten kosten oft mehr

Die Stiftung Warentest hat Basiskonten bei 175 Banken untersucht und festgestellt: Basiskonten sind häufig teurer als normale Girokonten. Der gesetzliche Rahmen schreibt vor, dass die Gebühren “angemessen” sein müssen – nicht, dass sie günstig sein müssen. Rechne mit rund 13€ pro Monat.

Consorsbank Basiskonto

Die Consorsbank, eine Tochter der BNP Paribas, bietet ein gut zugängliches Basiskonto. Die Eröffnung läuft online, die Identifikation per Video-Ident. Für Standardtransaktionen fallen Gebühren von rund 13€ monatlich an.

ING Basiskonto

Die ING gehört zu den bekanntesten Direktbanken in Deutschland. Ihr Basiskonto funktioniert zuverlässig, hat aber keine Besonderheiten – es ist ein solides Basisprodukt für den nötigen Zugang zum Zahlungsverkehr.

DKB Basiskonto

Die Deutsche Kreditbank (DKB) ist für ihr kostenloses Standard-Girokonto bekannt. Das Basiskonto ist davon zu unterscheiden – es ist teurer und hat weniger Funktionen. Dennoch ist die DKB eine vertrauenswürdige Adresse.


So läuft die Eröffnung eines Kontos ohne Schufa ab

Gerade bei Basiskonten hat die Bank kaum Spielraum zur Ablehnung – dennoch kann sich der Prozess ziehen. So gehst du am besten vor:

Schritt 1: Konto auswählen Entscheide dich zwischen Neobank (schneller, kostenlos) und Basiskonto (gesetzliches Recht, etwas mehr Bürokratie).

Schritt 2: Antrag stellen Online ausfüllen – Personalausweis oder Reisepass bereithalten. Bei Basiskonten musst du explizit angeben, dass du ein Basiskonto nach ZKG beantragst.

Schritt 3: Identifikation Video-Ident oder PostIdent. Die meisten Anbieter bieten Video-Ident direkt in der App an – das geht in unter 10 Minuten.

Schritt 4: Warten auf IBAN Bei Neobanken ist die IBAN oft innerhalb von Minuten da. Basiskonten können 1-2 Wochen dauern.

💡Ablehnung trotz Basiskonto-Antrag?

Darf eine Bank einen Basiskonto-Antrag ablehnen? Ja, aber nur in bestimmten Fällen: zum Beispiel, wenn du bereits bei dieser Bank ein Konto hast, wenn eine Geldwäscheverdacht vorliegt, oder wenn du das Konto für strafbare Zwecke nutzen willst. “Negativer Schufa-Eintrag” ist explizit kein Ablehnungsgrund. Wirst du trotzdem abgelehnt, kannst du dich an die BaFin wenden.


Wann welches Konto passt

Du willst sofort ein kostenloses Konto ohne Bürokratie: Trade Republic oder Revolut. Beide sind in Minuten eröffnet, kosten nichts und fragen keine Schufa ab.

Du brauchst ein Konto mit deutschem Bankgefühl und gesetzlicher Absicherung: Basiskonto bei ING, DKB oder Consorsbank. Mehr Aufwand bei der Eröffnung, dafür rechtlich wasserdicht.

Du reist viel oder lebst teilweise im Ausland: Revolut Standard macht hier am meisten Sinn, dank günstigem Währungsumtausch und internationaler Ausrichtung.

Du möchtest nebenbei auch investieren: Trade Republic kombiniert Girokonto und Depot in einer App.


Was du vermeiden solltest

Manche Anbieter vermarkten Konten als “ohne Schufa” und verlangen dafür hohe Gebühren oder monatliche Pakete. Überprüfe immer:

  • Ist die Bank in Deutschland oder der EU reguliert?
  • Gibt es eine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000€?
  • Wie hoch sind die monatlichen Gebühren wirklich?
  • Gibt es versteckte Kosten für Überweisungen oder Kartenzahlungen?

⚠️Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Im Netz kursieren Angebote für angebliche “Schufa-freie Konten” mit horrenden Gebühren von 20-30€ monatlich. Das brauchst du nicht. Basiskonten kosten maximal rund 13€ – und Neobanken wie Trade Republic sogar 0€. Alles, was deutlich teurer ist, lohnt sich kaum.


Häufige Fragen zum Girokonto ohne Schufa

Kann ich wirklich überall ein Konto ohne Schufa bekommen? Nicht überall – aber du hast das gesetzliche Recht auf ein Basiskonto bei jeder Bank, die Verbraucherkonten anbietet. Alternativ eröffnest du bei Trade Republic oder Revolut, die keine Schufa-Abfrage machen.

Was passiert mit meiner Schufa, wenn ich ein Konto eröffne? Die Kontoeröffnung selbst wird der Schufa gemeldet – das ist normal. Entscheidend ist, dass dabei kein Kredit beantragt wird. Eine reine Kontoanlage hat kaum negativen Einfluss auf deinen Schufa-Score.

Kann ich mit einem Konto ohne Schufa einen Dispo bekommen? Nein. Basiskonten und Guthabenkonten haben keinen Dispokredit. Trade Republic und Revolut bieten ebenfalls keinen Dispo an. Der Dispo ist eine Kreditlinie – und die wird grundsätzlich nur mit Schufa-Prüfung vergeben.

Wie lange bleibt ein Schufa-Eintrag bestehen? Die meisten negativen Einträge werden 3 Jahre nach Begleichung der Schulden gelöscht. Privatinsolvenzen bleiben 6 Jahre nach Abschluss des Verfahrens gespeichert.

Ist ein Konto ohne Schufa-Prüfung sicher? Ja, sofern es sich um regulierte Anbieter handelt. Trade Republic hat eine deutsche Banklizenz. Revolut ist in der EU reguliert. Basiskonten bei ING, DKB und Consorsbank unterliegen der deutschen Einlagensicherung.

Was ist der Unterschied zwischen Basiskonto und normalem Girokonto? Ein normales Girokonto hat häufig mehr Leistungen – Dispo, Kreditkarte, niedrigere Gebühren. Das Basiskonto ist bewusst einfach gehalten und steht jedem zu, unabhängig von der Schufa.


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